0,25 Prozent
Leitzins der EZB bleibt auf Rekordtief
publiziert: Donnerstag, 5. Dez 2013 / 15:17 Uhr
Notenbankchef Mark Carney hat die Zinspolitik an die Lage am Arbeitsmarkt gekoppelt.(Archivbild)
Notenbankchef Mark Carney hat die Zinspolitik an die Lage am Arbeitsmarkt gekoppelt.(Archivbild)

Frankfurt/London - Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt ihren Leitzins erwartungsgemäss bei rekordtiefen 0,25 Prozent. Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt mit. Auch London hält an ihrer Zinspolitik fest.

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Bankökonomen hatten dies erwartet. Im November hatte die EZB die Märkte noch mit einer Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte überrascht.

Auch die Notenbank in Grossbritannien hält an der Niedrigzinspolitik fest. Der Schlüsselzins bleibt auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, wie die Bank of England (BoE) nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses mitteilte.

Auch das seit längerem ruhende Anleihenankaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund (über 555 Milliarden Franken) wird nicht ausgeweitet. Experten hatten damit gerechnet, dass die Notenbank angesichts des Aufschwungs keine neuen Konjunkturspritzen aufziehen wird.

Das Volumen wurde bereits vor einem Jahr ausgeschöpft, seither hat die Notenbank nicht mehr am Anleihemarkt zugekauft. Allerdings reinvestiert die Bank of England die Beträge fälliger Wertpapiere in neue Staatstitel.

BIP-Prognose erhöht

Notenbankchef Mark Carney hat die Zinspolitik an die Lage am Arbeitsmarkt gekoppelt. Demnach soll die Wirtschaft mindestens solange mit billigem Zentralbankgeld begünstigt werden, bis die Arbeitslosenquote auf 7 Prozent gesunken ist.

Die Notenbank rechnet damit erst Ende 2016. Zuletzt war die Quote auf 7,6 Prozent gesunken. Doch auch bei einem rascheren Abbau der Arbeitslosigkeit, den die Notenbank für durchaus möglich hält, will sie an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik vorerst festhalten.

Die Wirtschaft gewinnt allerdings deutlich an Fahrt. Die britische Regierung hob ihre Konjunkturprognose an. Für das laufende Jahr rechnet sie mit einem Wachstum von 1,4 Prozent nach zuvor 0,6 Prozent, für 2014 sagt sie mit 2,4 Prozent ebenfalls spürbar mehr voraus.

Finanzminister George Osborne hält trotzdem am Sparkurs fest. Vor dem Parlament bezeichnete er es als Risiko, das Vorhaben aufzugeben. "Der Wirtschaftsplan funktioniert. Aber noch ist nicht alle Arbeit erledigt."

(ig/sda)

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