Kaum Verwaltungsrätinnen in der Schweiz
publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2012 / 20:32 Uhr
Der europäische Frauendurchschnitt stieg um über ein Viertel.
Der europäische Frauendurchschnitt stieg um über ein Viertel.

Zürich - In Schweizer Verwaltungsräten sind die Frauen dünn gesät. Sie besetzen nur gerade 11,6 Prozent der Sessel. Europa weist einen Frauendurchschnitt von 15,6 Prozent in den Aufsichtsgremien auf. Am meisten Verwaltungsrätinnen hat Norwegen mit einem Anteil von 36,4 Prozent.

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Allerdings verfügt Norwegen als einziges Land über eine vorgeschriebene Frauenquote, wie die Beratungsfirma Egon Zehnder International in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie ausweist. Aber auch ohne Quote hat es in Skandinavien am meisten Frauen in den Verwaltungsräten. Finnland kommt auf 27,1 Prozent, Schweden auf 24,4.

Noch mehr unter sich als in der Schweiz bleiben die Männer in Italien (Frauenanteil 8,4 Prozent), Österreich (8), Luxemburg (6,1) und Portugal (4,7).

Trotz dieser tiefen Anteile in einigen europäischen Ländern und in der Schweiz macht die Beraterfirma in den letzten beiden Jahren aber einen Trend aus: Die Verwaltungsräte werden weiblicher.

Der europäische Frauendurchschnitt stieg um über ein Viertel auf die nun erreichten 15,6 Prozent. Seit 2004 verdoppelte sich die Zahl der Verwaltungsrätinnen. In 86 Prozent der untersuchten Verwaltungsräte sassen Frauen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, schätzt Egon Zehnder International, dass bis 2017 ein Viertel aller Verwaltungsratssitze in grossen europäischen von Frauen eingenommen ist.

Männerbastionen geschleift

In den fünf skandinavischen Ländern gibt es keine einzige Männerbastion in einem Verwaltungsrat in den untersuchten Firmen mehr. In Grossbritannien ist der Anteil der reinen Männerclubs auf fünf Prozent gesunken. In Griechenland, Italien und den Niederlanden bleibt ein Drittel der Verwaltungsräte reine Männersache.

In der Schweiz glauben immerhin noch 24 Prozent der Verwaltungsräte, ohne Frauen auskommen zu müssen. Der Europadurchschnitt weist aus, dass in 86 Prozent aller Aufsichtsgremien Frauen sitzen. Die Frauen waren im Europaschnitt und in der Schweiz fünf Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen. In Griechenland lag der Altersunterschied bei elf Jahren.

Die Studie zeigt auch, dass es Frauen trotz ihres zahlenmässigen Vormarsches schwer fällt, an die Spitze der Gremien zu kommen. Egon Zehnder International vermutet, dass sie Mühe haben, einen Posten zu erlangen, der ein Sprungbrett für ein Verwaltungsratsmandat bildet. Nur sieben der 415 untersuchten Verwaltungsräte wurden von einer Frau präsidiert.

Nicht nur der Frauen- in den Verwaltungsräten sondern auch der Ausländeranteil in den Chefetagen stieg gemäss der Studie in den vergangenen sechs Jahren von 23 auf 32 Prozent. Die Schweiz mit ihrem Anteil von 67 Prozent ausländischen Managern ist zusammen mit Luxemburg (89,7 Prozent) und Irland (82,4) weltweit führend.

(bert/sda)

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