Iran warnt vor Einschaltung des Sicherheitsrats
publiziert: Dienstag, 17. Jan 2006 / 15:53 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Jan 2006 / 16:10 Uhr

Teheran - Iran hat erneut vor einer Einschaltung des UNO-Sicherheitsrats in den Streit um sein Atomprogramm gewarnt.

Der Sicherheitsrat könnte gegen den Iran empfindliche Sanktionen beschliessen.
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In diesem Fall würden Teheran Sanktionen drohen. China und Russland versuchen, zu beschwichtigen. China sehe im Atomstreit noch «vielfache Möglichkeiten». Unter den gegenwärtigen Umständen seien Verhandlungen «eine gute Wahl», reagierte der Sprecher des Aussenministeriums, Kong Quan, auf Fragen von Journalisten, ob China als Veto-Macht im Sicherheitsrat eine Anrufung des Gremiums befürworte.

Er rief Iran auf, die Verhandlungen mit den Europäern wieder aufzunehmen. Auf die Frage, ob China bei den Beratungen mit den USA, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland der Forderung zugestimmt habe, dass Iran auf die Urananreicherung verzichte, ging der Sprecher nicht ein.

Wiederaufnahme der Verhandlungen gefordert

Alle Parteien hätten sich in London dafür ausgesprochen, dass Iran zu seinem Moratorium bei der Forschung für atomare Brennstoffe und an den Verhandlungstisch zurückkehren solle, sagte Kong Quan nur. Der Schlüssel zur Lösung sei eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Europäern.

China und Russland sind Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat. Beide Länder sind auch enge Handelspartner Irans. Russland war auch am Bau des ersten Atomreaktors in der Islamischen Republik beteiligt.

Russland folgt wahrscheinlich dem Westen

Während China eine Anrufung des höchsten UNO-Gremiums im Atomstreit stets abgelehnt hat, hat Russland zuletzt angedeutet, sich allenfalls dem Westen im Atomstreit anschliessen zu wollen.

Russland hatte vorgeschlagen, mit Iran eine gemeinsame Urananreicherung in Russland aufzubauen. Die Gespräche über diesen Vorschlag sollten am 16. Februar fortgesetzt werden, sagte der Aussenminister.

Das EU-Vermittlertrio aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien will eine Sondersitzung des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am 2. und 3. Februar beantragen. Dieser kann den UNO-Sicherheitsrat einschalten, der Sanktionen gegen Teheran verhängen könnte.

(fest/sda)

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