IWF-Chefin mit pessimistischem Ausblick
publiziert: Freitag, 6. Jul 2012 / 15:46 Uhr
IWF-Chefin Christine Lagarde.
IWF-Chefin Christine Lagarde.

Tokio - Die Weltwirtschaft stürzt nach Einschätzung von IWF-Chefin Christine Lagarde in immer grössere Schwierigkeiten. Die Situation habe sich in den vergangenen Monaten verschärft, sagte Lagarde am Freitag in Tokio.

9 Meldungen im Zusammenhang
Die Konjunkturdaten sowohl aus grossen Industrie- als auch aus aufstrebenden Schwellenländern hätten sich verschlechtert. Deshalb gehe der Internationale Währungsfonds (IWF) nun von einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung aus und werde noch im Juli einige seiner Prognosen herunterschrauben.

Der nächste Weltwirtschaftsausblick des IWF steht am 16. Juli an. Lagarde würdigte zudem zwar Europas stärkere Zusammenarbeit im Kampf gegen die Schuldenkrise, forderte aber weitere Schritte.

«In den vergangenen Monaten hat sich der Ausblick für Europa, die USA und grosse Schwellenländer verschlechtert», sagte Lagarde. «Die IWF-Prognosen werden wahrscheinlich gesenkt.»

Prognosen gesenkt

Im April hatte der Fonds seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft in diesem Jahr noch auf 3,5 Prozent angehoben nach 3,3 Prozent im Januar. Für das Jahr 2013 ging der IWF im Frühjahr von einem Plus von 4,1 Prozent aus, während die Experten der in Washington ansässigen Finanzinstitution zu Jahresbeginn nur mit 3,9 Prozent gerechnet hatten.

Lagardes pessimistische Äusserungen über die Weltwirtschaft folgten kurz nach den Lockerungen der Geldpolitik in der Euro-Zone, Grossbritannien und China - was bereits als Zeichen für die wachsende Beunruhigung über die globale Konjunkturentwicklung galt.

Am Freitag kamen neue Alarmsignale hinzu: Chinas Handel kämpft um das Erreichen seines Wachstumsziel und Japan droht wegen einer politischen Blockade Ende Oktober das Geld auszugehen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Japanische Banken verleihen mehr Geld ins Ausland als die Institute aller anderen Länder. Damit kehren die Geldhäuser auf eine Position zurück, die sie zuletzt in den 1990er Jahren vor einer schweren Bankenkrise in ihrem Heimatland innehatten. mehr lesen 
London - Grossbritannien kommt wirtschaftlich weiterhin nicht von der Stelle. Finanzminister George Osborne musste die ... mehr lesen
Es dauert länger, als alle erhofft hatten. (Symbolbild)
Die IWF-Chefin möchte, dass die internationalen Finanzmärkte noch mehr stabilisiert werden.
Tokio - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat ihre Forderung nach einer ... mehr lesen
Tokio - Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) wächst trotz der Bemühungen der Europäer bei der ... mehr lesen
Der IWF sieht die Euro-Schuldenkrise als grösste Bedrohung der Weltwirtschaft.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Washington - Die europäische Schuldenmisere droht nach Einschätzung der ... mehr lesen
Wird das Projekt Euro bald in sich zusammenfallen?
Washington/Berlin - Die Weltwirtschaft droht angesichts der Euro-Schuldenkrise und weiterer Risiken weiter an Schwung zu verlieren. «In den letzten drei Monaten hat der globale Aufschwung, der schon zuvor nicht stark war, Schwächetendenzen gezeigt», heisst es in der Aktualisierung der IWF-Prognosen vom Montag. mehr lesen 
Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt im Kampf gegen die Finanz- und Schuldenkrise ihren Leitzins von 1,0 ... mehr lesen 1
Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main.
Die Banken müssen 55 Milliarden Euro in einen Abwicklungsfonds überweisen.
Die Banken müssen 55 Milliarden Euro in einen ...
EU-Parlament billigt Kompromiss  Strassburg - Die Steuerzahler in der Europäischen Union sollen künftig nicht mehr für die Rettung maroder Banken in die Tasche greifen müssen. Darauf zielen einheitliche Regeln zur Abwicklung von Krisenbanken ab, die das EU-Parlament in abschliessender Lesung verabschiedet hat. 
Zeit für Einigung auf EU-Bankenabwicklung wird knapp Brüssel - Die Zeit für eine Einigung zwischen Mitgliedsstaaten und ...
Griechenland erzielt erstmals seit Jahrzehnten Überschuss Athen - Griechenland hat erstmals seit mehr als 65 Jahren einen Überschuss in seiner ...
Für Griechenland gehts es finanziell allmählich bergauf. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Henau 2186
    Verteuerbare Energie Sie machen immer wieder denselben Schreibfehler, Patrick Etschmayer. Es ... gestern 21:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2078
    Aber,... aber R. Müller! Sagen Sie doch einfach mit ihren eigenen Worten In ... Fr, 11.04.14 21:19
  • keinschaf aus Henau 2186
    Sozialschmarotzer!! Wenn Schweizer Arbeitslose, die RAV oder SKOS-Gelder beziehen, so ... Fr, 11.04.14 07:00
  • keinschaf aus Henau 2186
    Lesen Sie dazu... ....auch den Artikel in der AZ. Es gibt dort einen interessanten ... Fr, 11.04.14 04:42
  • jorian aus Gretzenbach 1434
    Forum Als ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich an bestimmte ... Fr, 11.04.14 03:43
  • keinschaf aus Henau 2186
    Schweizerischer Armleuchterverein SAV "Aus Sicht des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) gelten ... Fr, 11.04.14 01:31
  • keinschaf aus Henau 2186
    oder so....:-) Eine Millisekunde ist zwar in der Datenübertragung und -Verarbeitung ... Mi, 09.04.14 07:02
  • jorian aus Gretzenbach 1434
    Passt keinschaf Ich denke, dass wir unsere Artikel auf die Millisekunde genau ... Mi, 09.04.14 03:42
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
11.04.2014
10-9 analyse Logo
11.04.2014
10.04.2014
10.04.2014
10.04.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -1°C 7°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel -2°C 8°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen -1°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern -0°C 12°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 4°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 4°C 15°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 7°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten