Leclanché verkauft Bleiakku-Geschäft - 30 Entlassungen
publiziert: Samstag, 2. Dez 2006 / 01:04 Uhr

Yverdon-les-Bains - Der Waadtländer Batteriehersteller Leclanché steigt aus dem Bleiakku- Geschäft aus und entlässt deshalb 30 von 120 Angestellten. Fünf weitere Beschäftigte werden frühpensioniert, wie Lechlanché mitteilte.

Der Kundenstamm geht an die US-Firma Enersys.
Der Kundenstamm geht an die US-Firma Enersys.
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Die Produktion der Sparte in Yverdon-les-Bains werde eingestellt. Den Kundenstamm samt laufenden Verträgen verkauft Leclanché an den Weltmarktführer für Bleibatterien, die US-amerikanische Enersys.

Zum Preis machte die zu 80 Prozent von der deutschen Investmentgruppe German Capital kontrollierte Leclanché keine Angaben. Das Geschäft habe einen Umsatz von 8 bis 10 Mio. Franken. Die Transaktion soll im Januar abgeschlossen werden.

Die 35 betroffenen Beschäftigten erhalten einen Sozialplan, den Leclanché zusammen mit der Betriebskommission ausarbeitete. Details wurden nicht genannt. Enersys mit Sitz in Pennsylvania werde rund 10 Betroffene weiterbeschäftigen.

Abschluss der Restrukturierungen

Für Leclanché bedeute der Ausstieg den Abschluss der 2003 begonnenen Restrukturierung, hiess es im Communiqué. Noch im Februar hatte German Capital erklärt, sie habe keine Pläne für Restrukturierungen und schmerzhafte Einschnitte bei Leclanché.

Leclanché ist nun auf moderne Technologien wie Lithium-Ion-Batterien fokussiert. Im Rahmen dieser Strategie übernahm Leclanché den bayerischen Batterieproduzenten Bullith. Deren Minibatterien, die beispielsweise in Hörgeräten oder der Unterhaltungselektronik verwendet werden, sollen höhere Margen bringen.

Lechlanché strebt in Kürze wieder schwarze Zahlen an, nachdem im ersten Halbjahr 2006 noch ein Verlust von 1,41 Mio. Fr. angefallen war.

(ht/sda)

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