IBM-Studie: «The State of Security in Carrier Service Delivery»
Internet-Fernsehen «nicht sicher»
publiziert: Mittwoch, 21. Feb 2007 / 06:53 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Feb 2007 / 08:30 Uhr

Sicherheitsbedenken verzögern die Einführung neuer Servicepakte, die Sprache, Daten und Fernsehen bündeln. 55 Prozent der befragten Verantwortlichen sehen dies als bedeutendsten Grund an, der derzeit der schnellen Bereitstellung marktgerechter Triple- und Quad-Play-Angeboten entgegensteht.

Internet-Fernsehen: Für 30 Prozent der befragten Carrier ist dieser Service nicht sicher.
Internet-Fernsehen: Für 30 Prozent der befragten Carrier ist dieser Service nicht sicher.
Weiterführende Links zur Meldung:

Studie zum Download
Die vollständige Untersuchung mit dem Titel «The State of Security in Carrier Service Delivery» lässt sich im Internet kostenfrei abrufen.
www.iss.net/documents/literature/IBM_ISS_2006_carrier_survey.pdf

Dies geht aus einer von IBM Internet Security Systems Ende Oktober 2006 unter den grössten Netzbetreibern weltweit durchgeführten Umfrage hervor. Die Reultate der Studie «The State of Security in Carrier Service Delivery» liegen nun vor.

«Nicht im Mindesten sicher»

Eine hohe Verfügbarkeit und Qualität von Kommunikationsdiensten auf Basis des Internet-Protokolls steht inzwischen ausser Frage. Anders schaut es jedoch beim Thema Security aus, das inzwischen bei den Anbietern ganz oben auf der Prioritätenliste steht.

Beispielsweise erachten 78 Prozent eine umfassende Absicherung von Voice-over-IP-Sprachdiensten als notwendig, um diese erfolgreich zu etablieren. Gleiches gilt für das Internet-Fernsehen. Hier herrscht jedoch Nachholbedarf: 30 Prozent der Befragten gaben an, dass dieser Service bislang «nicht im Mindesten sicher» sei.

Ein Wachstumsmarkt

Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung lag darin, mehr über die Zukunftsstrategien von Carriern zu erfahren. Im Mittelpunkt standen vor allem deren Pläne, so genannte «In-the-Cloud»-Security-Services anzubieten. Darunter wird die Übernahme bestimmter Kernaufgaben zur Absicherung von Kommunikationsinfrastrukturen verstanden. Dies bietet Kunden den Vorteil, dass sie beispielsweise Intrusion-Prevention- oder Firewall-Systeme nicht länger in Eigenregie betreuen, sondern deren Betrieb dem Netzbetreiber überlassen.

Doch der Weg von der Strategie hin zur Umsetzung ist noch weit: Nur 49 Prozent der Befragten gaben an, dass sie derzeit bereits über die entsprechende Kompetenz verfügen. Nichtsdestotrotz besteht bei den Carriern kein Zweifel, dass es sich hierbei um einen Wachstumsmarkt handelt: 41 Prozent der Verantwortlichen sind der Meinung, dass Security-Services sich in den nächsten drei Jahren zu einem wichtigen Umsatztreiber entwickeln werden, 78 Prozent gehen von fünf Jahren aus.

(aa)

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