Iran ist zu neuen Verhandlungen bereit
publiziert: Samstag, 21. Jan 2006 / 14:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jan 2006 / 16:51 Uhr

Hamburg - Die Regierung in Teheran ist Medienberichten zufolge bereit, über das russische Angebot einer gemeinsamen Uran- Anreicherungsanlage weiter zu verhandeln.

Die Iraner wollen eine Beteiligung Chinas am Joint Venture.
Die Iraner wollen eine Beteiligung Chinas am Joint Venture.
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Eine entsprechende Botschaft Teherans sei dem deutschen Aussenminister Frank-Walter Steinmeier übermittelt worden, berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» vorab aus seiner neuen Ausgabe. Eine Bedingung der Iraner sei es, dass China an diesem Joint Venture ebenfalls beteiligt werde.

Im Streit um das iranische Atomprogramm hatte Russland vorgeschlagen, die Uran-Anreicherung, bei der atomwaffenfähiges Marterial entsteht, ausserhalb Irans auf russischem Boden in einem Gemeinschaftsunternehmen zu betreiben.

Zivile Nuklearpläne

So könnte Iran seine zivilen Nuklearpläne verwirklichen und gleichzeitig die westlichen Befürchtungen einer militärischen Nutzung zerstreuen. Die russische Initiative war vom Iran zunächst abgelehnt worden.

Wie der «Spiegel» unter Berufung auf ranghohe Regierungskreise weiter berichtet, warb Bundeskanzlerin Angela Merkel in vertraulichen, bisher nicht bekannten Telefonaten mit US-Präsident George W. Bush und UNO-Generelsekretär Kofi Annan in dieser Woche ebenfalls für eine Verhandlungslösung unter Beteiligung der Russen.

(ht/sda)

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