Josef Ackermann sieht keinen Grund zur Entschuldigung
publiziert: Samstag, 18. Okt 2008 / 10:21 Uhr

Berlin - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sieht keinen Grund für eine Entschuldigung, wie sie Bundespräsident Horst Köhler wegen der Finanzkrise von den Banken gefordert hat.

Auch die Deutscher Bank habe Fehler gemacht, wiederholte Josef Ackermann. (Archivbild)
Auch die Deutscher Bank habe Fehler gemacht, wiederholte Josef Ackermann. (Archivbild)
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Er habe schon im vergangenen Jahr in einer Fernsehsendung gesagt, dass auch die Deutsche Bank Fehler gemacht habe, «wenngleich erheblich weniger und weniger gravierende als andere», sagte Ackermann der «Bild am Sonntag».

Angesichts der schweren weltweiten Finanzkrise hatte Horst Köhler von den verantwortlichen Bankmanagern eine Entschuldigung für ihre Fehler gefordert.

«Wir haben selbst in der Krise bisher noch über 3 Mrd. Euro netto verdient, eine hohe Kapitalquote und können uns Zukäufe wie zum Beispiel bei der Postbank leisten», sagte Ackermann. «So schlecht haben wir uns also nicht geschlagen.»

25 Prozent an Renditen sind keine Gier

Auf die Frage, ob er eine Veranlassung sehe, künftig im Büsserhemd durchs Land zu ziehen, sagte Ackermann der Zeitung: «Nein. Die Deutsche Bank wird doch in der ganzen Welt dafür gelobt, wie gut sie im Vergleich dasteht.»

Ackermann plädierte dafür, dass die Banken auch künftig nach einer möglichst hohen Rendite streben. «Der Wettbewerb um höhere Renditen hat die Menschheit weiter gebracht. Diesen Wettbewerb sollten wir auf keinen Fall aufgeben.»

Renditevorgaben von 25 Prozent seien kein Ausdruck von Gier, sondern zeigten den Anspruch, möglichst erfolgreich zu sein, sagte er dem Blatt. Ohne ihre hohe Profitabilität wäre es der Deutschen Bank nicht möglich gewesen, bei der Rettung der Hypo Real Estate einen «solch entscheidenden Beitrag zu leisten und die Finanzkrise aus eigener Kraft durchzustehen», sagte Ackermann weiter.

(tri/sda)

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Josef Ackermann will nach eigenen Angaben auf ein paar Millionen Euro verzichten.
Nachtrag
Wer den Text im Original lesen will, kann dies tun unter:

http://www.portfolio.com/views/blogs/daily-brief/2008/10/17/hedge-fund...

Ziemlich dicke Post!
Da macht sich einer lustig...
und verhöhnt die Bankenchef-Idioten, nachzulesen unter:

http://www.20min.ch/finance/dossier/finanzkrise/story/17690532

Dieser Banker ist offensichtlich ausgestiegen, von denen gibt es aber sicher noch mehr. Und Dumme finden sich offensichtlich immer.

Trotzdem schönen Sonntag!
Wie kann das Funktionieren?
Eine Volkwirtschaft kann ja nur den Mehrwert generieren, der durch Arbeit, Erfindungsreichtum und Ausgraben von Bodenschätzen (Natürlich auch marktverzerrende Massnahmen und Übervorteilungen, wie z. Schutzzölle, Subventionen und entsprechende Gesetze) geschaffen wird. Mir fällt es schwer, zu glauben, dass die riesigen Gewinne (auch die mehr als 20%, die von Herrn Ackermann hier genannt werden), die da teilweise erzielt wurden, wirklich real erarbeitet werden konnten. Es fällt doch auf, das so rund alle 7 Jahre eine Finanzkrise haben, die immer heftiger ausfällt. Meiner Meinung nach überziehen wir immer ein paar Jahre, während denen sich die grossen Finanzhaie die Taschen voll stopfen und sich dann an den Staat wenden, wenn alles in den Dreck gefahren ist. Und wir Kleinen, die wir glauben, dass wir ein bisschen mitverdienen können, nimmt man das Ersparte gleich an drei Stellen weg, einmal beim Sparheft (negative Bilanz Zins/Teuerung) einmal durch die Steuer und ein anderes mal durch Überteuerung der Waren (Parallelimportverbot) Und wenn die Aktien nicht wieder hochkommen, auch noch an diese vierten Stelle.
Aktionäre als Mitbesitzer der Firmen, müssten viel stärker durch Gesetze geschützt werden, denn schliesslich sine sozialen Einrichtungen wie AHV, IV, Pensionskassen und Krankenkassen auch in Aktien investiert und somit ist das Aktienrecht keine Privatsache. Und die Monopole müssen gebrochen werden. Es geht doch nicht an, das z. B. der Benzinpreis, der ja direkt an den Ölpreis gekoppelt ist, nicht um mindestens 50% herunterkommt, denn das Crude Oil ging von § 140 auf ° 65 zurück in diesem Jahr. Da bescheisst man uns gleich schon wieder, nämlich die Ölmultis und der Staat, dessen Steuer auf den Sprit ja prozentual erhoben wird! Aber es soll ja Leute geben, die diese Preise gerne zahlen, damit sie daran die freie Marktwirtschaft erläutern können. Wahrschein sagt sich so mancher Fan, die Teuerung kann mich mal, ich tanke so wie so nur immer für 20 Franken.
Fröhliche Grüsse noch Münchenbuchsee! Wir werden es überleben!
Ich glaube, alle, die wir ...
... "ein paar Aktien" gekauft haben, sind mit denen im Untergeschoss gelandet.

Glück hat heute, wer nicht auf grosse Renditeversprechungen herein gefallen ist.

Man kann dann wenigstens sagen, dass jetzt gewartet werden muss, bis die Werte wieder steigen. Wer das angelegte Geld aber vorher bräuchte - also jetzt, wenn alles im Keller ist ... - der/die hat mit Verlusten zu rechnen ...

Wir sind halt vermutlich fast alle AUCH etwas am Spielchen beteiligt gewesen ... Jedenfalls sind diejenigen, soviel ich bisher weiss, die auf Sparkonten setzten, weder Verlierer noch die Gewinner. Sie haben zumindest noch gleichviel Geld, wie vor der Finanzkrise ... ausser dass die Teuerung den kleinen Zins aus diesen Sparkonten wieder wegfrisst !

Ich hoffe auch, dass sich die Bankfürsten jetzt nicht ausruhen, sondern sich den neuen Gegebenheiten und den (bestimmt schon) gewandelten Ansichten anpassen können und entsprechende neue Angebote am Schaffen sind! Ansonsten werde ich weitere Geldinstitute, die sich als unseriös, spielerhaft herausgestellt haben, in Zukunft noch rigoroser meiden - die UBS war mir schon lange suspekt und gehörte nie zu meinen bevorzugten Banken! Es werden wohl noch mehrere sein, die zu diesem "nicht mehr erlauchten" Kreis gehören werden ...
Lieber Josef
Der Bundespräsident hat Sie persönlich vielleicht gar nicht gemeint. Nun, man hat Sie gefragt und Sie haben geantwortet. Manchmal ist ist es aber besser, man schweigt zu solchen Fragen, weil man dann leicht ins Überhebliche abgleitet.
Aber ich möchte es hier nun wirklich nicht nur bei bei der Kritik belassen, Sie haben wirklich bei der Deutschen Bank gut gearbeitet. Jetzt ruhen Sie sich aber bitte nicht auf den Lorbeeren aus, denn ich habe ein paar Aktien gekauft! (Und bin ziemlich tief im Keller damit!) Also ran an die Arbeit Herr Ackermann!
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