IWF will Überwachung von Finanzmärkten ausweiten
publiziert: Sonntag, 16. Nov 2008 / 09:03 Uhr

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will als Folge der Beschlüsse des Weltfinanzgipfels in Washington die Überwachung der Finanzmärkte ausweiten.

Dominique Strauss-Kahn.
Dominique Strauss-Kahn.
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Bislang durchleuchte das entsprechende Programm des Fonds die Finanzsysteme lediglich von etwas mehr als 40 Ländern, sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn am Samstag in Washington. «Wir sind sehr glücklich, dies jetzt »

Selbst unter den in der G20-Gruppe zusammengeschlossenen Ländern gebe es sieben Staaten, die noch keine Vereinbarung mit dem Weltwährungsfonds über eine regelmässige Finanzsektor-Analyse hätten.

Der Fonds stehe auch zur Verfügung, weltweit Konjunkturprogramme der einzelnen Staaten aufeinander abzustimmen, sagte Strauss-Kahn.

«Deutliche» Aufstockung der Mittel

Zur Finanzierung der zusätzlichen Aufgaben erwartet er in den nächsten Monaten eine «deutliche» Aufstockung der Mittel des IWF durch seine Mitgliedsländer. Er hob den Schritt Japans hervor, das erst kürzlich 100 Milliarden Dollar zusätzlich in den Fonds fliessen liess.

Einige Länder erwägen laut Strauss-Kahn, ebenfalls die IWF-Mittel aufzustocken. Mit dem Geld sollen aber vor allem Kreditprogramme für notleidende Mitgliedsstaaten finanziert werden, betonte IWF-Vize John Lipsky.

Dem Weltwährungsfonds gehören 185 Mitgliedsstaaten an. Auf dem Weltfinanzgipfel in Washington wurde er beauftragt, gemeinsam mit dem Forum für Finanzstabilität und anderen Institutionen die internationalen Finanzmärkte besser als bisher zu überwachen und bei heraufziehenden Krisen frühzeitig Alarm zu schlagen.

(li/sda)

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