
Tokio - Bei der Quotenreform beim Internationalen Währungsfonds (IWF), die an der Jahrestagung in Tokio auch ein Thema war, zeichnet sich ein Aufschub ab. Das nötige Quorum wurde bisher nicht erreicht. Laut Eveline Widmer-Schlumpf ist es unwahrscheinlich, dass dieses bis Ende Jahr erreicht wird.
Die Schweiz konnte sich ihren Sitz im IWF-Exekutivrat 1992 durch Bildung einer Stimmrechtsgruppe mit Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Polen, Serbien, Tadschikistan und Turkmenistan sichern. Am Rande der IWF-Tagung fanden Treffen mit Vertretern der Mitglieder statt, bei denen es unter anderem um Entwicklungsprojekte in den asiatischen Staaten ging.
Schweiz und Polen abwechselnd
Die politische Führung der Gruppe soll auch nach der Quotenreform bei der Schweiz verbleiben. Bei der Rolle des Exekutivdirektors hingegen wollen sich die Schweiz und Polen ab 2014 abwechseln. Auf Schweizer Seite sei dafür alles vorbereitet, sagte Widmer-Schlumpf. Durch die Kooperation zolle man der wirtschaftlichen Entwicklung Polens Respekt.
Die Erreichung des Quorums von 85 Prozent bis zum Termin am Jahresende ist derzeit vor allem durch die Veto-Macht der Vereinigten Staaten mit 16 Prozent gefährdet. Die USA schieben wegen des Wahlkampfes das Thema auf.
In ihrem Résumé zum Ende der IWF-Tagung sagte Widmer-Schlumpf, es sei eine Kunst, einerseits eine Fiskalkonsolidierung anzustreben, also Schulden zu reduzieren, ohne gleichzeitig Arbeitsplätze und Investitionsmöglichkeiten zu gefährden.
Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sah die Tagung im Zeichen des neuen Weltbankpräsidenten Jim Yong Kim. Dieser forderte, den Klimawandel stärker in Entscheidungen miteinzubeziehen. Ein weiteres Kernthema war die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Minister betonte die Rolle der Schweiz bei der Erstellung eines entsprechenden Reports.
Fragile Weltwirtschaft
Nationalbankpräsident Thomas Jordan nannte die derzeitige Lage der Weltwirtschaft fragil. Jetzt müssten Regierungen entschlossen handeln und schnell Strukturreformen durchführen. Die Zeit sei knapp, warnte er. Zur Bankenunion in Europa sagte er, dass eine gute Umsetzung wichtiger sei als die Einhaltung von Zeitzielen.
Bei der IWF-Tagung kam auch das Vorhaben der IWF zur Sprache, den Treuhandfond für die ärmsten Länder der Welt durch den Verkauf eines Teils der Goldreserven aufzustocken. 50 Millionen Franken aus den Goldverkäufen würden zunächst an die Nationalbank zurückgehen. Über ihre weitere Verwendung müsse der Bund diskutieren, sagte Widmer-Schlumpf.
Die beiden Bundesratsmitglieder berichteten abschliessend von bilateralen Treffen mit Vertretern der japanischen Regierung, darunter Premierminister Yoshihiko Noda, Wirtschaftsminister Yukio Edano und Finanzminister Koriki Jojima. Thematisiert wurde unter anderem die Energiepolitik, bei der die Bundespräsidentin Unterstützung anbot.
(alb/sda)
- mcdale aus St. Gallen 102
Scho recht Aber mit 1:12 können Sie das nicht verhindern. Schlichtweg nicht ... heute 07:24 - Midas aus Dubai 3025
Nur Schweizer Nur Schweizer können bei einer solchen Meldung wieder meckern und ... heute 01:24 - Midas aus Dubai 3025
Quälende Frage bei 1:12 Wie können wir darauf vertrauen dass der staatliche Geheimdienst bei ... heute 01:18 - Midas aus Dubai 3025
Liebe Genossen Unsere Sozialisten und Kommunisten werfen sich ja wieder mächtig in's ... heute 00:58 - thomy aus Bern 3811
1 zu 12-Intiative heisst ..., Nur, damit ich mir das zu Gemüte führen kann. Am Beispiel eines, einer ... gestern 22:20 - HeinrichFrei aus Zürich 224
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