IWF-Direktorin noch nicht müde
Lagarde kandidiert für zweite Amtszeit
publiziert: Freitag, 22. Jan 2016 / 08:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Jan 2016 / 11:50 Uhr
Christine Lagarde will IWF-Chefin bleiben.
Christine Lagarde will IWF-Chefin bleiben.

Paris - Christine Lagarde tritt noch einmal als IWF-Chefin an. Sechs Monate vor dem Ende ihrer Amtszeit gibt die Französin ihre erneute Kandidatur für den Spitzenposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) bekannt. In der Heimat droht ihr derweil ein Gerichtsverfahren.

2 Meldungen im Zusammenhang
"Ja, ich bin Kandidatin für eine zweite Amtszeit", sagte die Französin am Freitag dem TV-Sender France 2 beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie habe dafür Unterstützung erhalten etwa aus Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, China oder Südkorea.

Die 60-Jährige war 2011 erstmals zur IWF-Chefin gewählt worden. Sie folgte auf Dominique Strauss-Kahn, der wegen eines Sex-Skandals von dem Amt zurücktreten musste. Lagardes Amtszeit endet im Juli. Eine mögliche Gegenkandidatur steht bisher nicht in Aussicht.

Vor Gericht

Die Chefin der mächtigen internationalen Finanzorganisation mit Sitz in Washington ist seit Jahren in ihrem Heimatland Frankreich mit Ermittlungen konfrontiert. Im Dezember entschied eine Untersuchungskommission, dass sie wegen einer umstrittenen Millionenzahlung zu ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin (2007 bis 2011) vor Gericht muss.

Lagarde hatte angekündigt, diese Entscheidung anfechten zu wollen. Der IWF hatte ihr im Lauf des Verfahrens stets sein Vertrauen ausgesprochen. Es geht um den Verdacht, Lagarde könne während ihrer Tätigkeit als Ministerin in Paris regelwidrig eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an Bernard Tapie ermöglicht haben. Der Geschäftsmann hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais beim Verkauf seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas geprellt gesehen und deswegen geklagt.

Zentrale Figur in der Euro-Schuldenkrise

Bevor Lagarde Chefin des IWF wurde, hatte sie bereits in der internationalen Finanzdiplomatie Karriere gemacht. Von 1999 bis 2004 leitete Lagarde die US-Kanzlei Baker & McKenzie und machte sich als Anwältin einen Namen.

Die zweifache Mutter und frühere Profi-Synchronschwimmerin kam als Quereinsteigerin in die Politik. 2007 holte sie der französische Präsident Nicolas Sarkozy auf den Posten der Wirtschafts- und Finanzministerin, als erste Frau in dieser Funktion.

Die gelernte Juristin, Ökonomin und Amerikanistin mit der charakteristischen weissen Kurzhaarfrisur - 2010 vom Magazin "Time" zu einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gekürt - hat aber nicht nur Bewunderer.

Krisen-Feuerwehr

Der IWF wurde unter ihrer Leitung zunehmend zu einer Krisen-Feuerwehr nicht nur für Entwicklungsländer, sondern auch für viele unter der Staatsschuldenkrise ächzende Euroländer. Die harten Spar- und Haushaltsauflagen des IWF für überschuldete Staaten wie Griechenland trugen auch der disziplinierten Lagarde Kritik ein.

Sie gilt als gut vernetzte, geschickte Verhandlerin. An der Spitze des IWF ist sie die erste Frau und eine der zentralen Figuren in der Euro-Schuldenkrise. Der IWF gilt neben der Weltbank und der Welthandelsorganisation WTO als eine der mächtigsten Institutionen der Weltwirtschaft.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Beim Internationalen ... mehr lesen
IWF-Chefin Christine Lagarde kandidiert für eine zweite Amtszeit.
Christine Lagarde wird Fahrlässigkeit vorgeworfen. (Archivbild)
Paris - IWF-Chefin Christine Lagarde soll wegen einer umstrittenen Millionenzahlung zu ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin vor Gericht. Dies entschied die ... mehr lesen
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien überwiesen.
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien ...
Konto auf Bahamas aufgegeben  Buenos Aires - Der argentinische Präsident Mauricio Macri will sein auf den Bahamas geparktes Geld nun in Staatsanleihen in der Heimat investieren. Er habe den Verwalter des Kontos angewiesen, die 1,2 Millionen US-Dollar aus der Karibik nach Argentinien zu überweisen. mehr lesen 
Fassungslos und tief erschüttert  Zürich - Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn hat sich das Leben genommen. Er wurde 59 Jahre alt. Für den Konzern ist es bereits der zweite Suizid eines hochrangigen Managers innert ... mehr lesen
Senn war sechs Jahre lang Zurich-Chef.
Janet Yellen hat die Märkte auf die Zinserhöhung vorbereitet.
Geldpolitische Straffung  Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Märkte auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet. ... mehr lesen  
Hohe Bankgebühren  Bern - Bankkunden sehen oft davon ab, ihr Konto aufzulösen oder ihre Wertschriften zu transferieren. Schuld daran sind die Gebühren der ... mehr lesen  
Banken haben die Erwartungen nicht erfüllt.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Energie sparen, Elektroauto
Startup News So spart man mit dem Elektroauto Die Anschaffung eines Elektroautos mag sich für manche immer noch ein wenig futuristisch anhören, sind sie ja tatsächlich in der Form, wie wir sie heute kennen, erst ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Primär für KMU und Start-ups. In zwei Stunden erhalten die Teilnehmer einen vertieften Einblick, was heute im Marketing wichtig ist und wie man geplante Massnahmen richtig umsetzt.
Publinews Der international erfolgreiche sowie ausgewiesene Marketing- und KMU-Experte Benno Stäheli zeigt in kostenlosen Workshops auf, wie KMU auch im ... mehr lesen
Volles Plenum bei der Keynote von Christian Gisi -
 Mammut Sports Group.
Publinews 10 Jahre SOM - am 18. und 19. April auf der Messe Zürich  Die SOM ist das Schweizer Gipfeltreffen für eBusiness, Online Marketing und Direct Marketing. Am 18. und 19. April feiert die Fachmesse ihr zehnjähriges Jubiläum ... mehr lesen
ASPSMS ist durch die Mobile Messaging Einstellungen nun ein Bestandteil von Matomo.
Publinews Benachrichtigungen per SMS  Matomo, ehemals Piwik, ist eine weltweit führende Open Source Analytics-Anwendung. Sie kann sowohl lokal als auch in der Cloud installiert werden. ... mehr lesen
Empörte oder enttäuschte Kunden können über die sozialen Medien sehr leicht einen Shitstorm erzeugen, der dem Ansehen eines Unternehmens grossen Schaden zufügen kann.
Publinews GSD Master AG  Martin Schranz ist ein Unternehmer, dessen Erfolg vor allem auf sein Durchhaltevermögen zurückzuführen ist. Nach zahlreichen Rückschlägen hat er die ... mehr lesen
Mithilfe Vergleichsportalen können Kunden nicht nur bei einer Bank die Konditionen erfragen, sondern in kurzer Zeit gleich mehrere Banken miteinander vergleichen.
Publinews Zentralstelle für Kreditinformation  Verbraucher, die einen neuen Kredit aufnehmen möchten, sehen sich bei der Beantragung mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Eine der Hürden bei der Kreditvergabe ist ... mehr lesen
Flyer von Flyeralarm
Startup News FLYERALARM  FLYERALARM zählt zu den führenden Online-Druckereien Europas im B2B-Bereich. 2002 gegründet, beschäftigt das Familienunternehmen heute knapp ... mehr lesen
Auto auf Schnellstrasse
Publinews so profitiert auch Autoteilhändler Autodoc vom Boom  Für die Autodoc GmbH liefen die letzten Geschäftsjahre gut - alleine 2016 verzeichnete das Berliner Unternehmen einen Gesamtumsatz von 118,5 Millionen Euro. Das ... mehr lesen
Team von AquAero beim StartUpForum Aargau
Startup News StartUpForum Aargau  Christoph Müller und Thomas Manyoky, AquAero GmbH, berichten am StartUpForum Aargau über Ihre Erfahrungen als Jungunternehmer ... mehr lesen
Coworking in Solothurn
Startup News Von Adriana Gubler, Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn  Die Forschungs- und Hochschulstandorte sind die grossen Start-up-Motoren der Schweiz. Aber auch im Kanton Solothurn entwickelt sich eine vielfältige ... mehr lesen
Nahaufnahme eines Lochblechs
Publinews Lochblech - was ist das überhaupt?  Lochblech findet inzwischen in vielen verschiedenen Bereichen Einsatz: in der Industrie, in der Architektur und sogar beim Kfz-Tuning. ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
16.02.2018
16.02.2018
mona Logo
16.02.2018
REBEL mentalworks Logo
15.02.2018
15.02.2018
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 0°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Wolkenfelder, Flocken
Basel 0°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Wolkenfelder, Flocken
St. Gallen -2°C 1°C Wolkenfelder, Flockenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Wolkenfelder, Flocken
Bern -1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bewölkt, etwas Schnee
Luzern 0°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bewölkt, etwas Schnee
Genf 2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Wolkenfelder, Flocken
Lugano 2°C 8°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten