IWF-Krisenfonds erhält über 450 Milliarden
IWF kann Krisenfonds um über 450 Milliarden Dollar aufstocken
publiziert: Dienstag, 19. Jun 2012 / 11:27 Uhr
Die Mittel des IWF werden um insgesamt 456 Milliarden Dollar aufgestockt.
Die Mittel des IWF werden um insgesamt 456 Milliarden Dollar aufgestockt.

Los Cabos - Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhält für die Abwehr globaler Krisen mehr Geld als bisher erwartet. Nach der Zusage weiterer Länder werden die Mittel des IWF um insgesamt 456 Milliarden US-Dollar aufgestockt.

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Das teilte IWF-Chefin Christine Lagarde am Montag (Ortszeit) am Rande des G20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos mit. Im Frühjahr waren zunächst zusätzliche bilaterale Kredite von IWF-Mitgliedsländern von insgesamt 430 Milliarden US-Dollar zugesagt worden.

Davon tragen die Euro-Länder umgerechnet 150 Milliarden Euro. Die USA lehnen eine Mittelaufstockung bisher strikt ab. Insgesamt erhöht sich damit der Schutzwall des IWF für die Krisenabwehr auf mehr als eine Billion US-Dollar.

Nach Angaben von Lagarde haben zwölf weitere Mitgliedsländer Zusagen gemacht. Damit erhöhe sich die Zahl der Länder, die frische Mittel beitragen, auf insgesamt 37. Unter anderen versprachen Indien und Russland am G20-Gipfel jeweils zehn Milliarden Dollar.

Dabei appellierte Indiens Regierungschef Manmohan Singh an andere Staaten, ebenfalls mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Der russische Beitrag zur Aufstockung der Krisenmittel des IWF wurde von einem Sprecher von Präsident Wladimir Putin verkündet.

Indien und Russland gehören zu den aufstrebenden Schwellenländern, den so genannten BRICS-Staaten. Diese hatten kurz vor dem G-20-Gipfel Bedingungen für ein stärkeres finanzielles Engagement beim IWF gestellt. Vor allem verlangten sie IWF-Reformen zu ihren Gunsten - sie wollen mehr Mitspracherecht erhalten.

Zur Gruppe der BRICS gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Der IWF benötigt zusätzliches Geld, um seine «Brandmauer» gegen die Folgen der Schuldenkrise zu stärken.

(laz/sda)

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