Inflationsangst treibt Anleger zu Schliessfächern
publiziert: Dienstag, 26. Jun 2012 / 23:34 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Jun 2012 / 23:51 Uhr
Die Schliessfächer werden bei einigen Banken schon knapp.
Die Schliessfächer werden bei einigen Banken schon knapp.

Zürich/Stuttgart - Angesichts der globalen, marktübergreifenden Unsicherheiten und den düsteren Aussichten in der Eurozone entscheiden sich immer mehr Anleger ihr Geld Schweizer Banken anzuvertrauen.

2 Meldungen im Zusammenhang
Dabei investieren sieihr Geld nicht etwa in riskante Wertpapiere, sondern stecken es in Schweizer Schliessfächer. «Diese Risikoaversion ist ein klassisches Krisensymptom, das die vorherrschende Ungewissheit widerspiegelt», sagt Hans-Peter Burghof, Experte für Bankwirtschaft an der Universität Hohenheim im Gespräch.

Bargeld, Schmuck und Gold

Die Menschen zahlen ihr Geld vermehrt in Bar ein. Der Schweizer Franken wird auf den Finanzmärkten stark nachgefragt, ist aber gleichzeitig als Barbestand äusserst attraktiv, so heisst es vonseiten der Schweizerischen Nationalbank. Indikator dafür ist die intensive Nachfrage nach 1.000-Franken-Banknoten, die in erster Linie zu Lagerzwecken vorgesehen sind.

Neben Bargeld sind es vor allem auch Wertgegenstände wie Schmuck oder andere teure Besitztümer, die den Weg in einbruchssichere Tresore finden. «Manche Leute sagen, sie würden eher ein schönes Gemälde kaufen, anstatt in einen Investmentfonds zu investieren», beschreibt Ulrich Körner, Geschäftsführer von UBS, die derzeitige Verunsicherung der Anleger. Experte Burghof gibt jedoch zu bedenken, dass Kunstgegenstände durch die Aufbewahrung in Tresoren keinen Ertrag bringen und die Sicherung mit erheblichen Kosten verbunden ist. Dadurch macht diese konservative Strategie erst bei grossem Kapital Sinn.

Engpässe bei Schliessfächern

Das massenhaft in die Banken und Märkte gepumpte Geld schürt die Angst einer grassierenden Inflation und damit verbundenen Preissteigerungen. Anlagewerte wie Immobilien, Gold oder klassische Kunstobjekte erfreuen sich daher besonders grosser Beliebtheit. Aufgrund der generell erhöhten Attraktivität konservativer Anlageformen sind Engpässe bei den zur Verfügung stehenden Schliessfächern abzusehen. Die Migrosbank kann dies bestätigen. «Bei gewissen Filialen sind sämtliche Schliessfächer vermietet», so deren Pressesprecher Albert Steck.

 

 

(fest/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rechnet mit steigenden Zinsen im Zuge einer Konjunkturerholung. Negativzinsen ... mehr lesen
Negativzinsen seien in der Schweiz «definitiv nicht zu erwarten», erklärte Zurbrügg.
Die Inflationsrate in der Eurozone lag im August bei 2,6 Prozent.
Frankfurt/Berlin - Die Europäer ... mehr lesen
Italiens Wirtschaft ist zurück in die Rezession gefallen. (Symbolbild)
Italiens Wirtschaft ist zurück in die Rezession ...
Erste Schätzung bestätigt es  Rom - Italiens Wirtschaft ist wie befürchtet im Frühjahr zurück in die Rezession gefallen. Die am Freitag veröffentlichten endgültigen Daten der Statistikbehörde Istat bestätigten die erste Schätzung von Anfang August. 
Nicht als Kulturerbe eingestuft  Lissabon - Portugal hat grünes Licht zum Verkauf von 85 Gemälden des spanischen Künstlers Joan Miró bekommen, um die Staatskasse zu ...
Porträt von Joan Miró im Jahr 1935.
Goldman Sachs musste im Rahmen des Vergleichs kein Fehlverhalten einräumen und kann die Kosten aus existierenden Rückstellungen decken.
Banken  New York - Im Streit über den Verkauf minderwertiger ...  
Hypothekendeals  Washington - Die Finanzkrise 2008 holt die Bank of America ein: Das Institut büsst mit einem Rekordvergleich über 16,65 Milliarden Dollar für Zockereien am Hypothekenmarkt, wie US-Justizminister Eric Holder am Donnerstag in Washington mitteilte.  
Titel Forum Teaser
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
Green Investment Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Juliane Fritz, Investment Manager b-to-v Partners AG
Startup News Auf der Suche nach dem nötigen Kleingeld? Tipps von einer Investment Managerin Venture Capitalist über Business Angels zu Inkubatoren: Es gibt viele Wege wie man als Startup Investoren finden kann. Die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
CULTURAL NETWORK Logo
29.08.2014
MICHAELLY RENAÎTRE PAR NATURE Logo
28.08.2014
SAVIA Klinische Fusspflege Logo
27.08.2014
27.08.2014
26.08.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 7°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 9°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 9°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten