Irans Handelsminister geht gegen Spekulanten vor
publiziert: Dienstag, 2. Okt 2012 / 16:56 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Okt 2012 / 17:12 Uhr
Mahmud Ahmadinedschad sieht keinen wirtschaftlichen Grund für den schlechten Kursverlauf des Rial.
Mahmud Ahmadinedschad sieht keinen wirtschaftlichen Grund für den schlechten Kursverlauf des Rial.

Dubai - Die iranische Regierung setzt im Kampf gegen den Sturzflug seiner Landeswährung die Sicherheitsdienste auf Spekulanten an. Handelsminister Mehdi Ghasanfari sagte der Nachrichtenagentur Fars am Dienstag, die Händler trieben die Preise hoch, weil das für sie einen Gewinn bedeute und niemand sie kontrolliere.

Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
3 Meldungen im Zusammenhang
Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärte, es gebe für den Kursverlauf des Rial keinen wirtschaftlichen Grund. Er warf den Gegnern der Islamischen Republik vor, einen «psychologischen Krieg» zu führen. Die im Atomstreit verhängten internationalen Sanktionen setzen der iranischen Wirtschaft zu.

Der Rial hat seit Juni 2011 etwa zwei Drittel seines Wertes zum Dollar verloren. In den vergangene Woche hat sich die Entwicklung beschleunigt. Händler in Teheran sagten der Nachrichtenagentur Reuters per Telefon, für einen Dollar müssten nun bis zu 40'000 Rial bezahlt werden. Zum Handelsschluss am Montag habe der Kurs noch bei 34'200 Rial gelegen. Wegen der politischen Brisanz bestanden die Händler auf Anonymität.

«Wir erwarten von den Sicherheitsdiensten, dass sie mehr gegen die Auslöser der Störungen am Devisenmarkt unternehmen», sagte Ghasanfari. Wer die Spekulanten sein sollen und wie die Behörden sie kontrollieren wollen, sagte er nicht.

Währungszentrum eingerichtet

In der vergangenen Woche hatte die Regierung ein Währungszentrum eingerichtet, das Importeure mit Dollar versorgen soll. Das scheint den Kursverfall eher beschleunigt zu haben. Zudem droht die Inflation angefacht zu werden, die von der Regierung mit etwa 25 Prozent angegeben wird. In den vergangenen Tagen haben viele Iraner versucht, ihre Rial-Bestände in harte Währungen zu tauschen. Das beschleunigte den Verfall.

Die Sanktionen gegen den Iran haben die Banken des Landes vom internationalen Zahlungsverkehr weitgehend abgeschnitten und behindern auch die Ölexporte, die wichtigste Einnahmequelle des Opec-Staates.

Nach Schätzungen Israels sind dem Iran durch das Embargo zwischen 45 und 50 Mrd. Dollar an Öleinnahmen entgangen. Ahmadinedschad gestand ein, dass «die Feinde» die Ausfuhren behinderten. Die Zentralbank habe genug harte Devisen bereitgestellt, um die Importe zu finanzieren. Diese hätten im ersten halben Jahr 26 Mrd. Dollar betragen nach 29 Mio. im Vorjahreszeitraum.

Der Iran steht im Verdacht, Kernwaffen zu entwickeln. Die USA und Israel haben einen Militärschlag gegen die Atomanlagen des Landes nicht ausgeschlossen. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran - Wegen des rapiden Wertverfalls der iranischen Landeswährung Rial hat das Parlament in Teheran Staatschef ... mehr lesen
Mahmud Ahmadinedschad
Teheran - Eine Razzia der iranischen Polizei gegen Schwarzhändler von Devisen hat am Mittwoch in Teheran zu schweren Protesten und Ausschreitungen geführt. Augenzeugen berichteten von Zusammenstössen der illegalen Händler mit Polizeikräften im Finanzbezirk Ferdowsi. mehr lesen 
New York - Die USA haben den Boykott der Rede des iranischen Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad vor der UNO-Vollversammlung angekündigt. Ahmadinedschad nutze die Reise zur UNO lediglich dazu, «paranoide Theorien und abscheuliche Verunglimpfungen zu Israel» zu verbreiten, teilte die UNO-Vertretung der USA am Mittwoch mit. mehr lesen 
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
In Russland wird Kritik laut.
In Russland wird Kritik laut.
«Entscheidung unbegründet»  Moskau - Das Aussenministerium in Moskau hat am Donnerstag die Schweizer Sanktionen gegen russische Banken und Beschränkungen des Handels kritisiert. Der Bundesrat hatte am Mittwoch, wie bereits vor zwei Wochen angekündigt, neue Massnahmen beschlossen. 
Wladimir Putin vergangene Woche bei der Ankündigung humanitärer Korridore in seiner Sommerresidenz in Odessa.
Friedensnobelpreis geht an Wladimir Putin Was für eine Überraschung: Der Friedensnobelpreis 2014 geht an Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Dieser werde für seine ...
Konjunktur  Rom - Italiens Wirtschaft ist wie befürchtet im Frühjahr zurück in die Rezession gefallen. Die am ...  
Italiens Wirtschaft ist zurück in die Rezession gefallen. (Symbolbild)
Bereits vergangenen Sommer hatte der Bundesrat entschieden, das die Schweiz beim automatischen Informationsaustausch mitmacht. (Symbolbild)
Schweiz - EU  Bern - Der Bundesrat kann die Mandate für Verhandlungen über den automatischen ...  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2584
    Die Wirtschaft «Wir würden uns immer noch auf dem Stand der 1990er-Jahre bewegen, und ... heute 15:25
  • fkeller aus würenlos 1
    Shirt... Btw: das ist ein Ranger Shirt. Keines von den Islanders... :-) Do, 21.08.14 06:46
  • jorian aus Dulliken 1497
    Energiewende In Deutschland droht einigen Stadtwerken wegen der Flucht in die ... Sa, 16.08.14 06:16
  • jorian aus Dulliken 1497
    N.azis auf Speed! Das Musikvideo. https://www.youtube.com/watch?v=0fRB27kFOG0 Der ... Di, 12.08.14 19:34
  • Vitalis aus Hallau 44
    WER STREIKT FÜR DIE EINKOMMENSLOSEN? Die wachsende Gruppe von schwachen und hilfsbedürftigen BürgerInnen ... Mo, 04.08.14 11:58
  • keinschaf aus Wladiwostok 2584
    SP-Verehrung Gassen-Sandy übt sich wieder mal in ihrer Vergötterung der SP. Jetzt ... Fr, 01.08.14 12:57
  • Midas aus Dubai 3463
    Ja positiv denken Nämlich das Levrat in der EU Frage noch über 70 % der Bevölkerung gegen ... Fr, 01.08.14 11:43
  • Kassandra aus Frauenfeld 964
    Lieber ein wenig positiver denken! Einige denken bei der Schweiz zuerst an den Mythos von 1291: Sie ... Fr, 01.08.14 09:27
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
Green Investment Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Juliane Fritz, Investment Manager b-to-v Partners AG
Startup News Auf der Suche nach dem nötigen Kleingeld? Tipps von einer Investment Managerin Venture Capitalist über Business Angels zu Inkubatoren: Es gibt viele Wege wie man als Startup Investoren finden kann. Die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 15°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 12°C 18°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 16°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 22°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 16°C 23°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 16°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 18°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten