Kein Eigenhandel-Verbot
Keine weiteren Massnahmen gegen Bankenpleiten
publiziert: Dienstag, 20. Dez 2011 / 11:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Dez 2011 / 15:27 Uhr
Die Banken in der Schweiz sollen weiterhin eigenständig handeln dürfen.
Die Banken in der Schweiz sollen weiterhin eigenständig handeln dürfen.

Bern - Den Schweizer Banken soll der Eigenhandel nicht verboten werden. Zudem sollen Manager von Finanzinstituten, denen der Staat unter die Arme greifen musste, nicht mit einem Berufsverbot belegt werden. Der Ständerat hat entsprechende Motionen abgelehnt.

5 Meldungen im Zusammenhang
Anita Fetz (SP/BS) forderte, den Universalbanken den Eigenhandel im Grundsatz zu verbieten. Nur so könnten Riesenverluste vermieden werden, wie sie etwa die UBS durch einen einzelnen Händler in London erlitten habe. Erlauben wollte Fetz nur noch den Handel mit Obligationen der öffentlichen Hand sowie den geschäftsnotwendigen Eigenhandel. Die Regeln sollte die Finanzmarktaufsicht Finma bestimmt werden.

Nach Ansicht des Bundesrats und der Mehrheit des Ständerats ist dies nicht zielführend. Nicht nur die Definition des Eigenhandel sei problematisch. Es könne auch zu einer Verlagerung dieser Tätigkeiten in einen weniger regulierten Sektor (Hedge Fonds) kommen.

Kleine Kammer lehnt Motion von Fetz ab

Ausserdem habe die Schweiz mit der letzten September verabschiedeten Revision des Bankengesetzes die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass es künftig wieder zu ausserordentlichen staatlichen Eingriffen zum Schutz von Banken komme. Die kleine Kammer folgte diesen Argumenten und lehnte die Motion von Fetz mit 25 zu 11 Stimmen ab.

Die sogenannte «Too-big-to-fail»-Vorlage diente auch als Argument gegen zwei weitere Motionen der baselstädtischen Ständerätin. In der einen forderte sie ein Berufsverbot für die Verwaltungsräte einer Bank, die der Staat durch staatliche Interventionen unterstützen muss. Als ausserordentliche Interventionen gelten sollten laut Fetz nicht nur Finanzspritzen, sondern etwa auch die Weitergabe von Kundendaten ausserhalb bestehender Rechtswege.

Die Mehrheit vertrat dagegen im Einklang mit dem Bundesrat die Ansicht, dass es kein automatisches Berufsverbot geben soll. Bei einem Automatismus werde das individuelle Verhalten der Verwaltungsräte nicht genügend berücksichtigt. So komme das Berufsverbot einer Kollektivstrafe gleich.

Kostenübernahme für Staatseingriffe nicht regeln

Auch der Vater der Abzocker-Initiative, Thomas Minder (Parteilos/SH), warb für den Antrag. Das Volk verstehe nicht, wenn nach den Debakeln der letzten Jahre bei der UBS das Topmanagement vollkommen straffrei davon komme. Zumindest ein Berufsverbot müsse schon drohen. Der Rat folgte diesen Argumenten nicht und lehnte die Motion mit 21 zu 12 Stimmen ab.

Mit 20 zu 14 Stimmen lehnte es die kleine Kammer auch ab, die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass künftig systemrelevante Firmen für die Kosten aufkommen müssen, die aus der Verteidigung ihrer Interessen anfallen.

Fetz wollte so verhindern, dass das Parlament - wie im Fall UBS geschehen - einen speziellen Beschluss fällen muss, damit solche Kosten der Bank auferlegt werden können.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Für die systemrelevanten ... mehr lesen
Zeit bis 2018.
Basel - Der ehemalige Chef der ... mehr lesen 1
Der ehemalige Chef der Grossbank UBS, Oswald Grübel.
Banken müssen das Geld, das sie neu schaffen, zukünftig mit mehr realem Geld decken.
Bern - Für Schweizer Banken sollen ... mehr lesen
Bern - Die eidgenössischen Räte ... mehr lesen 1
Ziel der Räte ist es, die Vorlage noch in der laufenden Session unter Dach zu bringen
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien überwiesen.
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien ...
Konto auf Bahamas aufgegeben  Buenos Aires - Der argentinische Präsident Mauricio Macri will sein auf den Bahamas geparktes Geld nun in Staatsanleihen in der Heimat investieren. Er habe den Verwalter des Kontos angewiesen, die 1,2 Millionen US-Dollar aus der Karibik nach Argentinien zu überweisen. mehr lesen 
Fassungslos und tief erschüttert  Zürich - Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn hat sich das Leben genommen. Er wurde 59 Jahre alt. Für den Konzern ist es bereits der zweite Suizid eines hochrangigen Managers innert drei Jahren. 2013 hatte sich der damalige Finanzchef Pierre Wauthier das Leben genommen. mehr lesen  
Geldpolitische Straffung  Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Märkte auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet. Wahrscheinlich sei eine geldpolitische Straffung «in den kommenden Monaten ... mehr lesen
Janet Yellen hat die Märkte auf die Zinserhöhung vorbereitet.
Banken haben die Erwartungen nicht erfüllt.
Hohe Bankgebühren  Bern - Bankkunden sehen oft davon ab, ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov.swiss vereinfacht die Bürokratie für Startups
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die Bürokratie und die Finanzierung für Startups Viele Gründerinnen und Gründer wünschen sich, dass der Austausch mit den Behörden einfacher und schneller abgewickelt werden ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Schlüsseldienste versprechen bei einer Aussperrung schnelle und kompetente Hilfe.
Publinews Binnen weniger Sekunden ist es passiert: Die Tür fällt hinter Ihnen ins Schloss, und der Schlüssel befindet sich im Inneren des Hauses. ... mehr lesen
Eine Haustür kann mit Zusatzschlössern, Querriegeln und Schutzbeschlägen nachgerüstet werden.
Publinews Nach dem Erwerb einer Immobilie ist eine Bestandsaufnahme sinnvoll, um zu ermitteln, ob Sanierungsbedarf vorhanden ist. Für die betroffenen ... mehr lesen
Weltweite Einsetzbarkeit, hohe und bargeldlose Zahlungssicherheit - die Kreditkarte überzeugt seit jeher mit vielseitigen Vorteilen.
Publinews Immer häufiger kommt sie in Alltag, Urlaub oder bei der Arbeit zum Einsatz. Kein Wunder, denn sie bietet eine Vielzahl an Leistungen und Extras. Die Kreditkarte existiert ... mehr lesen
Wer sich als Unternehmen der Online-Welt verschliesst, der grenzt damit auch wichtige Kunden und Absatzkanäle aus.
Publinews Dass sich grosse Unternehmen es sich nicht nehmen lassen, umfangreichen Online-Aktivitäten nachzugehen, ist heute selbstverständlich. Kleinere und mittlere Unternehmen, ... mehr lesen
Wohnung putzen? Gönnen Sie sich eine professionelle Reinigungsfirma.
Publinews Es mag tatsächlich Menschen geben, die meinen, dass das Putzen der Wohnung oder des Hauses ihnen einen grossen Spass bereitet. Wenn man zu diesen Menschen ... mehr lesen
Damit man herausfinden kann, welche Sanierungsarbeiten getätigt werden müssen, muss man einen Sachverständigen beauftragen.
Publinews Wenn der Putz bröckelt und der Wind durch die alten Fenster pfeift, dann wird es so langsam an der Zeit das Haus zu sanieren. Unter Sanierung wird die Wiederherstellung des Bauwerks ... mehr lesen
Schulkids
Publinews Vielleicht kennen Sie den Klassiker aus den 1980 er Jahren, in dem der österreichische Popsänger Falco den Titel «Nie mehr Schule» anklingen liess. Damals wie heute für viele Kinder und ... mehr lesen
Videos werden in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger - der User favorisiert dieses Medium.
Publinews Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und bringt den Menschen wie den Unternehmen wunderbare Möglichkeiten. Viele Tätigkeiten werden ... mehr lesen
Viele Offshore Firmen für Aktenschränke und andere Produkte haben sich in der Schweiz niedergelassen.
Publinews Im Jahr 2018 ist die Schweizer Wirtschaft kräftig gewachsen. Doch waren die guten Resultate im zweiten Halbjahr eher verhalten. Seit diesem ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
15.08.2019
15.08.2019
15.08.2019
15.08.2019
15.08.2019
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 18°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Basel 16°C 18°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 15°C 16°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Bern 15°C 18°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Luzern 16°C 18°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Genf 16°C 18°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 22°C 26°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten