L.A. sagt Plastiksäcken und Fastfood den Kampf an
publiziert: Mittwoch, 23. Jul 2008 / 16:28 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 23. Jul 2008 / 17:09 Uhr

Los Angeles - Los Angeles sagt Plastiksäcken und Fastfood den Kampf an: Der Stadtrat der zweitgrössten US-Metropole beschloss ein Verbot von Plastiksäcken ab 2010. Er will ausserdem keine neuen Fastfood-Restaurants in den Armenvierteln.

Viele sind von Übergewicht betroffen. (Symbolbild)
Viele sind von Übergewicht betroffen. (Symbolbild)
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Das Gesetz verbietet Supermärkten, Drogerien und anderen Geschäften ab dem 1. Juli 2010 die Ausgabe von Plastiksäcken an die Kunden. Vielmehr sollen die fast vier Millionen Einwohner der Stadt ihre eigenen Taschen zum Einkaufen mitbringen.

Wer das nicht schafft, muss für 25 Cent einen Sack aus wiederverwertbarem Material kaufen. Laut Hochrechnungen werden in Los Angeles derzeit jedes Jahr 2,3 Milliarden Plastiksäcke unters Volk gebracht. Vorreiter im Kampf gegen Plastiksäcke ist in den USA San Francisco, wo diese im vergangenen Jahr verboten wurden.

Traditionelle Restaurants geplant

In Sachen Fastfood beschloss der Stadtrat die Einsetzung eines Sonderausschusses, der ein Verbot neuer Ess-Buden im Süden der Stadt auf den Weg bringen soll. Dieses Verbot, das ein Jahr gelten und verlängerbar sein soll, muss vom Stadtrat verabschiedet werden.

Im Süden der Millionenmetropole leben vorrangig Schwarze und Hispanics, Bevölkerungsgruppen, die besonders von Übergewicht betroffen sind. In Los Angeles ist jedes vierte Kind zu dick, in den von dem Verbot betroffenen Stadtteilen jedes dritte.

Der Stadtrat plant ausserdem, in diesen Vierteln die Eröffnung von traditionellen Restaurants sowie von Supermärkten mit gesunden Lebensmitteln im Angebot zu fördern.

(tri/sda)

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