Lagerpläne für Atomabfälle: Kantone protestieren
publiziert: Donnerstag, 6. Nov 2008 / 12:14 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Nov 2008 / 15:57 Uhr

Bern - Sechs Regionen eignen sich nach Ansicht der Nagra geologisch zum Bau von Tiefenlagern für radioaktive Abfälle in der Schweiz. Sie wurden in Bern von der Genossenschaft und dem Bundesamt für Energie (BFE) den Medien vorgestellt.

Nidwalden stehe für ein Endlager nicht zur Verfügung.
Nidwalden stehe für ein Endlager nicht zur Verfügung.
9 Meldungen im Zusammenhang
Für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sind laut Nagra geeignet: der Südranden SH, das Zürcher Weinland ZH/TG, der Nördlich Lägeren ZH/AG, der Bözberg AG, der Jurasüdfuss SO/AG und der Wellenberg NW/OW.

Zürcher Weinland, Nördlich Lägern und Bözberg kämen auch für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle in Frage.

Diese möglichen Standortgebiete werden nun in drei mehrjährigen Etappen und in Zusammenarbeit mit den betroffenen Regionen eingehend geprüft und «eingeengt».

Definitive Entscheide fallen in rund zehn Jahren. Ziel ist es, 2030 ein Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle und 2040 ein solches für hochradioaktive Abfälle in Betrieb zu nehmen.

Unverständliche Auswahl

Die Nidwaldner Regierung ist überrascht, dass der Wellenberg erneut als möglicher Standort für ein Atommülllager in Frage kommt. Sie habe kein Verständnis für diese Standortauswahl, teilte sie mit.

Noch im April habe Bundesrat Moritz Leuenberger die Öffentlichkeit wissen lassen, der Wellenberg könne aus demokratischen Gründen als Standort für ein Tiefenlager nicht mehr in Betracht gezogen werden, schreibt die Nidwaldner Regierung.

Auch die Obwaldner Regierung lehnt ein Lager für Atomabfälle im nidwaldnischen Wellenberg ab. Dies weil davon die Obwaldner Tourismusdestination Engelberg betroffen wäre.

Nur Thurgauer Regierung zufrieden

Ebenso kommt es auch für den Zürcher Regierungsrat gegenwärtig nicht in Frage, im Kanton Zürich ein Atommülllager zu bauen. Er hat sich gegen die beiden möglichen Standorte im Zürcher Unterland und im Weinland ausgesprochen.

Auch die Schaffhauser Regierung lehnt die Gebiete «Südranden» und «Zürcher Weinland» als Standorte zur Lagerung atomarer Abfälle ab.

Der Solothurner Regierungsrat fordert, dass bei der Suche nach einem Endlager für Atomabfälle die Sicherheit oberste Priorität hat.

Bei der Suche nach einem Endlager will der Aargauer Regierungsrat mit dem Bund zusammenarbeiten, fordert jedoch mehr Mitsprache und kritisiert den «starken Fokus auf den Aargau».

Nur die Thurgauer Regierung ist mit dem bisherigen Vorgehen der Nagra zur Evaluierung möglicher Standorte für die Lagerung radioaktiver Abfälle zufrieden.

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Nuklearexperte Marcos Buser ist aus Protest aus der Eidg. Kommission für ... mehr lesen
«Die Lagersuche ist grundsätzlich falsch konzipiert.»
Das Volk wird etwa 2019 an der Urne über den Standort entscheiden. (Symbolbild)
Oberbözberg - Rund 400 Personen haben sich am Donnerstagabend in Oberbözberg AG über ein mögliches Atommüllendlager in der Region informieren lassen. Der Tenor war mehrheitlich skeptisch bis ... mehr lesen
Stans - Rund 500 Personen machten es am Abend in Stans klar: Sie wollen kein ... mehr lesen 1
Gegen das Endlager regt sich bisher nur verhaltener Protest. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Baudirektor Beyeler vertrat die Haltung des Regierungsrates.
Aarau - Im Kanton Aargau formiert ... mehr lesen
Benken - Rund 2000 Personen haben am Nachmittag in Benken ZH an einer ... mehr lesen
«Klar! Schweiz» strebt den Ausstieg aus der Atomenergie an.
Radioaktiver Abfall wird in der Schweiz momentan nur zwischengelagert.
Wettingen - Eine Mehrheit der Bevölkerung will gemäss einer Umfrage der Nagra, dass radioaktive Abfälle innerhalb der Schweiz nachhaltig entsorgt werden. Zudem glaubt eine Mehrheit, dass ... mehr lesen
Bern - Parteien und Verbände sind sich nicht einig, wie gross das geplante Endlager für radioaktive Abfälle werden soll. SVP und CVP verlangen, dass auch Platz für den Abfall künftiger Atomkraftwerke einberechnet wird. SP und Grüne lehnen dies ab. mehr lesen 
Richtig!!!
Den Atom-"Dreck" den man selber produziert, soll man auch im eigenen Land entsorgen. Da wir auch in fernerer Zukunft auf Atomstrom angewiesen sein werden, müssen auch Endlager in der Schweiz gefunden werden. Ein totaler Ausstieg aus der Amtonstromproduktion schafft Abhängigkeiten von ausländischen Anbietern. Auch die müssen die Abfälle entsorgen, auch zum Teil in deren Ländern.
Und dann noch dies: Ein Schweizer Atomkraftwerk mit hohem Sicherheitsstandard ist mir lieder, als eines "ennet" der Schweizer Grenze, wie das in Tschechien oder eines in Frankreich.
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Publinews Die Strompreise für 2020 steigen um 1 Prozent  Die Strompreise für 2020 steigen laut der Aufsichtsbehörde Elcom um 1 Prozent. Eine wichtige Komponente sind die Netztarife - sie werden im Monopol verrechnet. Die «Handelszeitung» hat sie nach Kantonen und Stromverteilern ausgewertet. mehr lesen  
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Höhere Effizienz als Hauptziel  Schon minimale Defekte von Perowskit-Kristallstrukturen können die Umwandlung von Licht in ... mehr lesen  
Solarmodule: Forscher wollen defektfreie Zellen.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov am Laptop
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die nötigen Behördengänge Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) baut den Online-Schalter für Unterneh-men EasyGov.swiss bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. Mit ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Covid-19 verändert.
Publinews Wenn man von Corona (oder auch von COVID-19) spricht, dann hört man immer wieder, dass sich die Dinge massgeblich verändert haben. Dies betrifft ... mehr lesen
Liquidität einfach sicherstellen.
Publinews Die Liquidität eines Unternehmens ist seine kurzfristige Zahlungsfähigkeit. Die Planung der flüssigen Mittel ist im ... mehr lesen
Ideales Mass an Fitness mit alternativem Gerät.
Publinews Wer möchte nicht gerne gleichzeitig stark sein und über genügend physische Ausdauer verfügen. Es gibt viele Methoden, zu diesem Ziel zu gelangen. ... mehr lesen
Online-Banken auf der Überholspur.
Publinews Vor Jahren hat man sich noch in der Bankfiliale mit seinem persönlicher Berater getroffen, um sodann über die neuesten Entwicklungen zu reden, die Entwicklung des ... mehr lesen
Bundeshaus
Publinews Die Schweizer Regierung unterstützt Blockchain-Start-ups beim Geschäftsaufbau, indem sie mit neuen Gesetzen die rechtlichen Hürden für ... mehr lesen
Konzentration auf rein pflanzliches Essen.
Publinews Für Gastronomiebetreiber in der Schweiz wird Nachhaltigkeit aus Imagegrün-den immer wichtiger. Doch was bedeutet der Nachhaltigkeitstrend für Gastro-nomen ... mehr lesen
Geduld und Zeit.
Publinews Einige Fragen werden gestellt, die wohl so alt wie die Börse selbst sind. Dazu gehört etwa die (fast schon traditionelle) Frage, die gerne von Anfängern ... mehr lesen
2,6 Prozent der Rendite lassen sich auf die Dividenden.
Publinews Wer sein Geld gewinnbringend veranlagen möchte, der muss sich heute gegen das klassische Sparbuch oder Tages- wie Festgeld entscheiden. Denn die ... mehr lesen
Geräte im Homeoffice
Publinews In einigen Betrieben wurde die Arbeit im Homeoffice bereits teilweise als Option bereitgestellt. Spätestens seit der Corona-Krise musste ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
TilliT Logo
25.09.2020
25.09.2020
25.09.2020
NEWAGE Logo
25.09.2020
careuokin Logo
25.09.2020
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 6°C 12°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Basel 7°C 12°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 4°C 12°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 6°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 6°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Genf 8°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 8°C 16°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten