Interesse am «27. Kanton» bisher eher lau
publiziert: Dienstag, 19. Feb 2008 / 15:12 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Feb 2008 / 15:52 Uhr

Bern - Der im Entstehen begriffene Staat Kosovo wird wegen der vielen Kosovo-Albaner in der Schweiz bisweilen als 27. Kanton bezeichnet. Das Interesse der Schweizer nicht-kosovarischer Abstammung wächst allenfalls langsam.

Das Interesse an den Albanern wächst nur langsam.
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Aufgrund «vieler Anfragen» bietet die Migros Klubschule in Zürich-Oerlikon seit vergangenem Sommer Albanisch-Kurse an - mit allerdings kleiner Teilnehmerzahl. Kontakte mit Albanern in der Schweiz, insbesondere Liebesbeziehungen, sind ein wesentlicher Grund, die Sprache zu lernen.

Bei Caritas Zürich unterrichtet Zejdi Ismajli. 70 Prozent der Teilnehmer in seinen Kursen interessierten sich vor allem für das Kosovo, 30 Prozent für die Republik Albanien, erklärte er auf Anfrage der SDA.

Weitgehend auf den Mittelmeerstaat ausgerichtet ist die Infoseite «albanien.ch» Zum nördlich von Albanien gelegenen Kosovo heisst es, eine Erkundungsreise für Touristen sei problemlos möglich. Das Land gilt demnach als sicher - mit wenigen Ausnahmen.

Praktisch keine Touristen

Auch das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät nicht von einer Reise ab, allerdings wird empfohlen, eine ortskundige Vertrauensperson beizuziehen. Auf Kosovo spezialisierte Reisebüros richten sich bislang fast ausschliesslich an Kosovaren. Arrangements mit Flug und Hotel werden nicht vermittelt.

Schweizer Touristen ohne Familie in der Provinz habe es bislang praktisch nicht gegeben, ist bei den Reisebüros zu erfahren. Dort erwartet man, dass sich dies mittelfristig ändern wird.

Allerdings erwächst Kosovo schon auf den Nischenmärkten harte Konkurrenz: Albanien etwa kann mit einer Mittelmeerküste aufwarten und hat schon vor Jahren mit der Verschönerung seiner Hauptstadt Tirana begonnen. Im Kosovo gelten die orthodoxen Klöster sowie die an die Schweiz erinnernde Berglandschaft als Sehenswürdigkeiten.

Die Berner Logopädin Franziska Gaugler reiste im Herbst 2007 mit ihrem Mann aus nicht bloss touristischen Gründen und auf eigene Faust in die damals südserbische Provinz. Sie hätten den Hintergrund der Kinder kennenlernen wollen, mit denen sie beruflich oft zu tun hätten, sagt sie.

Kosovarische Pizzerien

Mindestens 120'000 Menschen kosovarischer Herkunft leben in der Schweiz. Georg J. Dobrovolny vom Forum Ost-West, das sich für den Austausch mit Osteuropa engagiert, erwartet nach der Unabhängigkeitserklärung in Pristina einen leichten Anstieg beim Interesse der Schweizer für die Gegend.

Mehr nicht, denn Kosovo-Albaner seien einerseits schon lange hier und damit «nicht mehr exotisch», sagt Dobrovolny. Andererseits würden sie ihre eigene Kultur nicht ins Schaufenster stellen: «Wenn sie in der Gastronomie tätig sind, arbeiten sie unter der italienischen Marke und führen Pizzerien oder verkaufen Marroni.»

Sprache und Kultur

Das Forum Ost-West in Bern bietet seit 1995 Seminare zu Kosovo an. Meist nehmen daran vor allem Bundesangestellte und Fachleute teil, die mit Entwicklungszusammenarbeit oder Verbrechensbekämpfung zu tun haben - auch dieses Jahr werde das so sein, sagt Dobrovolny.

Beim Albanischen Institut in St. Gallen, einem Verein für Kulturaustausch, treffen seit 2006 vermehrt Anfragen von Schweizern zu Kosovo ein. Albert Ramaj betont, dass anders als früher nicht mehr nur Politik und Wirtschaft interessierten, sondern auch Sprache und Kultur der Region.

(Serge Kuhn/sda)

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