Schweiz fordert an IWF-Jahrestagung Änderung der Auswahlkriterien
IWF-Quotenreform verzögert sich
publiziert: Samstag, 13. Okt 2012 / 19:49 Uhr
Eveline Widmer-Schlumpf
Eveline Widmer-Schlumpf

Tokio - Bei der Quotenreform beim Internationalen Währungsfonds (IWF), die an der Jahrestagung in Tokio auch ein Thema war, zeichnet sich ein Aufschub ab. Das nötige Quorum wurde bisher nicht erreicht. Laut Eveline Widmer-Schlumpf ist es unwahrscheinlich, dass dieses bis Ende Jahr erreicht wird.

Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
1 Meldung im Zusammenhang
Die Bundespräsidentin appellierte an den IWF, bei der Bestimmung der Quoten und Stimmrechte nicht nur das Bruttoinlandprodukt, sondern eine ausgewogene Kombination weiterer Kriterien heranzuziehen, die eine breite Akzeptanz unter allen Mitgliedern findet. Wenn die Auswahl allein auf wirtschaftlicher Leistung basiere, profitiere dadurch nur die Minderheit grosser Mitgliedsstaaten.

Die Schweiz konnte sich ihren Sitz im IWF-Exekutivrat 1992 durch Bildung einer Stimmrechtsgruppe mit Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Polen, Serbien, Tadschikistan und Turkmenistan sichern. Am Rande der IWF-Tagung fanden Treffen mit Vertretern der Mitglieder statt, bei denen es unter anderem um Entwicklungsprojekte in den asiatischen Staaten ging.

Schweiz und Polen abwechselnd

Die politische Führung der Gruppe soll auch nach der Quotenreform bei der Schweiz verbleiben. Bei der Rolle des Exekutivdirektors hingegen wollen sich die Schweiz und Polen ab 2014 abwechseln. Auf Schweizer Seite sei dafür alles vorbereitet, sagte Widmer-Schlumpf. Durch die Kooperation zolle man der wirtschaftlichen Entwicklung Polens Respekt.

Die Erreichung des Quorums von 85 Prozent bis zum Termin am Jahresende ist derzeit vor allem durch die Veto-Macht der Vereinigten Staaten mit 16 Prozent gefährdet. Die USA schieben wegen des Wahlkampfes das Thema auf.

In ihrem Résumé zum Ende der IWF-Tagung sagte Widmer-Schlumpf, es sei eine Kunst, einerseits eine Fiskalkonsolidierung anzustreben, also Schulden zu reduzieren, ohne gleichzeitig Arbeitsplätze und Investitionsmöglichkeiten zu gefährden.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sah die Tagung im Zeichen des neuen Weltbankpräsidenten Jim Yong Kim. Dieser forderte, den Klimawandel stärker in Entscheidungen miteinzubeziehen. Ein weiteres Kernthema war die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Minister betonte die Rolle der Schweiz bei der Erstellung eines entsprechenden Reports.

Fragile Weltwirtschaft

Nationalbankpräsident Thomas Jordan nannte die derzeitige Lage der Weltwirtschaft fragil. Jetzt müssten Regierungen entschlossen handeln und schnell Strukturreformen durchführen. Die Zeit sei knapp, warnte er. Zur Bankenunion in Europa sagte er, dass eine gute Umsetzung wichtiger sei als die Einhaltung von Zeitzielen.

Bei der IWF-Tagung kam auch das Vorhaben der IWF zur Sprache, den Treuhandfond für die ärmsten Länder der Welt durch den Verkauf eines Teils der Goldreserven aufzustocken. 50 Millionen Franken aus den Goldverkäufen würden zunächst an die Nationalbank zurückgehen. Über ihre weitere Verwendung müsse der Bund diskutieren, sagte Widmer-Schlumpf.

Die beiden Bundesratsmitglieder berichteten abschliessend von bilateralen Treffen mit Vertretern der japanischen Regierung, darunter Premierminister Yoshihiko Noda, Wirtschaftsminister Yukio Edano und Finanzminister Koriki Jojima. Thematisiert wurde unter anderem die Energiepolitik, bei der die Bundespräsidentin Unterstützung anbot.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Schweiz soll sich an einer Aufstockung der Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligen. Der ... mehr lesen
Für die Differenz hatte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf eine Erklärung. (Archivbild)
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
Der Umsatz von Belimo blieb stabil, der Betriebs-und Reingewinn gingen zurück.
Der Umsatz von Belimo blieb stabil, der Betriebs-und Reingewinn gingen ...
Betriebsgewinn geht zurück  Hinwil ZH - Die in der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik tätige Belimo-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem starken Franken gelitten. Den Umsatz konnte die Gruppe zwar auf Vorjahresniveau halten, aber Betriebsgewinn und Reingewinn gingen markant zurück. 
Kurze Verschnaufspause  Zürich - Nach den Kursstürzen der Vortage hat sich der Schweizer Aktienmarkt am Mittwochmorgen etwas stabilisiert. Der Leitindex Swiss Market Index ...  
Der Aktienmarkt hat sich heute wieder etwas stabilisiert.
Beide Banken präsentieren in der laufenden Woche ihre Jahresergebnisse.
Aktienkurse der Grossbanken verlieren Bern - Die Aktienkurse der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse haben am Montag vor dem Hintergrund der anstehenden ...
Um 9.40 Uhr lag der SMI bereits 2,4 Prozent im Minus bei 8408.21 Punkten. (Archivbild)
Kursstürze in China ziehen Schweizer Aktienmarkt nach unten Zürich/Shanghai - Der neuerliche Kurssturz der chinesischen Aktienmärkte bringt auch in Europa die Märkte zum ...
Christine Lagarde erhält viel Unterstützung.
Unterstützung für Lagarde  Moskau - Auch Russland stärkt Christine Lagarde den Rücken für eine Wiederwahl als IWF-Chefin. ...  
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3761
    Glaub ich nicht Na dazu müsste man das TTIP-Abkommen aber ja auch erst mal lesen ... So, 07.02.16 11:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3720
    Abkommen TTIP ist das Beste was Europa passieren kann. Es braucht strenge ... Do, 04.02.16 09:55
  • Pacino aus Brittnau 710
    Zu spät . . . Die atomare Verseuchung ist beispielsweise im Irak, aber auch in Japan, ... Di, 19.01.16 07:52
  • HeinrichFrei aus Zürich 407
    Davos: Wird auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? Wird in Davos auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? ... Mo, 18.01.16 14:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3720
    Seit... dem Anschlag durch den Islamisten Merah ist die Rate an antisemitischen ... Mo, 11.01.16 17:52
  • Pacino aus Brittnau 710
    Rosarote Brille . . . Wir wären schon längst in der Lage, intelligentere Energiesysteme (auch ... Mo, 04.01.16 18:38
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3720
    Dass... die Chinesen in der Rüstungstechnologie noch deutlich hinterherhinken ... Do, 31.12.15 16:45
  • Kassandra aus Frauenfeld 1664
    Wind und Sonne kann man auch durch Sanktionen und Kriege nicht lahmlegen! Die ... Mo, 28.12.15 17:53
Meister wechselt von der CS zu Implenia.
Green Investment Hans-Ulrich Meister soll Implenia-Präsident werden Zürich - Von der Bank- in die Baubranche: ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
09.02.2016
09.02.2016
m MULTIWAVE Logo
08.02.2016
M MASTER CHRONOMETER Logo
08.02.2016
05.02.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -2°C -2°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel -2°C -1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen -1°C 1°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 2°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 3°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 3°C 8°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten