Initianten unzufrieden mit Verordnung
publiziert: Mittwoch, 22. Aug 2012 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Aug 2012 / 19:17 Uhr
Verordnung tritt Volkswillen laut Initianten mit Füssen.
Verordnung tritt Volkswillen laut Initianten mit Füssen.

Bern - Die Verordnung zur vorläufigen Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative tritt per Anfang 2013 in Kraft. Dieser Entscheid trifft bei den meisten Involvierten auf Zustimmung. Die Initianten hingegen sprechen von einer «Demokratieverweigerung».

3D-grundrisse.ch - Professionelle und günstige Visualisierungen für Ihre Immobilien
8 Meldungen im Zusammenhang
Der Bundesrat habe sich dem Druck der Gegner gebeugt, sagte Mitinitiantin Vera Weber auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Indem die Verordnung erst per 1. Januar 2013 gelte, werde der «Volkswillen mit Füssen getreten», liessen die Initianten in einer Mitteilung verlauten.

Etwas versöhnlicher geben sich die Zweitwohnungs-Gegner mit Blick auf den Inhalt der Verordnung. Grundsätzlich einverstanden zeigen sie sich mit der gewählten Definition des Begriffs Zweitwohnung. Als solche gelten gemäss Verordnung Wohnungen, die nicht durch Personen mit Wohnsitz in der jeweiligen Gemeinde genutzt werden. Ausnahmen gelten etwa für Studierende.

Und auch der Umstand, dass die Umnutzung von bestehenden Erst- in Zweitwohnungen unter bestimmten Auflagen weiterhin möglich ist, wird von den Initianten grundsätzlich akzeptiert. Im Gegensatz zum ursprünglichen Verordnungsentwurf werde das Risiko von Missbräuchen aufgrund der präziser formulierten Bedingungen minimiert.

«Stossend und inakzeptabel» ist aus Sicht der Initianten allerdings der Umgang mit Sondernutzungsplänen. Bauten, die unter diese Pläne fallen, sollen gemäss Verordnung auch erstellt werden können, wenn die Baubewilligung zum Zeitpunkt der Annahme der Initiative noch nicht vorlag.

Aufatmen in Andermatt

Ein Bauvorhaben mit mehreren Sondernutzungsplänen ist das Ferienresort Andermatt, das derzeit gebaut wird. Entsprechend erleichtert zeigte sich die Urner Justizdirektorin Heidi Z'graggen. In die Realisierung des Resorts seien bereits grosse Mittel investiert worden, sagte Z'graggen. Der Entscheid des Bundesrates schaffe Rechtssicherheit.

Auch die Exponenten anderer Bergkantone, die wegen der Zweitwohnungsinitiative finanzielle Einbussen befürchteten, drückten ihre Zufriedenheit aus.

Stellvertretend für die besonders von der Initiative betroffenen Kantone teilte die Regierungskonferenz der Gebirgskantone (RKGK) mit, mit der Besitzstandsgarantie für bestehende Bauten könne ein massiver Wertezerfall in Berggemeinden vermieden werden.

Hunderte Einsprachen

Erleichterung auch im Kanton Bern, in dem sich viele der von der Verordnung betroffenen Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von mehr als 20 Prozent befinden. Als «für uns der beste Termin» nannte der Gemeinderatspräsident von Saanen, Aldo Kropf, auf Anfrage den 1. Januar 2013. In der Gemeinde Saanen liegt der Nobelferienort Gstaad.

Der Termin 1. Januar werde es der Saaner Bauverwaltung erlauben, die hängigen Baugesuche «soweit möglich» abzuwickeln, sofern diese vollständig seien.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz befürchtet durch das verspätete Inkrafttreten eine Flut von neuen Baugesuchen, welche den alpinen Raum verunstalteten. Dies versuchen die Stiftung Franz Weber und ihr Verein Helvetia Nostra zu verhindern.

Appell an Initianten

Beim Branchenverband Gastrosuisse stösst insbesondere die Regelung bei «warmen Betten» auf Zustimmung. Gemäss Verordnung soll der Bau von Wohnungen zulässig sein, wenn diese ein hotelähnliches Betriebskonzept haben und nicht individuell ausgestaltet sind. Dieses Entgegenkommen sei für die Hotellerie besonders in den momentan schwierigen Zeiten wichtig.

Schliesslich sieht auch der Hauseigentümerverband (HEV) seine zentralen Forderungen erfüllt. Durch die Verordnung könne ein massiver Wertverlust im Gebäudebestand abgewendet werden. An die Adresse der Initianten richtet der HEV den Appell, nicht auf den Maximalforderungen zu beharren. Die Hauptforderungen der Initiative würden durch die neue Verordnung erfüllt, ohne jedoch den Zweitwohnungsbau vollständig zu verhindern.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Bei der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative sollen die Berggebiete geschont werden. Die zuständige Kommission des Nationalrats hat eine ... mehr lesen
Bedürfnisse der Bergregionen werden speziell berücksichtigt.
Chur - Erstmals hat sich ein Gericht mit der umstrittenen Zweitwohnungsinitiative befasst: Das Verwaltungsgericht Graubünden bestätigte in einem Urteil die Sicht der Tourismusgemeinden und des Bundesrates. mehr lesen 
Bern - Der Ständerat möchte die Folgen der Zweitwohnungs-Initiative für die Tourismusregionen mildern und generell die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ... mehr lesen
Der Ständerat möchte generell die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Berggebiet verbessern. (Symbolbild)
Bern - Noch im letzten Moment wollen viele Grundeigentümer in Tourismusgebieten ihre Bauprojekte verwirklichen. Hunderte von zusätzlichen Baugesuchen sind seit Annahme der Zweitwohnungsinitiative eingegangen. Aber die Gesuchsteller haben die Rechnung ohne Umweltschützer Franz Weber gemacht. mehr lesen  2
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch keinen Entscheid über die Verordnung gefällt, welche die Umsetzung der angenommenen Zweitwohnungsinitiative bis zum Vorliegen eines Gesetzes regelt. Ein Inkrafttreten des Erlasses am 1. September bleibt weiterhin möglich. mehr lesen  7
Montreux VD - Gemäss einer Studie könnten die wirtschaftlichen Folgen der Zweitwohnungs-Initiative beträchtlich sein. Allein im Wallis gehen demnach bis zu 3300 Arbeitsplätze verloren, 1000 sind es im Kanton Waadt. Nun werden weitere Forderungen zur Umsetzung der Initiative laut. mehr lesen 
Bern - Wochenaufenthalter müssen nicht fürchten, dass ihr zweites Heim gemäss neuem Verfassungsartikel als Zweitwohnung gilt. Dies hat die Arbeitsgruppe Zweitwohnungen, bestehend aus Vertretern von Behörden, Touristikern und Initianten, an ihrer letzten Sitzung beschlossen. mehr lesen 
Architekturfotografie, Immobilienfotografie, Luftbilder, Hochstativfotografie aus der Vogelperspektive
immopicture.ch
Pilatusstrasse 40
8203 Schaffhausen
Verkauf - Erst-/Wiedervermietung - Verwaltung+STWEG - Beratung
Confimo AG
Sandweg 52a
4123 Allschwil
3D-grundrisse.ch - Professionelle und günstige Visualisierungen für Ihre Immobilien
Immobilien Verkauf
In der ganzen Schweiz soll die Transparenz der Vormieten eingeführt werden.
In der ganzen Schweiz soll die Transparenz der Vormieten ...
Forderung des Mieterverbandes  Bern - Der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband (SMV) fordert vom Bundesrat, dass er seine Versprechen für bezahlbarere Wohnungen einlöst. Die Vorschläge zur Abfederung der Personenfreizügigkeit vom Januar müssten jetzt umgesetzt werden. 
Durch die Formularpflicht im Mietrecht, kann die Miete weniger schnell steigen.
Bundesrat hält trotz Kritik an Mietzinstransparenz fest Bern - Trotz heftiger Kritik in der Vernehmlassung hält der Bundesrat an der Einführung der Formularpflicht im ...
Früher als geplant  Knapp zehn Jahre nach dem Bau der Allianz-Arena hat der deutsche Rekordmeister Bayern München das für 346 Millionen Euro privat ...  
Die Arena gehört dem Club.
Die Allianz ist der Namensgeber für das Bayern-Stadion.
Allianz will in den Aufsichtsrat von Bayern München Die Allianz will als neuer Grossaktionär in den Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters Bayern München einziehen.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • HeinrichFrei aus Zürich 350
    UBS, Crédit Suisse, Kantonalbanken, usw. finanzieren Firmen die Atombomben fabrizieren Schlimm sind nicht nur die Devisenmanipulationen der UBS zulasten von ... Mo, 17.11.14 16:00
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Sag ich doch! " Im Juni 2002 traten die Bilateralen I in Kraft. Zuvor habe die ... So, 16.11.14 17:19
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Seht her, was andere können, das können wir schon lange! Gut haben wir so ... Fr, 14.11.14 20:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2583
    Eine... Nichtlieferung dieser Schiffe würde das Aus für die französische ... Fr, 14.11.14 10:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Gut so, denn Zufriedenheit immer schlecht! Nur Kritik führt zur Verbesserung der ... Di, 11.11.14 18:24
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Offene Märkte, geschlossene Demokratie Wenn Schneider-Ammann, der neoliberale Prototyp im Bundesrat, vom ... Di, 11.11.14 10:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Aber dann bitte sowohl unsere als die Gesetze der Handelspartner achten und ... Di, 11.11.14 00:33
Der 40-Plätzige Bio-Bus.
Green Investment Menschliche Exkremente treiben Bus an Bristol - In Bristol fährt der erste Bus, der ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Real Estate Value Information Systems. Informations-, Workflow-Management
WB-Informatik AG
Schaffhauserstrasse 96
8222 Beringen
Mieterschutz: Hilfe bei mietrechtlichen Problemen
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
20.11.2014
19.11.2014
19.11.2014
Bk Beeckon CONNECTEUR D'AFFAIRES SUISSE Logo
19.11.2014
SAFESWISSCLOUD Logo
18.11.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 7°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 7°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 2°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 4°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten