Beteiligungen erlaubt
Leuthard gibt grünes Licht für Werbe-Allianz
publiziert: Montag, 29. Feb 2016 / 11:45 Uhr / aktualisiert: Montag, 29. Feb 2016 / 15:23 Uhr
Die Werbe-Allianz von SRG, Swisscom und Ringier ist genehmigt.
Die Werbe-Allianz von SRG, Swisscom und Ringier ist genehmigt.

Bern - Der Werbe-Allianz von SRG, Swisscom und Ringier steht laut Bundesrätin Doris Leuthard nichts im Weg. Die SRG darf jedoch vorerst keine Werbung anbieten, die auf Zielgruppen zugeschnitten ist. Die aktuelle Konzession deckt dies nicht ab.

1 Meldung im Zusammenhang
Die Werbe-Allianz behindere die privaten Medien in der Schweiz nicht in erheblichem Ausmass, sagte Medienministerin Doris Leuthard am Montag vor den Medien in Bern. Ihr Departement komme daher zusammen mit der Aufsichtsbehörde BAKOM aus medienrechtlicher Optik zum Schluss, dass der freie Wettbewerb spielen sollte.
Im Gegensatz zu den Allianzpartnern Swisscom und Ringier müsse sich die SRG jedoch an die Konzession halten. Auf Zielgruppen zugeschnittene Werbung sei durch die aktuelle Konzession nicht abgedeckt. "Hier betreten wir in einem sehr dynamischen Markt Neuland", sagte Leuthard. Es gebe noch viele offene Fragen.

Konzession läuft 2017 aus

Dazu gehöre etwa, ob regionale Werbung zugelassen sei oder nicht. Das BAKOM werde sich in den nächsten Monaten intensiv mit diesen Fragen beschäftigen. Leuthard erinnerte daran, dass die Konzession für das Radio und Fernsehen im nächsten Jahr ausläuft und die zielgruppenspezifische Werbung dort geregelt werden könnte.

Denkbar sei auch, dass diese Form der Werbung in eine Verordnung einfliessen könnte. Laut BAKOM-Direktor Philipp Metzger wird sich die Aufsichtsbehörde all dieser Fragen annehmen. "Diese Arbeiten dürften einige Monate in Anspruch nehmen", sagte Metzger.

Verbot aufgehoben

Per sofort aufgehoben ist der Entscheid des BAKOM vom 16. Dezember, der der SRG den Marktauftritt im Rahmen des Joint Ventures verboten hat. Mit anderen Worten: die SRG darf sich zwar am Marktauftritt der neuen Werbe-Allianz beteiligen, jedoch keine zielgruppenspezifische Werbung schalten, solange der Bund dies nicht erlaubt.

Den privaten TV-Stationen stehe es dagegen bereits heute frei, diese neue Art von Werbung zu nutzen, betonte die Medienministerin. Um mittelfristig die Werbe-Einnahmen abzusichern, sei es aber wichtig, dass alle konzessionierten TV-Veranstalter inklusive SRG die Vorteile der zielgruppenspezifischen Werbung nutzen könnten.

Sie nehme die Ängste und Befürchtungen der privaten Medienhäuser ernst, sagte Leuthard weiter. Die technologische Entwicklung schreite schnell voran. Die Schweiz könnte im Hinblick auf solch neue Werbeformen eine Pionierrolle einnehmen. In einem dynamischen Umfeld liesse sich die Entwicklung nicht aufhalten.

Verfügung kann angefochten werden

Die Verfügung des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) kann vor dem Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Die privaten Medienhäuser hatten heftige Kritik am Joint Venture der drei Partner geübt und vom BAKOM Einsicht in die Details des Abkommens verlangt. Das BAKOM lehnt dies ab.

Leuthard betonte einmal mehr, dass es der SRG in jedem Fall verboten bleibt, Werbung im Internet zu schalten. Das BAKOM werde ein waches Auge darauf halten, sagte Metzger. Die privaten Medienhäuser hatten wiederholt die Befürchtung geäussert, die SRG werde das Joint Venture nutzen, um das Online-Werbeverbot zu umgehen.

Allianzpartner erfreut

Die drei Allianzpartner SRG, Swisscom und Ringier begrüssten in einer Stellungnahme den UVEK-Entscheid. Nun seien die Bedingungen erfüllt, damit der neue Vermarkter den Betrieb aufnehmen könne. Der Start ist für das 2. Quartal 2016 geplant. Laut Marc Walder, designierter Verwaltungsratspräsident des Joint Ventures, sind damit die Weichen für eine Medienpolitik gestellt, die den fundamentalen Umwälzungen in der Medienwelt Rechnung trägt.

Leicht enttäuscht von den Verfügungen des BAKOM und des UVEK ist Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Medien. Das Ziel, einen Marschhalt zu erreichen oder die SRG vom Joint Venture auszuschliessen, sei nicht erreicht worden.

Zwei Dinge stimmen Lebrument dennoch zuversichtlich. So sei es der SRG untersagt, regionale zielgruppenspezifische Werbung zu schalten. "Und bei der 2017 anstehenden Diskussion über den Inhalt der SRG-Konzession werden die Verleger ihre volles Gewicht in die Waagschale werfen", sagte Lebrument weiter.

Leuthard: Verlage haben starke Stellung

Bundesrätin Leuthard erinnerte daran, dass die privaten Verlage nach wie vor eine sehr starke Stellung im Werbemarkt Schweiz haben, den es gegen grosse ausländische Konkurrenten zu verteidigen gelte. Die Werbe-Einnahmen beliefen sich 2014 auf 4,2 Milliarden Franken.

Auf TV-Werbe-Einnahmen entfielen 772 Millionen Franken. Gut die Hälfte davon gehe an die SRG, 10 Prozent an private Schweizer Programmveranstalter und 40 Prozent an private Werbefenster. Die Einnahmen mit Internet-Werbung lägen bei rund 720 Millionen Franken pro Jahr - Tendenz von Jahr zu Jahr steigend.

(sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - TV- und Radioprogramme ... mehr lesen
Öffnen könnte sich die SRG nach Ansicht der GDI auch für neue Arten der Produktion.
Das Schweizer Satiremagazin. Mit uns haben Sie gut lachen.
Um als Global Player Erfolg zu haben, müssen zahlreiche Voraussetzungen stimmen - sei es das gewählte Expansionsland, die richtige Produktidee oder schlicht eine solide Finanzierung.
Um als Global Player Erfolg zu haben, müssen ...
Wie gelingt einem Unternehmen die Internationalisierung?  Ist von einer Internationalisierung die Rede, so bezieht sich dies meist auf eine Firmenstrategie bzw. die künftige Entwicklung eines Unternehmens. Der Fokus liegt auf dem internationalen Markt, wodurch Produkte und Dienstleistungen nicht nur national, sondern auch auf Auslandsmärkten oder gar weltweit angeboten werden können. mehr lesen 
Prozessbeginn am Samstag  Kairo - Im Machtkampf zwischen Journalisten-Gewerkschaft und Behörden in Ägypten werden drei ranghohe Vertreter der Vereinigung voraussichtlich vor Gericht gestellt. Der Prozess ... mehr lesen
Die Journalisten liegen seit dem 1. Mai im Streit mit den Behörden. (Symbolbild)
Zuwanderung, Gefängnisausbruch, Gotthard  Bern - Bedingungen zur Umsetzung der SVP-Zuwanderungsinitiative, die Eröffnungsfeier des neuen Gotthardtunnels und neue Vorwürfe zum Gefängnisausbruch von Dietikon - mit diesen und anderen Themen hat sich die Sonntagspresse befasst. (Die Meldungen sind unbestätigt.) mehr lesen  
Der Status hätte Pressevertretern den Zugang zu allen UNO-Gebäuden erleichtert. (Symbolbild)
China, Russland und acht weitere Staaten dagegen  New York - Dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) bleibt eine engere Kooperation mit der UNO verwehrt. Der zuständige UNO-Ausschuss stimmte am Donnerstag gegen eine ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Energie sparen, Elektroauto
Startup News So spart man mit dem Elektroauto Die Anschaffung eines Elektroautos mag sich für manche immer noch ein wenig futuristisch anhören, sind sie ja tatsächlich in der Form, wie wir sie heute kennen, erst ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Publinews
         
Das rege Messegeschehen aus der Vogelperspektive.
Publinews SOM & Swiss eBusiness Expo  Am 5. und 6. April trifft sich die Online-Branche in Zürich. Rund 80 Programmpunkte werden eindrucksvoll beweisen, ... mehr lesen
Was sind die Hausaufgaben für Schweizer Unternehmen bei der Digitalisierung?
Publinews Swiss Online Marketing & Swiss eBusiness Expo  Google, Post, Handel Schweiz, VSV, GS1: Am Mittwoch, den 5. April diskutieren Big Player und Marktexperten über das «Schreckgespenst Digitalisierung - ... mehr lesen
saleduck.ch, Luc van der Blij
Publinews Ziel: die teure Schweiz günstiger machen!  Das Affiliate Marketing ist heute ein nicht mehr wegzudenkender Teil eines jeden erfolgreichen e-Commerce Unternehmens. ... mehr lesen
Die Garage wird inzwischen auch gerne als Hobbywerkstatt genutzt.
Publinews Unglaublich, aber wahr: Die Entwicklung macht selbst vor Garagen und Torantrieben keinen Halt. Wer sich früher aufgrund eines geringen Budgets noch mit ... mehr lesen
Das Leben ist gut - auch mit Velo?
Publinews Verträumt und sinnlich verklärend mag da der eine oder andere (vermutlich) ältere Zeitgenosse in den notorisch beschworenen «guten alten Zeiten» schwelgen, als ein Velo noch ... mehr lesen
Eine Hütte in den Schweizer Bergen - doch bis man sie erst einmal gefunden hat...
Publinews Pauschalreisen, klassische Hotelzimmer mit Zimmerservice, Essenspaketen und Getränke inklusive à Pauschalreisen, klassische ... mehr lesen
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
Publinews Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April ... mehr lesen
Publinews Mehr Wissen - Grosses bewegen  Die WKS KV Bildung ist mit rund 5900 Absolventinnen und Absolventen in der Grund- und Weiterbildung das grösste Bildungsunternehmen im ... mehr lesen
Publinews Enabling new business  Von besser informierten GL bis zum E-Commerce im Exportmarkt - digitale Tools nutzen in der ganzen Wertschöpfungskette. Netcetera-CEO Andrej Vckovski ... mehr lesen
Erfolg durch zielgerichtete Planung.
Publinews CRM  In einer Zeit übersättigter Märkte ist nicht mehr die Suche nach einem Produkt oder Lieferanten der Flaschenhals, sondern das Aufspüren von Bedarf und neuen ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
AirLoc Logo
25.04.2017
VERSUS ALTERNATIVE SOLUTION Logo
25.04.2017
VERSUS ALTERNATIVE SOLUTION Logo
25.04.2017
SWISSCOGNITIVE Logo
24.04.2017
L'Orthéria Logo
24.04.2017
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 2°C 5°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass stark bewölkt, Regen
Basel 1°C 6°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 4°C 2°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen starker Schneeregen
Bern 2°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen Schneeregenschauer
Luzern 4°C 4°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass stark bewölkt, Regen
Genf 5°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 9°C 11°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten