Kein Einkaufstourismus aus Nationalstolz?
publiziert: Freitag, 13. Apr 2012 / 15:57 Uhr
Kampagne gegen Einkaufstourismus.
Kampagne gegen Einkaufstourismus.

Bern - Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) hat am Freitag unter dem Motto «Ja zur Schweiz - Hier kaufe ich ein» eine Kampagne gegen den grenznahen Einkaufstourismus lanciert. Mitmachen sollen dabei vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) selbst.

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Im Jahr 2011 hätten Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten für rund 5 Mrd. Fr. im Ausland eingekauft, schreibt der SGV am Freitag in einem Communiqué und nimmt damit eine Zahl auf, die Coop-Chef Joos Sutter Mitte Februar an der Bilanzmedienkonferenz seines Unternehmens erwähnt hatte.

Coop wie auch der andere grosse Schweizer Detailhändler Migros machen bei der Kampagne jedoch nicht mit. Getragen wird sie stattdessen nebst dem SGV von den kantonalen Gewerbeverbänden Baselland, St. Gallen, Thurgau und Zürich, dem Autogewerbeverband, dem Detaillistenverband, Gastrosuisse sowie der IG Möbelhandel.

In einem ersten Schritt sollen Inserate in Zeitungen geschaltet und Plakate an Verkehrsknotenpunkten aufgehängt werden, wie dem SGV-Communiqué weiter zu entnehmen ist. In einem zweiten Schritt sollen dann die Schweizer KMU selbst bei der Kampagne mitmachen und die Plakate in ihren Geschäftsstellen aufhängen sowie die Inserate in Branchenzeitschriften platzieren.

SGV sieht «System Schweiz» bedroht

Der durch Euroschwäche und Frankenstärke bedingte Einkaufstourismus im grenznahen Ausland schade der Schweiz als Gesellschaftssystem, erklärt der SGV sein Motiv hinter der Kampagne. Dem «System Schweiz» müsse man jedoch Sorge tragen, und nicht nur davon profitieren. So stelle es den Landesbürgern etwa Jobs mit angemessenen Löhnen und ein erfolgreiches Bildungssystem zur Verfügung.

Der Verzicht auf den Einkauf im Ausland sei mehr als ein «willkommener ökonomischer Faktor». Er sei ein bewusster Entscheid und ein Zeichen von Stolz auf die Schweiz mitsamt ihren Errungenschaften. Wer in der Schweiz konsumiere, sage Ja zur Schweizer Gesellschaft, erklärt der SGV.

(bert/sda)

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Kein Wille, kein Weg
Ich würde da einen grossen Unterschied machen. Es gibt jene Gruppe die über eine Haushaltsvermögen von über CHF 10'000 verfügen und Schnäppchen jagen. Die ist aber klein und wahrscheinlich fahren die nach wie vor im Jaguar beim lokalen Metzger vor.

Was die Gewerbler offensichtlich vergessen, ist das rund 600'000 Schweizer an der Armutsgrenze leben. Für viele davon ist der Einkauf über die Grenze also wahrscheinlich schlichte Notwehr damit sie die nächste Krankenkasse der Kinder bezahlen können.

Die Kartelle müssen gesprengt werden. Dazu einfache Gesetze. Nur mal drei Beispiele:

- "Der Preis eines Medikaments darf in der Schweiz nicht teuerer sein als +15 % des durchschnittlichen EU-Preises".

- "Liegt der Marktpreis eines Markenproduktes in der Schweiz 15 % über dem durchschnittlichen EU-Preis, so ist der Direktimport mit Umgehung des Importeurs uneingeschränkt zulässig." (Beispiel Zahnpasta).

- "Fahrzeugpapier und Prüfberichte für Neuwagen aus der EU-werden 1:1 für die Neuzulassung eines Fahrzeuges bei den Strassenverkehrsämtern akzeptiert."

Falscher Heimatschutz muss aufgehoben werden. So hatte man die Telekomliberalisierung zum Schutz der Swisscom bewusst verbockt. Direktimporte müssen völlig erlaubt und erleichtert werden. So hat man den Direktimport von Fahrzeugen erlaubt, aber die Papier- und Administrationshürden bewusst hoch gehalten. Der ganze Papier- und Prüfungsscheiss für Autos die frisch vom Deutschen Band kommen, zum Schutz der Importeure. Etc. Etc.

In der Schweiz gibt es:

- Ein Telekomkartell
- Ein Pharmakartell
- Ein Autokartell
- Ein Kosmetikakartell
- Ein Nahrungsmittelkartell
- und viel mehr

Sprengen!

Nur der Konsumentendruck bewegt etwas. Also für 10 oder 20 Milliarden im Ausland einkaufen, bis die Herren da oben es endlich schnallen!

Wo ein Wille ist, da ist ein Weg. Nur es gibt kein Willen.
Typisch Gewerbler- Solidarität einvordern und selbst zum eigenen Vorteil vom Ausland beziehen!
Das passt zum SGV - jammern und um Solidarität heischen, aber wenn es um den eigenen Vorteil geht kennt mann nichts. Wir sollen im Ausland keine günstigere Produkte kaufen (aus Solidarität mit den Gewerblern!!) und die Gewerbler holen sich ganz selbstverständlich günstige Arbeitskräfte oder Fertigprodukte und Halbfabrikate im Ausland.
System Schweiz
Zu diesem System Schweiz, völlig überteuerte Produkte, wovon die Importeure und die Detailhändler profitieren, anzubieten, sage ich NEIN.
Wenn man selbst Schweizer Produkte in Deutschland zu einem Bruchteil kaufen kann, stimmt etwas mit diesem System Schweiz nicht mehr!

Die Detailhändler sind absolut selber Schuld. Jahrelang hat man abgezockt ohne grosse Gegenwehr. Nun mit den krassen Kursdifferenzen wurde dies dem Kunden langsam bewusst.
Wo landen denn die Kursgewinne, die wohl Milliarden ausmachen? Die Importeure wollen nichts davon haben, die Detailhändler auch nicht.
So so. Das glaubt niemand mehr.

Hätten wir ein System Schweiz auf das wir stolz sein könnten, würden Kursdifferenzen ohne wenn und aber im Quartalstakt angepasst und weitergegeben.
Ein richtiges System Schweiz würde heissen, die Detailhändler würden den Grosskonzernen wie Beiersdorf, Mars oder Ferrero die Stirn bieten und sich die perversen Preise nicht mehr gefallen lassen.
Was Coop und Migros da getan haben letzten Herbst war reine Kosmetik und reines Marketing um den Leuten glauben zu machen, man reagiere.

Wie gesagt, dieses System Schweiz ist krank, da hilft auch noch so ein verlogener Aufruf zum Patriotismus nichts.

Schämt Euch.
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