Immer noch Ausfälle in indischem Stromnetz
publiziert: Dienstag, 31. Jul 2012 / 12:30 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 31. Jul 2012 / 16:32 Uhr
Mega-Stromausfall in Indien breitet sich weiter aus.
Mega-Stromausfall in Indien breitet sich weiter aus.

Neu Delhi - Es dürfte einer der grössten Stromausfälle aller Zeiten sein. Am Dienstag sind in Indien drei regionale Versorgungsnetze zusammengebrochen, mehr als 600 Millionen Menschen waren zeitweise ohne Elektrizität. Rund die Hälfte des Landes war ohne Strom.

Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
1 Meldung im Zusammenhang
Am Abend (Ortszeit) war die Stromversorgung erst teilweise wieder hergestellt. Nach Regierungsangaben fielen gegen 13.00 Uhr Ortszeit (09.30 Uhr MESZ) die Netze im Norden, Nordosten und Osten des Landes aus. Indische Medien berichteten, in 19 der 35 indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien - darunter auch in der Hauptstadt Neu Delhi - habe es stundenlang keine Elektrizität gegeben.

Für den Norden war es nach Montag der zweite Ausfall in Folge. Der Blackout warf ein Licht auf die veraltete Infrastruktur der Versorgungsnetze und den wachsenden Energiehunger der aufstrebenden Wirtschaftsnation Indien. Bislang ist es der Regierung nicht gelungen, das Stromangebot der steigenden Nachfrage anzupassen.

Energieminister Sushil Kumar Shinde machte für den jüngsten Stromausfall Unionsstaaten verantwortlich, die mehr als die ihnen zustehende Menge an Elektrizität abgefragt hätten.

«Alle ziehen zu viel aus dem Netz. Ich habe mich mit Vertretern der regionalen Energieversorger getroffen und angeordnet, dass jene bestraft werden sollen, die ihren Anteil überzogen haben», sagte Shinde am Dienstag. «Ihre Zuteilung könnte gekürzt worden.»

Erneut kollabiert

Bereits am Montag war das Stromnetz im Norden des Landes zusammengebrochen. Nachdem die Versorgung kurzzeitig wieder hergestellt worden war, sei das Netz am Dienstag erneut kollabiert, sagte Shailendre Dubey vom Energieversorger in Indiens grösstem Unionsstaat Uttar Pradesh. Kurz darauf brachen auch im Osten und im Nordosten des Landes die Netze zusammen.

Im Norden und Osten des Landes blieben Hunderte Züge liegen, ausgefallene Ampeln in der Hauptstadt Neu-Delhi lösten ein Verkehrschaos aus. In Westbengalen blieben Expresszüge und Regionalbahnen liegen, an den Bahnhöfen sammelten sich grosse Menschenmengen. Landesweit blieben 400 Züge mitten auf der Strecke stecken.

In Neu-Delhi brach wegen des Stromausfalls das Metro-Netz zusammen. Täglich nutzen rund 1,8 Millionen Menschen die U-Bahn der Hauptstadt. Die Polizei evakuierte unter anderem die wichtige Station Rajiv Chowk und sperrte den Bahnhof.

Alles steht still

Spitäler, Geschäfte und Büros mussten Notfallgeneratoren anstellen. Der internationale Flughafen wurde ebenfalls von Generatoren versorgt. Auch die grossen Industriewerke stiegen auf Diesel um. In Zechen in Westbengalen wurden Bergleute in ihren Gruben eingeschlossen. Lebensgefahr bestehe aber nicht, teilten die Betreiber mit.

Die drittgrösste Volkswirtschaft Asiens leidet unter chronischem Strommangel. In Spitzenzeiten fehlen rund zehn Prozent. Verschärft wurde die Situation in diesem Sommer durch schwache Monsunregen in den Agrarstaaten Punjab und Uttar Pradesh. Viele Bauern warfen elektrische Pumpen an, um Wasser aus den Brunnen holen.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neu Delhi - Aus zunächst ungeklärter Ursache sind am frühen Montag hunderte Millionen Menschen im Norden Indiens von ... mehr lesen
Die U-Bahn in Delhi stand zeitweise still. (Archivbild)
Nutzen Sie die kostenlose Energie von der Sonne!
Helvetic Energy GmbH
Winterthurerstrasse 702
8247 Flurlingen
...bis 30% Heizkosten sparen und CO2 reduzieren!
Branchenverband, Ihr kompetenter Partner für Elektro-, Energie- und Informationstechnik
Electrosuisse
Luppmenstrasse 1
8320 Fehraltorf
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Das Vertrauen in die Technik ist gross.
Das Vertrauen in die Technik ist gross.
Energiewende  Bern - Die Energiekommission des Nationalrates (UREK) will die Betriebsdauer von Atomkraftwerken nicht beschränken. Nach 40 Jahren sollen die Betreiber jedoch besondere Auflagen erfüllen müssen. 
AKW-Betreiber müssen tiefer in die Tasche greifen Bern - Die AKW-Betreiber müssen künftig mehr in den Stilllegungs- und ...
Der Bundesrat handelt.
Im Finanz-, Rüstungs- und Energiebereich  Bern - Damit Russland internationale Sanktionen nicht über die Schweiz umgehen kann, ...   1
Titel Forum Teaser
  • fkeller aus würenlos 1
    Shirt... Btw: das ist ein Ranger Shirt. Keines von den Islanders... :-) Do, 21.08.14 06:46
  • jorian aus Dulliken 1496
    Energiewende In Deutschland droht einigen Stadtwerken wegen der Flucht in die ... Sa, 16.08.14 06:16
  • jorian aus Dulliken 1496
    N.azis auf Speed! Das Musikvideo. https://www.youtube.com/watch?v=0fRB27kFOG0 Der ... Di, 12.08.14 19:34
  • Vitalis aus Hallau 44
    WER STREIKT FÜR DIE EINKOMMENSLOSEN? Die wachsende Gruppe von schwachen und hilfsbedürftigen BürgerInnen ... Mo, 04.08.14 11:58
  • keinschaf aus Wladiwostok 2580
    SP-Verehrung Gassen-Sandy übt sich wieder mal in ihrer Vergötterung der SP. Jetzt ... Fr, 01.08.14 12:57
  • Midas aus Dubai 3461
    Ja positiv denken Nämlich das Levrat in der EU Frage noch über 70 % der Bevölkerung gegen ... Fr, 01.08.14 11:43
  • Kassandra aus Frauenfeld 964
    Lieber ein wenig positiver denken! Einige denken bei der Schweiz zuerst an den Mythos von 1291: Sie ... Fr, 01.08.14 09:27
  • keinschaf aus Wladiwostok 2580
    Nanu... Die TV-Soaps schaue ich zwar nicht, aber alles andere kann ich auch ... Do, 31.07.14 18:10
Juliane Fritz, Investment Manager b-to-v Partners AG
Startup News Auf der Suche nach dem nötigen Kleingeld? Tipps von einer Investment Managerin Venture Capitalist über Business Angels zu Inkubatoren: Es gibt viele Wege wie man als Startup Investoren finden kann. Die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Erneuerbare Energie
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
26.08.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 12°C 19°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 10°C 20°C leicht bewölkt bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 12°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 14°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 14°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 12°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 18°C 24°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten