Nach Sanktionen
Iran will Ölförderung weiter steigern
publiziert: Mittwoch, 17. Feb 2016 / 12:18 Uhr
Iran will den Handel nach den Sanktionen anheben.
Iran will den Handel nach den Sanktionen anheben.

Teheran/Zürich - Auch nach der Einigung wichtiger Förderländer auf eine Deckelung der Ölproduktion in Doha, bleibt die Unsicherheit am Markt gross. So will der Iran die Förderung weiter steigern, bis das Land das Produktionsniveau vor Einführung der Sanktionen wieder erreicht hat.

6 Meldungen im Zusammenhang
«Vom Iran zu verlangen, seine Ölfördermenge einzufrieren, ist unlogisch», zitierte die iranische Tageszeitung «Shargh» am Mittwoch einen iranischen Opec-Gesandten. Dem Bericht zufolge forderte er andere Ölförderländer auf, die ihre Produktion seit 2011 hochgefahren haben, diese wieder zu reduzieren, um damit zu einer Erholung der Ölpreise beizutragen.

Nach dem Ende westlicher Sanktionen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm meldet sich die Islamische Republik gerade zurück auf dem Ölmarkt. Seither ist der Erdölabsatz des Irans nach Europa auf mehr als 300'000 Barrel pro Tag gestiegen, wie kürzlich die iranische Nachrichtenagentur Schana vermeldete. Auf dem Rekordhoch 2011 hatte der Iran mehr als drei Millionen Barrel pro Tag exportiert.

Credit Suisse zeigt sich skeptisch

Die anhaltende Unsicherheit über die Entwicklung des Ölpreises hat am Mittwoch auch den Investoren an den asiatischen Börsen die Kauflaune verdorben. Viele Händler setzen nicht mehr darauf, dass es gelingt, die Produktion zu kappen und damit den Preis zu stabilisieren.

Selbst wenn die Vereinbarung von Doha umgesetzt würde, würde sie das kurzfristige Problem des Überangebots nicht lösen, schreiben Analysten der Grossbank Credit Suisse. Denn die Produktion würde lediglich auf einem Niveau knapp unter der Rekordhöhe eingefroren, was deutlich über der aktuellen Nachfrage liege.

Für viele in der Branche wird es eng

Die Ölproduzenten Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela hatten sich am Dienstag darauf verständigt, die Produktion auf dem Januar-Niveau einzufrieren. Das Abkommen von Doha greift aber nur, wenn auch andere grosse Ölländer mitmachen. Am Mittwoch will der venezolanische Ölminister Eulogio Del Pino nach Teheran reisen.

Das Treffen in Doha gilt als Versuch, die Abwärtsspirale bei dem Schmierstoff der Weltwirtschaft zu brechen. Die Talfahrt beim Öl hält wegen des riesigen Angebots bereits seit mehr als 18 Monaten an: Seither brach der Preis der richtungsweisenden Nordsee-Sorte Brent um rund 70 Prozent ein.

Vielen Förderländern, aber auch Unternehmen in der Branche steht inzwischen das Wasser bis zum Hals. Gemäss einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte droht etwa einem Drittel der im Sektor tätigen Firmen noch in diesem Jahr das Aus.

(pep/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Doha - Die Verhandlungen über eine Drosselung der Ölförderung stocken offenbar. ... mehr lesen
Der Ölpreis ist seit Mitte 2014 eingebrochen.
Paris - Die Erdölpreise dürften nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) erst im kommenden Jahr wieder ansteigen. Wegen des grossen Überangebots sei kurzfristig nicht mit einem deutlichen Preisanstieg zu rechnen, erklärte die IEA am Montag. mehr lesen 
Nicolas Maduro nannte noch keine Details.
Caracas - Venezuela will neue ... mehr lesen
Doha - Angesichts der fallenden ... mehr lesen
Der Ölpreis rutschte seit 2014 um fast 70 Prozent auf rund 30 Dollar. (Symbolbild)
Die Ölstaaten haben bisher bewusst auf Produktionkürzungen verzichtet und stattdessen den Markt geflutet. (Archivbild)
Doha - Ein Treffen von Ölministern aus mehreren Förderländern hat den Ölpreis am Dienstag kräftig nach oben getrieben. Thema des Treffens in der katarischen Hauptstadt Doha ist der ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Singapur - Nach der Aufhebung der ... mehr lesen
Der Ölpreis ist weltweit so tief wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke ...
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der Ständerat ist am Dienstag auf die Linie des Nationalrats eingeschwenkt. mehr lesen 
Solarmodule: Forscher wollen defektfreie Zellen.
Höhere Effizienz als Hauptziel  Schon minimale Defekte von Perowskit-Kristallstrukturen können die Umwandlung von Licht in ... mehr lesen  
Neu Investoren für Umbau  Poschiavo GR - Der Bündner Stromkonzern Repower holt für seinen Umbau neue Investoren an Bord. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und der Anlagefonds UBS-CEIS investieren ... mehr lesen
Mit den neuen Mitteln schafft Repower die Voraussetzung für den strategischen Umbau.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Energie sparen, Elektroauto
Startup News So spart man mit dem Elektroauto Die Anschaffung eines Elektroautos mag sich für manche immer noch ein wenig futuristisch anhören, sind sie ja tatsächlich in der Form, wie wir sie heute kennen, erst ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Primär für KMU und Start-ups. In zwei Stunden erhalten die Teilnehmer einen vertieften Einblick, was heute im Marketing wichtig ist und wie man geplante Massnahmen richtig umsetzt.
Publinews Der international erfolgreiche sowie ausgewiesene Marketing- und KMU-Experte Benno Stäheli zeigt in kostenlosen Workshops auf, wie KMU auch im ... mehr lesen
Volles Plenum bei der Keynote von Christian Gisi -
 Mammut Sports Group.
Publinews 10 Jahre SOM - am 18. und 19. April auf der Messe Zürich  Die SOM ist das Schweizer Gipfeltreffen für eBusiness, Online Marketing und Direct Marketing. Am 18. und 19. April feiert die Fachmesse ihr zehnjähriges Jubiläum ... mehr lesen
ASPSMS ist durch die Mobile Messaging Einstellungen nun ein Bestandteil von Matomo.
Publinews Benachrichtigungen per SMS  Matomo, ehemals Piwik, ist eine weltweit führende Open Source Analytics-Anwendung. Sie kann sowohl lokal als auch in der Cloud installiert werden. ... mehr lesen
Empörte oder enttäuschte Kunden können über die sozialen Medien sehr leicht einen Shitstorm erzeugen, der dem Ansehen eines Unternehmens grossen Schaden zufügen kann.
Publinews GSD Master AG  Martin Schranz ist ein Unternehmer, dessen Erfolg vor allem auf sein Durchhaltevermögen zurückzuführen ist. Nach zahlreichen Rückschlägen hat er die ... mehr lesen
Mithilfe Vergleichsportalen können Kunden nicht nur bei einer Bank die Konditionen erfragen, sondern in kurzer Zeit gleich mehrere Banken miteinander vergleichen.
Publinews Zentralstelle für Kreditinformation  Verbraucher, die einen neuen Kredit aufnehmen möchten, sehen sich bei der Beantragung mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Eine der Hürden bei der Kreditvergabe ist ... mehr lesen
Flyer von Flyeralarm
Startup News FLYERALARM  FLYERALARM zählt zu den führenden Online-Druckereien Europas im B2B-Bereich. 2002 gegründet, beschäftigt das Familienunternehmen heute knapp ... mehr lesen
Auto auf Schnellstrasse
Publinews so profitiert auch Autoteilhändler Autodoc vom Boom  Für die Autodoc GmbH liefen die letzten Geschäftsjahre gut - alleine 2016 verzeichnete das Berliner Unternehmen einen Gesamtumsatz von 118,5 Millionen Euro. Das ... mehr lesen
Team von AquAero beim StartUpForum Aargau
Startup News StartUpForum Aargau  Christoph Müller und Thomas Manyoky, AquAero GmbH, berichten am StartUpForum Aargau über Ihre Erfahrungen als Jungunternehmer ... mehr lesen
Coworking in Solothurn
Startup News Von Adriana Gubler, Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn  Die Forschungs- und Hochschulstandorte sind die grossen Start-up-Motoren der Schweiz. Aber auch im Kanton Solothurn entwickelt sich eine vielfältige ... mehr lesen
Nahaufnahme eines Lochblechs
Publinews Lochblech - was ist das überhaupt?  Lochblech findet inzwischen in vielen verschiedenen Bereichen Einsatz: in der Industrie, in der Architektur und sogar beim Kfz-Tuning. ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
m Logo
m
22.02.2018
22.02.2018
medtest EDUCATION Logo
22.02.2018
22.02.2018
22.02.2018
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -2°C -1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Basel -1°C 0°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen -5°C -2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern -3°C -2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern -1°C 0°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Genf -1°C 1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 4°C 4°C bedeckt, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer bedeckt, etwas Schnee
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten