Hunderttausende fordern in Rom Krisen-Massnahmen
publiziert: Samstag, 4. Apr 2009 / 13:23 Uhr

Rom - In Rom hat eine Grossdemonstration des Gewerkschaftsverbandes CGIL gegen die Regierung Berlusconi begonnen. An der Demonstration beteiligen sich Studentenverbände sowie linksorientierte Parteien.

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Der Gewerkschaftsverband CGIL demonstriert gegen die Regierung Berlusconi.
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Fünf verschiedene Demonstrantenzüge durchquerten die Innenstadt und skandierten Slogans gegen die Mitte-Rechts-Regierung um Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Sie forderten soziale Massnahmen gegen die Krise.

Hunderttausende Menschen beteiligten sich laut den Organisatoren an der Kundgebung, die am Nachmittag ihren Höhepunkt mit einer Veranstaltung auf dem Circus Maximus haben wird.

«Berlusconi ignoriert Not der Italiener»

Angeführt wurde die Demonstration von Gewerkschaftschef Gugliemo Epifani und von Oppositionschef Dario Franceschini. «Berlusconi hat bisher Hilfsmassnahmen zur Rettung der Banken und für die Autoindustrie ergriffen, ignoriert dabei aber die Notstandslage der Hunderttausenden Italiener, die ihre Arbeit verloren haben oder bald verlieren werden», betonte Epifani.

Die Regierung Berlusconi kritisierte die Proteste der Gewerkschaften, die erste Massenkundgebung gegen die Regierung seit deren Amtsantritt im vergangenen Mai.

«Die Demonstration ist so absurd wie ein Streik gegen den Regen. Gegen eine Krise mit globaler Dimension sind Demonstrationen sinnlos», kommentierte Arbeitsminister Maurizio Sacconi. «Diese Demonstration hat rein politische Natur und hilft den Italienern in keiner Weise, einen Ausweg aus der Krise zu finden», sagte Sacconi.

(tri/sda)

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