Isländer belagern Parlament auch nachts
publiziert: Mittwoch, 21. Jan 2009 / 14:17 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Jan 2009 / 23:50 Uhr

Reykjavik - Angesichts der Finanzkrise haben sich die Proteste auf Island mit einer nächtlichen Belagerung des Parlaments in der Hauptstadt Reykjavik deutlich zugespitzt. 20 Demonstranten wurden festgenommen, wie die Polizei bestätigte.

Blick auf das isländische Parlament. (Archivbild)
Blick auf das isländische Parlament. (Archivbild)
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Sie hatten in der Nacht zuvor mehrere kleine Feuer vor dem «Althing» entzündet.

Etwa 1000 Protestierende wurden erst um 3.00 Uhr morgens bei klirrender Kälte mit Tränengas und Schlagstockeinsatz zum Rückzug bewegt.

Ministerpräsident Geir Haarde flüchtete unter Polizeischutz, als er beim Verlassen seines Amtssitz mit Eiern und Schneebällen beworfen wurde.

Derart heftige Auseinandersetzungen hat die kleine Inselrepublik im Atlantik mit ihren 320'000 Einwohnern seit dem NATO-Beitritt 1949 nicht erlebt.

Schwere Vorwürfe

Die Protestbewegung macht die Regierung nach deren betont aggressiven Kreditpolitik der vergangenen Jahre mitverantwortlich für den Zusammenbruch der drei grössten Banken.

Ein Staatsbankrott konnte vor Weihnachten nur durch Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) und befreundeter Staaten abgewendet werden.

Als Folge der Krise ist die Arbeitslosigkeit auf Island massiv gestiegen. Die Landeswährung Krone erlebte eine drastische Abwertung.

Vorzeitige Wahlen?

Die eindringliche Forderung der Demonstranten nach dem Rücktritt des konservativen Haarde und seiner grossen Koalition zeigt jedoch langsam Erfolg.

Der Vizechef der mitregierenden Sozialdemokraten, August Olafur Augustsson, sagte, vorzeitige Wahlen im Frühjahr «könnten eine gute Idee sein». Die Regierung verfüge nicht über genug Handlungsspielraum.

(bert/sda)

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