Krisengipfel: Moskau will Börsen stützen
publiziert: Freitag, 10. Okt 2008 / 20:01 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Okt 2008 / 23:50 Uhr

Moskau - Zur Stützung des kriselnden Finanzsystems in Russland hat das Parlament in Moskau ein umgerechnet fast 100 Mrd. Fr. schweres Rettungspaket verabschiedet. Mit dem Geld sollen auch die Kurse an den heimischen Börsen gestützt werden.

Die Finanzkrise zieht auch den russischen Markt in Mitleidenschaft.
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Die russische Entwicklungsbank VEB erhält umgerechnet 55 Mrd. Franken aus der Währungsreserve und zusätzlich 19 Mrd. Franken aus dem Nationalen Wohlfahrtsfonds. Die Mittel sollen dann an die grössten Banken des Landes in Form von Krediten vergeben werden, wie die Agentur Interfax meldete.

Russlands grösste Geschäftsbank Sberbank erhalte aus dem Rettungspaket ein Darlehen der Zentralbank über 22 Mrd. Franken. Ministerpräsident Wladimir Putin teilte mit, dass die Regierung in der kommenden Woche mit dem Kauf von Wertpapieren russischer Unternehmen beginne. Dafür seien 175 Mrd. Rubel (7,6 Mrd. Fr.) bereitgestellt.

Rettungspaket in Deutschland

Unterdessen arbeitet die deutsche Regierung an einem umfassenden Rettungspaket für das deutsche Finanzsystem nach britischem Vorbild.

Ein führender Politiker der Regierungskoalition bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Die Welt».

Treffen am Sonntag

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Gruppe treffen sich an diesem Sonntag in Paris, um über Wege aus der Finanz- und Bankenkrise zu beraten. Das teilte das französische Präsidialamt am Abend mit.

An dem Eurostaaten-Krisengipfel nehmen auch die Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission teil.

(ht/sda)

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