IWF befürchtet ein Jahrzehnt Griechenland-Krise
publiziert: Samstag, 1. Mai 2010 / 12:31 Uhr

Berlin - Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die Bewältigung der Griechenland-Krise bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen wird. Das berichtete das deutsche Magazin «Der Spiegel».

Düstere Prophezeihungen aus dem IWF-Hauptquartier für Griechenland
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Der IWF wolle in Griechenland tätig sein, bis die wirtschaftlichen Reformen Früchte trügen, berichtete der «Spiegel» vorab ohne Angabe von Quellen. Die Organisation wolle für das erste, auf drei Jahre angelegte Hilfsprogramm 27 Milliarden Euro bereitstellen, hiess es weiter. Davon sollten im ersten Jahr bis zu 15 Milliarden Euro ausgezahlt werden.

Die Zustimmung Deutschlands zu dem Rettungspaket ist dem «Spiegel» zufolge erst nach erheblichem Druck der US-Regierung zustande gekommen. Die Deutschen müssten ihren Widerstand schleunigst aufgeben, habe US-Finanzminister Timothy Geithner vergangenes Wochenende beim Treffen der G-7-Finanzminister in Washington von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen verlangt.

Das Problem lösen, bevor es überspringt

Das Problem Griechenland gehöre umgehend vom Tisch bevor die Krise auf andere Staaten überspringe, habe er gefordert. Das sei vor allem die Aufgabe Deutschlands als führende Wirtschaftsmacht Europas.

Die Euro-Zone schnürt derzeit gemeinsam mit dem IWF ein milliardenschweres Kreditpaket, um der von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Regierung in Athen unter die Arme zu greifen. Deutschland würde sich daran in diesem Jahr nach bisherigen Angaben mit mindestens 8,4 Milliarden Euro beteiligen.

(et/sda)

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