«TV-on-demand»: Fernsehen auf Abruf noch wenig bekannt
Junge TV-Zuschauer wandern ins Internet ab
publiziert: Montag, 25. Aug 2008 / 07:12 Uhr

Junge Zuschauer wenden sich ab vom Antennen-, Kabel- und Satelliten-Fernsehen. Diese Entwicklung bestätigt eine Umfrage des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Noch wollen die meisten Zuschauer keine schöne neue Fernsehwelt, sondern nur ein Stück mehr Freiheit.
Noch wollen die meisten Zuschauer keine schöne neue Fernsehwelt, sondern nur ein Stück mehr Freiheit.
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Nur jeder dritte Befragte zwischen 16 und 24 Jahren sagt, er sei mit herkömmlichem TV zufrieden. Ursache für den Unmut ist weniger das Programm als der vorgegebene Programmablauf: 14 Prozent sind unzufrieden mit dem Inhalt, doch 62 Prozent stören sich an festen Sendezeiten. Zum Vergleich: Nur einer von zwei Befragten äussert grundsätzliche Kritik am Fernsehprogramm und am festen Sendeablauf (50 und 48 Prozent).

On-demand-Umgebung

«Jugendliche und junge Erwachsene leben in einer On-demand-Umgebung, in der ihnen dank Internet jederzeit alles zur Verfügung steht», sagt Veit Siegenheim, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. «Auch auf das Fernsehen übertragen sie zunehmend Nutzungsmuster aus dem Internet.»

Bewegte Bilder über das Internet

Das bestätigen die Umfrage-Ergebnisse: Schon heute schauen knapp 40 Prozent der befragten 16- bis 24-Jährigen regelmässig Programme auf dem PC oder auf mobilen Endgeräten über das Internet – von den älteren Befragten sind es nur 25 Prozent. Ein Anlaufpunkt für Bewegtbilder im Netz sind Videoportale: «Vor allem User zwischen 14 und 29 Jahren nutzen Videoportale – mindestens drei Viertel von ihnen surfen mehr oder weniger regelmässig auf YouTube, MyVideo, Clipfish oder ZDF Mediathek», sagt Veit Siegenheim. Dies geht aus einer Untersuchung von Accenture des vergangenen Jahres hervor. Bis auf YouTube werden die Portale von Fernsehsendern betrieben, die so ihre Wertschöpfung ins Netz verlängern und gleichzeitig die jungen Zielgruppen mit dem Sender verbinden. Dennoch: «Viele TV-Anbieter haben noch ein gutes Stück Arbeit vor sich, um den Anschluss an die konvergente und IP-basierte Medienwelt der Zukunft nicht zu verlieren», sagt der Experte.

Mit On-demand-Angeboten nicht vertraut

Eine Reihe von Telekommunikations- und Kabelunternehmen bieten mittlerweile «TV-on-demand» an. Dabei bestellt der Zuschauer eine Sendung, die er sich zu beliebiger Zeit anschauen kann. Zwei Drittel der jungen Zielgruppe sind mit solchen Angeboten vertraut – aber nur die Hälfte der insgesamt Befragten. 40 Prozent teilen die Meinung, TV auf Abruf klänge durchaus interessant, doch jedem dritten davon ist es noch zu neu und zu kompliziert (13 Prozent) – er will warten, bis sich On-demand bei seinen Freunden und Bekannten durchgesetzt hat.

Etwas mehr Freiheit, aber mit Überblick

«Die Untersuchung zeigt: Noch wollen die meisten Zuschauer keine schöne neue Fernsehwelt, sondern nur ein Stück mehr Freiheit, ohne dabei die Orientierung zu verlieren», sagt Veit Siegenheim. Und ohne dafür mehr zu bezahlen: Dass die wenigsten Konsumenten Geld für mehr und anderes TV ausgeben wollen, ist ein bekanntes und leidiges Thema für die anbietenden Unternehmen. Zuschauer würden höchstens eine Flatrate akzeptieren, die alle neuen Fernsehangebote umfasst (32 Prozent der Befragten), oder die Finanzierung durch Werbung (65 Prozent der Befragten), so ein Ergebnis der Umfrage. Gleichzeitig ist Werbung das, was Jung und Alt am meisten am TV stört: Drei von vier Befragten zufolge gibt es nichts, was ihnen im Fernsehen stärker auf die Nerven geht.

(jd/KMU Magazin)

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