Landwirtschafts-Charta für mehr Qualität
publiziert: Montag, 18. Jun 2012 / 15:11 Uhr
Johann Schneider-Ammann
Johann Schneider-Ammann

Bern - Zusammen mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann haben am Montag Bauern und Lebensmittelbranche eine Qualitätscharta präsentiert. 119 Organisationen und Firmen haben die Charta bisher unterschrieben. An der Feier im Berner Stade de Suisse gab es aber auch gewichtige Abwesende.

Treuhandstelle für kleine Unternehmen. Beratung und Software für Landwirtschaft, Gewerbe und KMU.
Pinus AG
Dorfstrasse 48
8542 Wiesendangen
1 Meldung im Zusammenhang
Die vierseitige Charta will Schweizer Bauern und Verarbeiter von Lebensmittel dazu anhalten, umwelt- und tiergerecht zu produzieren. In einer «gelebten Partnerschaft» aller Akteure sollen die Schweizer Lebensmittel auch weiterhin höchsten qualitativen Ansprüchen genügen.

Bundesrat Schneider-Ammann sagte an der Feier, durch Partnerschaften werde Mehrwert für alle geschaffen. Auch sei es wichtig, dass die Branche ihre Wettbewerbsfähigkeit stärke und sich für die fortschreitende Liberalisierung rüste.

Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat, welches das Projekt begleitete und als Moderator tätig war, haben die Charta bisher 119 Vereinigungen und Unternehmen unterschrieben. «Das ist ein gutes Zeichen», sagte BLW-Sprecher Jürg Jordi mit Blick Misstöne der vergangenen Wochen.

Schon früh zog sich das Konsumentenforum zurück. Die bürgerlich orientierte Organisation störte sich daran, dass die Charta einen Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen vorschreibt. Eine schlechtere Qualität von Gentech-Produkten sei nicht erwiesen, argumentierte das Konsumentenforum.

Keine Marktöffnung, keine Charta

Auch die Lebensmittelmultis Nestlé und Unilever sowie die Föderation der Schweizerischen Lebensmittel-Industrien (fial) haben das Dokument nicht unterzeichnet. Die Migros wiederum ist nur halbherzig dabei. Sie hat die Charta zwar unterschrieben, nahm aber nicht an der Feier in Bern teil.

Nestlé Schweiz teilte auf Anfrage mit, dass das Unternehmen die Ziele der Charta zwar unterstütze. Doch ein wichtiger Grund, wieso überhaupt eine solche Charta ausgearbeitet wurde, sei in der Zwischenzeit weggefallen: Das Parlament hat die Verhandlungen mit der EU über ein Agrarfreihandelsabkommen sistiert.

Wenn es kein liberalisiertes oder teilliberalisiertes Marktumfeld gebe, sei auch eine gemeinsame Offensive zugunsten des Exportes nicht nötig, teilte Nestlé Schweiz mit. Bei der Migros hiess es auf Anfrage, das Unternehmen beurteile die PR-Aktion in Bern als unglücklich. Die Charta sei eigentlich als Begleitmassnahme zur umfassenden Marktöffnung gedacht gewesen.

BLW-Sprecher Jordi sagte dazu, nun hätte die gemeinsame Präsenz auf ausländischen Märkten tätsächlich nicht mehr erste Priorität. Vielmehr wolle sich die Branche auf das Inland konzentrieren. Denn es würden immer mehr ausländische Produkte auf den Schweizer Markt kommen.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Agrarpolitik 2014-2017 des Bundes koppelt die Direktzahlungen verstärkt an bestimmte Leistungen. Damit zeigt sich die Kleinbauern-Vereinigung ... mehr lesen
Bauer ohne Lehrabschluss oder Attest haben heute keine Chance mehr. (Symbolbild)
Landwirtschaftliches Zubehör
Agro Weber
Dietrütistrasse 3
9525 Lenggenwil
Treuhandstelle für kleine Unternehmen. Beratung und Software für Landwirtschaft, Gewerbe und KMU.
Pinus AG
Dorfstrasse 48
8542 Wiesendangen
Die Experten für den Boden
Im wechselhaften Mai hatten die Erdbeer-Produzenten etwas zu kämpfen, die erste Juni-Hälfte liess das dann aber vergessen.
Im wechselhaften Mai hatten die Erdbeer-Produzenten ...
Landwirtschaft  Zug - Trotz des verregneten Sommers haben die Schweizer Obstbetriebe eine reiche Ernte an Sommerfrüchten eingefahren. Bei den Erdbeeren gab es sogar eine Rekordernte und auch die Qualität liess nichts zu wünschen übrig, wie der Schweizer Obstverband meldet. 
2014 ist ein gutes Apfeljahr Bern - Die diesjährige Apfelernte ist vielversprechend. Den Schweizer Konsum vermag sie aber ...
Agrarpolitik  Bern - Während die Bauern das Rad der Zeit zurückdrehen wollen, bleibt der Bundesrat in der Landwirtschaftspolitik auf dem eingeschlagenen Kurs. Für die Bauern heisst das vor allem: Mehr Effizienz, mehr Markt. Für das Anliegen der Ernährungssicherheits-Initiative hat der Bundesrat aber grundsätzlich Verständnis.  
Initiativen sind zu einer wichtigen Wahlkampflokomotive geworden.
Ruhe vor dem Wahlkampfsturm Bern - Auch 2015 werden wieder viele Parteien mit Volksbegehren auf Stimmenfang gehen. Von einer Initiativen-Flut wie bei den letzten ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1033
    Gold scheffeln bringt nichts. Wenn mans braucht, wills keiner und wenn alle es wollen, ... gestern 18:59
  • HeinrichFrei aus Zürich 347
    Korrektur: CH-Gold lagert nicht in USA, wie ich schrieb Das Gold der Schweiz wird nicht in den USA aufbewahrt, wie ich schrieb. ... gestern 07:39
  • HeinrichFrei aus Zürich 347
    Gold in Bunkern der Schweiz lagern, nicht mehr in den USA Wenn sogar die SVP die Nein-Parole zu der Goldinitiative ausgegeben ... Do, 30.10.14 22:12
  • tigerkralle aus Winznau 102
    Täglich Täglich eine Hiobsbotschaft von den Schweizer Banken .Da gibt des ... Do, 30.10.14 09:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2543
    Wann... hat man beim "World Economic Forum (WEF)" das letzte Mal nachgesehen, ... Di, 28.10.14 16:09
  • tigerkralle aus Winznau 102
    Am Pranger Das ist sehr beschämend , wo die UBS überall am Pranger steht .In ... Di, 28.10.14 08:54
  • LinusLuchs aus Basel 39
    Höchst demokratiefeindlich Der Leistungsauftrag der SRG hat in unserer Demokratie eine ... Do, 23.10.14 15:07
  • tigerkralle aus Winznau 102
    Ecopop löst keine Probleme Frau Sommaruga , Ecopop löst sicher nicht alle Problehme , aber Sie ... Di, 14.10.14 13:04
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
MAKE UP BAR GENEVE Logo
28.10.2014
SIGEF
Social Innovation and Global Ethics Forum Logo
28.10.2014
27.10.2014
KANZLEI + Logo
27.10.2014
Le TIGRE Logo
27.10.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 9°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 5°C 14°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 8°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 4°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 7°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 5°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 8°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten