Kein Entscheid über Zweitwohnungs-Verordnung
publiziert: Mittwoch, 15. Aug 2012 / 13:15 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Aug 2012 / 15:38 Uhr
Noch kein Bundesratsentscheid über Zweitwohnungs-Verordnung.
Noch kein Bundesratsentscheid über Zweitwohnungs-Verordnung.

Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch keinen Entscheid über die Verordnung gefällt, welche die Umsetzung der angenommenen Zweitwohnungsinitiative bis zum Vorliegen eines Gesetzes regelt. Ein Inkrafttreten des Erlasses am 1. September bleibt weiterhin möglich.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser im Tessin Immobilien und Vermietungsservice
8 Meldungen im Zusammenhang
Der Bundesrat habe die Verordnung ein erstes Mal und kontrovers diskutiert, sagte Bundesratssprecher André Simonazzi vor dem Bundeshausmedien in Bern. An der nächsten oder übernächsten Sitzung werde die Beratung weitergeführt. Sobald die Landesregierung mit ihren Diskussionen an ein Ende gelangt sei, werde die Öffentlichkeit informiert.

Ein Inkrafttreten der Verordnung und der damit verbundene Baustopp für Zweitwohnungen in Gemeinden mit einem Zweitdomizil-Anteil von über 20 Prozent am 1. September ist damit nicht vom Tisch, unterstrich Simonazzi.

Es liege in der Kompetenz des Bundesrates, diesen Termin festzulegen, selbst wenn ein Entscheid erst an der übernächsten Sitzung fallen würde. Das wäre am 29. August.

Flut von Baugesuchen

Der Baustopp, der in vielen Gemeinden wegen der Zweitwohnungs-Initiative droht, sorgte für eine Flut von Baugesuchen. In Laax GR beispielsweise sind im zweiten Quartal dieses Jahres Baugesuche für 252 Wohnungen eingegangen - normalerweise erhält die Gemeinde Gesuche für rund 15 Wohnungen.

Dies zeigt der von Credit Suisse und dem Schweizerischen Baumeisterverband publizierte Bauindex Schweiz. In Flims GR schnellte die Zahl der Baugesuche von 24 Wohnungen pro Quartal im langjährigen Mittel auf 193, in Savognin von 7 auf 44 hoch. Weniger Gesuche gab es dagegen in St. Moritz.

Thomas Rieder von der Credit Suisse geht davon aus, dass die Gesuchszahlen vor allem dort ansteigen, wo Bauprojekte bereits in Planung waren, wie er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Insgesamt sind im Kanton Graubünden allein im Mai und Juni 450 Gesuche eingegangen - dreimal mehr als im langjährigen Mittel. Einen Ansturm müssen auch einige Tourismusgemeinden im Berner Oberland oder im Wallis bewältigen.

Geforderte Gemeinden

In Saanen BE gingen in den ersten drei Monaten des Jahres Gesuche für 98 Wohnungen statt der üblichen 17 ein, im zweiten Quartal waren es noch 51. Mehr Gesuche gab es auch in der Berner Oberländer Gemeinde Lenk, nicht jedoch in Adelboden oder Kandersteg.

Ebenfalls einen Boom erlebt das Wallis

In Nendaz stieg die Gesuchszahl von 31 auf 101 Wohnungen im ersten und 141 im zweiten Quartal, in der Gemeinde Bagnes, in der Verbier liegt, waren es zuerst 46 und dann 100 Wohnungen statt durchschnittlich 25.

Ein Baugesuch bedeutet jedoch nicht, dass tatsächlich gebaut werden darf. Viele Gemeindeverwaltungen dürften der Antragsflut kaum gewachsen sein. Rieder geht aber davon aus, dass nun viele Gemeinden unter Hochdruck die hängigen Baugesuche abarbeiteten.

Wie viele davon bereits bewilligt worden sind, kann er aufgrund der verfügbaren Daten nicht sagen. Rieder erinnert daran, dass die Rechtskraft einer Baubewilligung durch Einsprachen auch noch verzögert werden kann.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
7
Forum
Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von 7 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (UREK) will die Zweitwohnungs-Initiative noch weniger streng umsetzen als der ... mehr lesen
Touristisch bewirtschaftete Wohnungen sollen gar nicht als Zweitwohnungen gelten.
Die Initiative verlangt eine Beschränkung der Ferienwohnungen.
Chur - Erstmals hat sich ein Gericht mit der umstrittenen Zweitwohnungsinitiative befasst: Das Verwaltungsgericht Graubünden ... mehr lesen
Bern - Der Ständerat möchte die Folgen der Zweitwohnungs-Initiative für die Tourismusregionen mildern und generell die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ... mehr lesen
Der Ständerat möchte generell die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Berggebiet verbessern. (Symbolbild)
Bern - Die Verordnung zur vorläufigen Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative tritt per Anfang 2013 in Kraft. Dieser Entscheid ... mehr lesen
Verordnung tritt Volkswillen laut Initianten mit Füssen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo Brentel. (Archivbild)
Bern - Der Präsident von hotelleriesuisse rechnet in den kommenden Jahren mit einer Beschleunigung des Hotelsterbens. Die Umnutzung in Zweitwohnungen sei deshalb eine gute ... mehr lesen
Montreux VD - Gemäss einer Studie könnten die wirtschaftlichen Folgen der Zweitwohnungs-Initiative beträchtlich sein. Allein im Wallis gehen demnach bis zu 3300 Arbeitsplätze verloren, 1000 sind es im Kanton Waadt. Nun werden weitere Forderungen zur Umsetzung der Initiative laut. mehr lesen 
Bern - Sowohl die Berner als auch die Bündner Regierung können mit der vorgeschlagenen Zweitwohnungsverordnung leben. Graubünden erwartet aber Verbesserungen beim definitiven Gesetz. Bern begrüsst vorerst die vorgeschlagene Besitzstandsregelung und hält die Definition von Zweitwohnungen für akzeptabel. mehr lesen  1
Ooooohh - sorry - ich Id...!
Da hat mir "Freud" wohl mitgespielt ...!

Danke für den Hinweis, Heidi - Der Bezug zur unsäglichen Partei ist aber nicht von der Hand zu weisen, denke ich. Wenn ich nicht völlig falsch liege, so hat auch hier wieder die Rechtsaussenpartei nicht wirklich engagiert mitgeholfen, dass die Ausführung dieser an sich richtigen Idee von Webers auf gute Art in die Gesetzgebung übergeführt werden kann!

Dass weiterhin so dreingehauen werden könnte, wie zum Beispiel in Andermatt mit diesem völlig überrissenen, irrwitzigen Ferien-Resortprojekt, das könnte und müsste in Zukunft auch anders gelöst werden.

E gueti Zyt u no einisch merci!
An thomy
Habe ich da was falsch verstanden? Ich hielt Herrn Weber bisher für einen Umweltschützer.
sind kantonale Interessen wichtiger als der Volkswille?
Dass nicht alles so klar ist, wie Sie annehmen, steht auch hier geschrieben:

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Bundesrat-gegen-Volkswillen/story...
Kein Entscheid zur Zweitwohnungs-Verordnung, durch den Bundesrat?
Natürlich nicht! Das Thema ist ja derart komplex und kompliziert, dass sowohl ein Ja, wie auch ein Nein in Fettnäpfchen endet, die der SVP bekannt sind und durch diese dann die PolitikerInnen stapfen müssten, die dann auch und geplant anschliessend hart - und wohl auch gewohnt süffisant und (un-)fair - durch die SVP attakiert würden ...

Da würde ich dem Gesamtbundesrat doch raten ..., dass unklar formulierte Passagen im Initiativ-Text durch die Initinanten der Initiative SELBST - also durch die SVP - juristisch und menschlich einwandfrei NEU und brauchbar definiert werden!

Vielleicht, man weiss es ja nie ..., kann die SVP einmal etwas zustande bringen, das wirklich brauchbar wäre! Dies wäre allerdings ein Novum und wohl auch etwas Neues für die SVP, nämlich endlich einmal eine ganze und brauchbare Arbeit abzuliefern ...!
Schön wär's, wenn's so einfach wäre
Dies kann ich selbst nachschauen: http://www.zweitwohnungsinitiative.ch/initiativtext.html.

Darum geht es ja auch nicht grundsätzlich. Mir geht es vor allem um das Hin und Her, um all die Schlaumeiereien. Plötzlich war sogar nicht mal klar, was denn eine Zweitwohnung ist.

Im Initiativtext ist aber die Rede von Bewilligungen ab 1.1.13 und nicht von Gesuchen, die jetzt wie eine Flutwelle auf die Bauämter eindringt.

Wer das ganze Hick-Hack verfolgt hat weiss, dass Doris Leuthard nach Annahme der Initiative einen sofortigen Stopp verfügen wollte.

Nun tun die Politiker genau das nicht, was sie uns immer weismachen wollen; den Volkswillen respektieren. Vor allem die Vertreter der Bergkantone suchen nach Möglichkeiten, diesen Verfassungsartikel zu umschiffen. Beim Ausarbeiten des Gesetzes werden die Messer dann von Neuem geschliffen.

Ach wie schön wäre es, wenn es so einfach wäre, wie Sie schreiben. Aber eben, die Interessenvertreter der Bergkantone, der Politik, der Lobbyisten des Baugewerbes tun alles, um den Volkswillen zu verwässern. Echte Demokraten akzeptieren den Entscheid an der Urne. Geld scheint einmal mehr über dem Souverän zu stehen.
Initiativtext schon vergessen?
Da steht im letzten Absatz:

"Baubewilligungen für Zweitwohnungen, die zwischen dem 1. Januar des auf die Annahme von Artikel 75a folgenden Jahres und dem Inkrafttreten der Ausführungsbestimmungen erteilt werden, sind nichtig."

Damit ist der 1.Januar 2013 gemeint; es entspricht also exakt der Initiative, wenn bis 1.1.2013 noch Zweitwohnungen bewilligt werden¨
So steht's in der Verfassung!
So hat das Volk entschieden!
So wollten es die Initianten!
Volkswille missachtet
Ein (weiteres) Trauerspiel nach einem Volksentscheid. Da stehen z.B. kantonale Interessen bis in höchste Gremien im Vordergrund. So will z.B. EWS den Stopp erst per 1.1.13 verfügen, weil der Kanton GR stark betroffen ist.

Die Verschandelung der schönen Berglandschaft geht also munter weiter, weil sich ein paar wenige (Quer-)Köpfe über das Abstimmungsresultat hinwegsetzen.

Wen wundert's, wenn immer mehr Leute sich am politischen Geschehen nicht mehr aktiv beteiligen?
Booking-Engine für 50'000 Hotels weltweit
hotel.ch
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Ihr Reiseveranstalter und Safarispezialist für das südliche und östliche Afrika seit mehr als 40 Jahren.
Reisekredit - Schnell, Einfach, Unkompliziert - Innerhalb von 2 Stunden
kredit.ch
Untertor 8
8400 Winterthur
Seit der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels sei die Nachfrage gestiegen. (Archivbild)
Seit der Eröffnung des ...
Nach zehn Monaten  Brig - Das Bahnunternehmen BVZ, das unter anderem den Glacier Express oder die Gornergrat Bahn betreibt, hat im Verlauf des bisherigen Jahres den Ertrag steigern können. Dies trotz des schlechten Wetters im Sommer, das Erlebnisreisen nicht begünstigte. 
Strafe muss sein  Rom - Weil er den Anfangsbuchstaben seines Namens in eine Wand des Kolosseums ...
Das Kolosseum soll künftig noch mehr überwacht werden.
Das Tropenhaus braucht finanzielle Unterstützung um weiter zu bestehen. (Symbolbild)
Noch keine Details  Frutigen BE - Das Tropenhaus Frutigen muss seine Finanzen sanieren. Details zu den ...  
Zweiter Hotelbau ab Frühjahr 2015  Andermatt UR - Im Swiss Alps Resort in Andermatt im Kanton Uri sollen im Frühjahr 2015 ...
Im Endausbau soll das geplante Resort sechs Hotels umfassen.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • HeinrichFrei aus Zürich 350
    UBS, Crédit Suisse, Kantonalbanken, usw. finanzieren Firmen die Atombomben fabrizieren Schlimm sind nicht nur die Devisenmanipulationen der UBS zulasten von ... Mo, 17.11.14 16:00
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Sag ich doch! " Im Juni 2002 traten die Bilateralen I in Kraft. Zuvor habe die ... So, 16.11.14 17:19
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Seht her, was andere können, das können wir schon lange! Gut haben wir so ... Fr, 14.11.14 20:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2582
    Eine... Nichtlieferung dieser Schiffe würde das Aus für die französische ... Fr, 14.11.14 10:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Gut so, denn Zufriedenheit immer schlecht! Nur Kritik führt zur Verbesserung der ... Di, 11.11.14 18:24
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Offene Märkte, geschlossene Demokratie Wenn Schneider-Ammann, der neoliberale Prototyp im Bundesrat, vom ... Di, 11.11.14 10:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Aber dann bitte sowohl unsere als die Gesetze der Handelspartner achten und ... Di, 11.11.14 00:33
Der 40-Plätzige Bio-Bus.
Green Investment Menschliche Exkremente treiben Bus an Bristol - In Bristol fährt der erste Bus, der ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Ideenreiche Kurzferien in der Schweiz
Ferienwohnungen und Ferienhäuser im Tessin Immobilien und Vermietungsservice
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
20.11.2014
19.11.2014
19.11.2014
Bk Beeckon CONNECTEUR D'AFFAIRES SUISSE Logo
19.11.2014
SAFESWISSCLOUD Logo
18.11.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 7°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 7°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 2°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 4°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten