Lebensmittel-Importe in die Schweiz gestiegen
publiziert: Mittwoch, 24. Dez 2008 / 16:43 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 24. Dez 2008 / 17:45 Uhr

Bern - Der Bauernverband blickt auf das Jahr 2008 zurück: Trotz erfreulicher Erntemengen machen den Landwirten hohe Produktionskosten zu schaffen. Ausserdem müssen ihre Produkte vermehrt mit ausländischer Ware mithalten.

Die Ernten fielen üppig aus.
Die Ernten fielen üppig aus.
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Das Wetter habe 2008 für gute Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft gesorgt. Vor allem der Sommer sei warm gewesen. Und geregnet habe es regelmässig und ergiebig. Entsprechend üppig fielen die Ernten aus.

Mit 438'000 Tonnen geerntetem Brotgetreide erholte sich die Branche vom schlechten Vorjahr. Dieses war vor allem wegen eines nassen Sommers enttäuschend ausgefallen. Die Gemüsebauern produzierten mehr Salat als im Jahr zuvor. Sie mussten aber deswegen und wegen Konkurrenz aus dem Ausland tiefere Preise in Kauf nehmen.

Kartoffelanbauflächen rückläufig

Erneut rückläufig war hingegen die Anbaufläche bei den Kartoffeln: Sie ging um 5 % zurück. Ein bedeutender Teil der Nachfrage musste durch Einfuhren gedeckt werden.

Ein ausgeprägt schlechtes Jahr hatten einzig die Obstbauern. Noch nie seien mit 3300 Tonnen so wenig Tafelbirnen eingelagert worden, heisst es. Bei den Äpfeln verfehlten die Obstbauern das Ziel (57'000 Tonnen) jedoch nur knapp. Die Weinernte ist laut Bauernverband sowohl in der Menge wie auch in der Qualität sehr gut. Nur die Weinbauern im Tessin erlitten Verluste.

Im Milchsektor war das vergangene Jahr durch den Milchstreik geprägt, der im Sommer zu einer Milchpreiserhöhung für die Produzenten führte - aber auch eine Milchschwemme auslöste.

Milchkühe begehrt

Milchkühe waren wegen der höheren Milchpreise begehrt. Folglich lag der Preis für Milchkühe im Sommer um 400 Franken über dem Vorjahrspreis. Das geringe Angebot wirkte sich zudem auch auf den Markt für Schlachtvieh aus: Mit 12'750 Tonnen musste viermal mehr Kuhfleisch importiert werden als 2007.

Die Importmenge nahm auch beim Schweine- und Geflügelfleisch und bei den Eiern deutlich zu. Schweinefleisch wurde doppelt so viel eingeführt wie voriges Jahr; bei den Eiern reichten die Zollkontingente erstmals nicht aus. Die grosse Nachfrage nach Poulets konnte die einheimische Produktion trotz Mengensteigerung ebenfalls nicht befriedigen.

(tri/sda)

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