KOF erwartet unverändertes BIP-Wachstum
publiziert: Montag, 17. Mrz 2008 / 16:02 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Mrz 2008 / 17:11 Uhr

Zürich - Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich hat ihre Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr trotz der verschärften Finanzkrise bestätigt. Die Ökonomen rechnen unverändert mit einem BIP-Wachstum von 2,1 Prozent. Für 2009 stellt die KOF neu ein Wachstum von 2,0 Prozent in Aussicht.

Mit der globalen Verflechtung hat die Anfälligkeit für Störungen zugenommen.
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In ihren Frühjahrsprognosen hat die KOF auch die Jahresteuerung korrigiert. Für 2008 gehen die KOF-Ökonomen von durchschnittlich 1,7 Prozent Jahresteuerung aus und für 2009 von 1,1 Prozent.

Mit der Konjunkturprognose in der Schweiz befasste sich auch eine Delegation dse Internationalen Währungsfonds (IWF). Laut der Delegation hat die Schweiz auf die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten angemessen reagiert. Allerdings schlägt die Abschwächung der Weltkonjunktur 2008 aufs Wachstum durch.

Für das laufende Jahr und 2009 erwartet die IWF-Delegation noch ein BIP-Wachstum von knapp unter 1,5 Prozent, wie Missionsleiter Ashoka Moda sagte.

Schnelleres Wachstum als Euro-Raum

Die letzten vier Jahre sei die Schweizer Wirtschaft schneller gewachsen als der Euro-Raum. Mit der globalen Verflechtung habe aber die Anfälligkeit für Störungen auf den internationalen Märkten tendenziell zugenommen.

Wegen dieser erhöhten aussenwirtschaftlichen Volatilität, des hohen Exportanteils am Bruttoinlandprodukt (BIP) und des vom Ölpreis ausgelösten Inflationsdrucks werde sich die Abschwächung der Weltkonjunktur negativ auf das schweizerische Wachstum auswirken, konstatiert die IWF-Delegation.

Die Reaktionen auf die Finanzmarkt-Turbulenzen seien angemessen. Insbesondere die Liquiditätsversorgung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB), die verstärkte Überwachung der Grossbanken und wichtigsten Versicherungen sowie die internationale Zusammenarbeit hätten Wirkung gezeigt.

(ht/sda)

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