Leiter der Bankenabteilung bei der Finma tritt in den Ausstand
publiziert: Sonntag, 16. Dez 2012 / 14:32 Uhr
Mark Branson, Leiter der Bankenabteilung bei der FINMA.
Mark Branson, Leiter der Bankenabteilung bei der FINMA.

Bern - Der Leiter der Bankenabteilung bei der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma), Mark Branson, tritt im Libor-Verfahren gegen die Grossbank UBS in den Ausstand. Branson war bis 2008 Chef der UBS Securities Japan, also jener Tochter, die besonders in den Fokus der Ermittler geraten ist.

Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
3 Meldungen im Zusammenhang
Die Finma bestätigte entsprechende Medienberichte vom Wochenende. Mark Branson sei in dieser Sache in den Ausstand getreten, um «jeglichen Anschein von Befangenheit zu vermeiden und von Anfang an auszuräumen», sagte Finma-Mediensprecher Tobias Lux am Sonntag auf Anfrage.

Im Zentrum der Ermittlungen gegen die UBS im Libor-Skandal stehen die Aktivitäten der Japan-Tochter und von Thomas Hayes, der von 2006 bis 2009 bei der UBS angestellt war. Der Brite wurde am Dienstag in London festgenommen. Er soll den japanischen Referenzzinssatz Tibor zwischen 2006 und 2008 manipuliert haben, so der Vorwurf der Behörden.

Genau in dieser Zeit war Finma-Mitarbeiter Branson Chef der UBS Securities Japan. Dort trug er die Verantwortung für das Investment Banking, das Wertschriftengeschäft sowie das Asset Management und Wealth Management in Japan. Seit 2010 arbeitet er für die Finma in Bern.

Die UBS nimmt zum Verfahren keine Stellung. Sie sagte auf Anfrage lediglich, dass sie mit den Regulatoren und Behörden voll und ganz kooperiere, um die Angelegenheit betreffend der Festlegung der Referenzzinssätze zu klären. Auch zur Höhe einer möglichen Busse, über die in den Medien bereits spekuliert wird, macht die UBS keine Angaben.

Weltweiter Skandal

Der Skandal rund um die Manipulationen des Referenzzinssatzes Libor beschäftigt die Behörden seit Mitte dieses Jahres. Banken weltweit wird vorgeworfen, den Libor zu ihren Gunsten gefälscht zu haben. Der einmal täglich in London ermittelte Libor zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Er beeinflusst wesentlich die Zinssätze für Kredite.

Der Skandal könnte für die betroffenen Banken teuer werden. Morgan Stanley schätzt, dass auf die betroffenen Geldhäuser bis 2014 Schadenersatzforderungen und Bussen im Gesamtvolumen von 14 Mrd. Dollar zukommen könnten. Im Juni hatte die britische Bank Barclays als erstes Institut Fehler eingeräumt und eine Busse in Höhe von mehr als 450 Mio. Dollar gezahlt.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich/New York - Die UBS steht im Zusammenhang mit dem Libor-Skandal offenbar kurz vor einer Einigung mit den ... mehr lesen
Die UBS wird mehr als 450 Millionen Dollar Bussgeld hinblättern.
Bislang hat lediglich das britische Geldhaus Barclays ein Fehlverhalten von Händlern eingeräumt. (Archivbild)
London - Im Skandal um Manipulationen des Interbankenzinses Libor haben ... mehr lesen
Bern - Der UBS-Manager Mark Branson wechselt zur Eidg. Finanzmarktaufsicht (FINMA) und wird dort ab nächstem Jahr die ... mehr lesen
Der britische UBS-Manager Mark Branson wechselt zur Eidg. Finanzmarktaufsicht. (Archivbild)
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
Restrukturierung bei der Tessiner Privatbank BSI.
Restrukturierung bei der Tessiner Privatbank BSI.
Restrukturierungsplan  Lugano - Die Tessiner Privatbank Banca della Svizzera Italiana (BSI) baut im Rahmen eines Restrukturierungsplans weltweit 160 Arbeitsplätze ab. Eine BSI-Sprecherin bestätigte am Mittwoch gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP entsprechende Presseberichte. 
Kein Stellenabbau nach Übernahme der BSI durch BTG Pactual Lugano - Die Übernahme der Tessiner Bank BSI durch die brasilianische BTG Pactual führt zu ...
Sitz der BSI in der Via Massimiliano Magatti in Lugano.
Frankreich  Paris - Die französische Regierung will 2015 im Vergleich zu diesem Jahr 21 Milliarden Euro (ca. 25 Milliarden Schweizer Franken) ...
Frankreich muss eine hohe Summe einsparen.
Die UBS hatte die neue Summe als beispiellos und ungerechtfertigt bezeichnet.
Banken  Zürich/Paris - Die UBS hat die von der französischen Justiz geforderte Kaution über 1,1 ...  
Titel Forum Teaser
  • LinusLuchs aus Basel 36
    Beziehungskorruption schafft sich nicht selber ab Kritiker einlullen, besänftigen, ruhigstellen. Zu nichts anderem dient ... Mo, 29.09.14 15:09
  • Menschenrechte aus Bern 112
    Milliardäre Für jeden Milliardär, gibt es tausende Arme, jedoch ist das denen ... Do, 25.09.14 00:55
  • BigBrother aus Arisdorf 1449
    Was ist die Alternative? Warum nur China? Wollte die Schweiz nur noch mit lupenreinen Ländern ... Mi, 24.09.14 10:32
  • Argovicus aus Aarau 7
    Cham Papier Schon ein Jammer und Zeugnis von grossen Management Fehlern, wenn ein ... Mo, 22.09.14 14:18
  • kubra aus Port Arthur 3168
    Schlupflöcher stopfen Im Energiebereich wird von den meisten Regierungen empfohlen, weniger ... So, 21.09.14 12:29
  • Kassandra aus Frauenfeld 1017
    Ein zweischneidiges Schwert... Der Tagi schrieb am 29.12.2013: "Innerhalb von nur vier Jahren wurden ... Fr, 19.09.14 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1017
    Wohin führt das noch? Zerfallen die Demokratien? In den USA lebt der Konsum bereits von ... Mi, 17.09.14 12:24
  • KangiLuta aus Wila 208
    Kassandra Sehr guter Kommentar! Ich frage mich sowieso schon lange, warum sich ... Mi, 17.09.14 12:18
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
CarNet excellence in fleet management Logo
30.09.2014
+smart energy solutions Logo
29.09.2014
topathletes Logo
29.09.2014
LAX Designs Logo
27.09.2014
Success starts here NutritionFirst Supplements - Ernährungsberatung - Diätcoaching Logo
26.09.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 12°C 15°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 11°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 13°C 16°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 14°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 14°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 13°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 15°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten