Kampagne für gentechnikfreie USA
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 16:06 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 19:29 Uhr

Bonn - Mit rund der Hälfte aller weltweiten Gentechnik-Flächen sind die USA unumstritten das Gentechnikland Nummer Eins. Dementsprechend unglaublich klingt der Plan des US-Wissenschaftsjournalisten Jeffrey Smith, den dieser auf dem Kongress «Planety-Diversity» intern vorstellte:

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Innerhalb von zwei Jahren will Smith demnach die USA gentechnikfrei machen.

Grundlage der «Kampagne für gesünderes Essen in Amerika» sind dutzende wissenschaftlich dokumentierte Fälle, die Gesundheitsrisiken durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) belegen. «Gesundes Essen heisst: Keine GVO» lautet die Kernaussage der Kampagne. Gesundheitsbewusste Einkäufer sollen die Lebensmittelindustrie zwingen, auf Gentechnik-Bestandteile in ihren Produkten gänzlich zu verzichten.

Dies soll in drei Schritten vollzogen werden: Zuerst gelte es, im Verband mit Naturkostherstellern eine allgemein anerkannte Definition für den Begriff «gentechnikfrei» zu entwickeln. Dann sollen gesundheitsbewusste Einkäufer flächendeckend mit Informationen versorgt und zum Schluss Einkaufsführer verbreitet werden, die den gezielten Griff zu gentechnikfreien Produkten ermöglichen.

«Lügen» der US-Behörden

In seinem neuen Buch «Genetic Roulette» zeigt Smith anhand von 65 dokumentierten Fällen nicht nur die Gesundheitsrisiken von GVO auf, sondern auch die Lügen rund um die Zulassung durch zuständige US-Behörden. «Als erstes kann beim Gentransfer selbst etwas schief laufen», erklärt Smith. So sei es möglich, dass sich die DNA um zwei bis vier Prozent verändert, was zu «massiven Kollateralschäden» führen könne.

Prominentestes Beispiel sind die 1998 heiss diskutierten Forschungsergebnisse des britisch-ungarischen Wissenschaftlers Arpad Pusztai, der im Rahmen eines 1,6 Mio. Pfund teuren Forschungsprojektes am schottischen «Rowett Research Institute» Kartoffeln gentechnisch veränderte und diese an Ratten verfütterte.

Völlig überraschend zeigten die Tiere teils massive Krankheitsbilder. Die weissen Blutkörperchen reagierten langsamer, was die Tiere anfälliger für Infektionen und Krankheiten machte, Thymusdrüse und Milz zeigten Schäden, einige der mit Genkartoffeln gefütterten Tiere hatten kleinere, schlecht entwickelte Gehirne, Lebern und Hoden, andere hatten Gewebevergrösserungen, auch in der Bauchspeicheldrüse und in den Därmen. Ausserdem lieferten signifikante strukturelle Veränderungen und eine Wucherung von Zellen in Magen und Darm Hinweise darauf, dass ein höheres Krebsrisiko bestehen könnte.

Kündigung als Dank

Als «Dank» für diese Erkenntnisse wurde Pusztai gekündigt und diskreditiert. Ein Jahr später veröffentlichte das britische Wissenschaftsmagazin «Lancet» seine Ergebnisse, die sich als korrekt herausstellten. «Die Probleme kamen durch die Einbringung des Fremdgens zustande», erklärte Pusztai im Rahmen des Kongresses «Planety-Diversity».

Als weitere Grundlage für Gesundheitsgefährdungen gibt Smith das neu in der Pflanze erzeugte Protein an, wie zum Beispiel das Gift des bacillus thuringiensis. Drittens bestehe die Möglichkeit, dass das Transgen mutiere und ein nicht vorhergesehenes Protein erzeugt, wie es in einem Versuch des staatlichen australischen Forschungsinstitutes CSIRO passierte.

Dabei war ein Bohnen-Gen in die Erbse eingebracht worden, das völlig überraschend zu Gesundheitsschäden bei den Versuchstieren führte, woraufhin das Projekt ad acta gelegt wurde. Smith stellt in seinem Buch auch dar, wie die Kumulation von Giften und der horizontale Gentransfer Gesundheitsprobleme verursachten.

(ht/pte)

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