Knappheit auf dem Wohnungsmarkt in der Schweiz
publiziert: Freitag, 27. Sep 2002 / 12:02 Uhr

Neuenburg - Wer in der Schweiz eine Wohnung sucht, hat es schwerer denn je. Die Anzahl Leerwohnungen geht stetig zurück, das Angebot wird in gewissen Kantonen immer knapper. Im Moment stehen noch 40 600 Wohnungen leer - 15 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Die Leerwohnungsziffer ist damit von 1,34 auf 1,13 Prozent geschrumpft, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Die am 1. Juni leer stehenden 40 600 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Einfamilienhäuser bedeuten einen realen Rückgang von 7100 Einheiten gegenüber dem Vorjahr.

Dies ist nach dem Rekordergebnis von 1998 der vierte Rückgang in Folge. Die Situation ist auf die Verringerung der Anzahl neuer Wohnungen sowie auf die Zunahme der Wohnbevölkerung zurückzuführen.

Die Leerwohnungsziffer ist in den Kantonen Glarus (3,05%), Tessin (2,61%) und Thurgau (2,47%) am höchsten. Am unteren Ende der Rangliste finden sich Genf (0,25%), Zug (0,35%) und Zürich (0,39%). In absoluten Werten ist die Anzahl Leerwohnungen in den Kantonen Bern, Tessin und St. Gallen am höchsten.

Verglichen mit 2001 registrierten die Kantone Bern, Aargau, St. Gallen und Waadt einen deutlichen Abbau. Letzterer verzeichnete mit einem Minus von 25 Prozent einen markanten Einbruch. Neben dem Tessin, wo die Leerwohnungen um 290 Einheiten zunahmen, warteten auch Zug und Graubünden mit minimen Steigerungen auf.

Im Gegensatz zum Vorjahr verringerte sich die Anzahl Leerwohnungen in Einfamilienhäusern um 2,5 Prozent, und jene in Neubauten setzte ihre Talfahrt fort. Die zur Miete ausgeschriebenen Leerwohnungen gingen um 17 Prozent zurück (-6700 Einheiten), die zum Verkauf ausgeschriebenen um 5 Prozent (-430 Einheiten).

Fast alle Wohnungskategorien verzeichnen weniger Leerwohnungen. Gemessen am Vorjahr lag die Zahl Leerwohnungen mit einem und zwei Zimmern 1370 bzw. 1480 Einheiten tiefer (-20% und -17%).

Daneben gab es eine Reduktion von 16 Prozent bei den Drei-, von 13 Prozent bei den Vier- und von 8 Prozent bei den Fünfzimmerwohnungen. Einzig Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern hielten den Vorjahresstand.

(sda)

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