Kienbaum-Studie zur Vergütung in Kroatien
Hohes Gehaltsniveau in Kroatien
publiziert: Freitag, 12. Sep 2008 / 07:10 Uhr

Das Vergütungsniveau in Kroatien ist im Vergleich zu anderen osteuropäischen Staaten wie Tschechien oder Ungarn relativ hoch. So verdient ein Geschäftsführer in Kroatien durchschnittlich 103’200 Euro im Jahr, wogegen Tschechien und Ungarn derzeit noch unter der 100’000-Grenze liegen.

Kroatien gilt als eines der wachstumsstärksten Länder Europas mit einem geografisch günstig gelegenen Markt.
Kroatien gilt als eines der wachstumsstärksten Länder Europas mit einem geografisch günstig gelegenen Markt.
Kroatien galt nie als typisches Billiglohnland, folgerichtig sind niedrige Lohnkosten für nur zehn Prozent der Unternehmen ein Motiv für ihr Engagement dort. Ausschlaggebend sind vielmehr die Markterschliessung und -bearbeitung (67 Prozent) und die gut ausgebaute Infrastruktur (14 Prozent).

Produktivität gesteigert

«Kroatien gilt als eines der wachstumsstärksten Länder Europas mit einem interessanten, perspektivenreichen und geografisch günstig gelegenen Markt», sagt Maria Smid, Senior-Beraterin bei Kienbaum in Wien. Den relativ hohen Gehältern steht eine hohe Produktivitätssteigerung gegenüber. Fast die Hälfte der Unternehmen hat im vergangenen Jahr ihre Produktivität um durchschnittlich 25 Prozent verbessert. Diese Ergebnisse liefert die aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum zur Vergütung in Kroatien, die in diesem Jahr zum zweiten Mal erscheint. Untersucht wurden insgesamt 1205 Positionen vom Geschäftsführer bis zum einfachen Arbeiter; 41 Unternehmen unterschiedlicher Grössenklassen, Branchen und Regionen nahmen an der Befragung teil.

Weitere Gehaltssteigerungen erwartet

Die Grundgehälter in Kroatien stiegen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 7,4 Prozent und auch für das kommende Jahr wird eine Steigerung von sechs bis sieben Prozent erwartet. Besonders die Mitarbeiter in den Branchen Chemische Industrie und Pharma, Bauwirtschaft sowie Banken und Versicherungen profitierten von überdurchschnittlichen Gehaltserhöhungen von teilweise mehr als zehn Prozent. Dabei richten sich die Erhöhungen insbesondere bei Führungskräften nach der Ertragslage der Unternehmen.

Variable Vergütung immer beliebter

Eine variable Vergütung ist in Kroatien noch nicht so verbreitet wie in Tschechien oder Ungarn. Während in diesen Ländern schon durchschnittlich 83 beziehungsweise 67 Prozent der Mitarbeiter Empfänger variabler Vergütungen sind, beziehen in Kroatien nur 56 Prozent diese Art der Erfolgsbeteiligung. «Die Verbreitung und der Anteil am Gesamtgehalt haben in den vergangenen Jahren aber zugenommen. Diese Entwicklung wird sich in Kroatien fortsetzen», sagt Smid.

Gesucht: Qualifizierte Arbeitskräfte

Der Arbeitskräftemangel ist auch in Kroatien deutlich spürbar. So bewerten 32 Prozent der Unternehmen die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte als ungenügend, 44 Prozent geben ein befriedigendes, beziehungsweise nur 24 Prozent ein gutes Urteil ab. Gründe dafür sehen die Unternehmen vor allem in der hohen Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, in einem mangelhaften Bildungssystem, das nicht auf die Wirtschaft abgestimmt ist, und der relativ jungen industriellen Vergangenheit Kroatiens. Für das Jahr 2009 prognostizieren 72 Prozent der Unternehmen eine steigende Nachfrage. Massnahmen zur betrieblichen Weiterbildung sollen dabei dem Problem des niedrigen Ausbildungsniveaus entgegenwirken.

Frauenmangel auf der Führungsebene

Frauen sind vor allem in der Geschäftsführung mit einem Anteil von 13 Prozent noch deutlich unterrepräsentiert. Ein hoher Frauenanteil findet sich in den traditionellen Bereichen Buchhaltung (100 Prozent), Sekretariat (100 Prozent) und Personalleitung (87 Prozent). Dabei sind die Gesamtbezüge der männlichen Mitarbeiter auf allen Ebenen deutlich höher: Eine weibliche Fachkraft verdient zum Beispiel durchschnittlich 14 Prozent weniger als ihr männlicher Kollege, eine Geschäftsführerin sogar 38 Prozent.

(eb/KMU Magazin)

Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen.
Eine breite Allianz konzernkritischer ...
Allianz erhöht den Druck  Bern - Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen. Nachdem sie das Thema Konzernverantwortung mit der Kampagne «Recht ohne Grenzen» auf die politische Agenda gebracht haben, lancieren sie nun eine Volksinitiative. mehr lesen 1
Energiesparen  Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. Hauptmotiv ist die Einsparung von Energiekosten. Allerdings wird das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Das zeigen die Zahlen zum Jahresende 2013 in Deutschland. In der Schweiz dürfte das Ergebnis ähnlich ausfallen. mehr lesen  
Mehr als die Hälfte der Berufstätigen würden gerne den Arbeitscomputer durch ein neues Gerät ersetzen.
IT-Zufriedenheit  Besonders junge Berufstätige wollen mit neuen IT-Geräten arbeiten. Fast die Hälfte ist mit dem PC unzufrieden und gibt schlechte Noten für die ... mehr lesen  
AKTUELLE AUSGABE
AKTUELLE AUSGABE

» Hier abonnieren


Die Fachzeitschrift
für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat von Unternehmen mit 10 - 250 Beschäftigten.

» Hier abonnieren


Agenda
Wichtige Termine für Entscheider

» Termine anzeigen

Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wieso eigentlich? Brauchen wir doch gar nicht, die Menschenrechte, nicht mal in der ... So, 12.04.15 18:01
  • JasonBond aus Strengelbach 4115
    Zürich Weltmetropole Die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. In 10 Jahren ... Do, 24.02.11 11:02
  • jorian aus Dulliken 1754
    Rohstoffpreise A Wer keine Gold oder Silbermünzen hat ist selbst schuld! EU ... Fr, 04.02.11 03:57
  • Midas aus Dubai 3810
    Wir alle haben schuld Sehen Sie die Beiträge zur Waffeninitiative im Vergleich zu Ihrem ... Fr, 04.02.11 02:48
  • mriedl aus Aurolzmünster 1
    Schuld haben die Politker Ein Beispiel, der Heizölverbrauch sink jährlich um 5%, Tendenz weiter ... Do, 03.02.11 14:23
  • jorian aus Dulliken 1754
    Buchtipp ... Sa, 08.01.11 11:26
  • Betriebsrentner aus Wörthsee 1
    Die Versicherungswirtschaft läßt grüßen!! Wieder ein Versuch, diesmal auf europäischer Ebene, Menschen in die ... So, 06.06.10 16:59
  • ochgott aus Ramsen 695
    Eine Statistik die keinen Menschen weiterhilft. Mi, 26.05.10 16:26
 
News
         
Eine Legalisierung von Cannabis würde dem Wirtschaftskreislauf Substanz verleihen.
Publinews Der Konsum von Cannabis wird mittlerweile in breiten Gesellschaftsschichten toleriert. Es ist ein weltweites Geschäft geworden, mit dem jedes Jahr Milliarden Dollar ... mehr lesen
Klimawandel ⇒ Wie Anleger vom Klimaschutz profitieren können
Publinews Klimaschutz: Welche Investitionsmöglichkeiten ergeben sich?  Der Klimawandel vollzieht sich in immer schnelleren Zügen ⇒ Die Wirtschaft ist in besonderem Masse betroffen ⇒ ... mehr lesen
Erfolgreich Investieren ⇒ Anlegen wie die Superreichen
Publinews Investieren wie die Superreichen?  Der Hype um den Bitcoin geht weiter ⇒ Von Value Investing und anderen Strategien der Reichen ⇒ Was lässt sich von den Reichen lernen ⇒ ... mehr lesen
Studentenkredit ⇒ Tücken stecken oft im Detail
Publinews Studium finanzieren: So wird das Studium nicht zur Schuldenfalle  Studieren kostet ⇒ Ausgaben für Miete und Leben, Studiengebühren müssen finanziert werden ⇒ Aber auch ein ... mehr lesen
Online Broking erfreut sich grosser Beliebtheit.
Publinews Der Online-Broker easyMarkets ist sehr erfreut darüber, seine Zusammenarbeit mit der Plattform TradingView bekannt zu geben. Ab jetzt können die Kunden von ... mehr lesen
Die Analyse von Daten wird immer wichtiger.
Publinews In die Überschrift werden bewusst zwei Themenschwerpunkte gepackt. Beide Themen haben einen enormen Einfluss darauf, wie Firmen ... mehr lesen
Tipp: Auf Steve Jobs hören.
Publinews Wenn Sie heute als Unternehmer durchstarten möchten, brauchen Sie vor allem eine Vision. Die Vision ist wichtig, um Ihren Weg in die richtige Zukunft sehen zu können. Die ... mehr lesen
Marvin Steinberg
Publinews Marvin Steinberg: „DeFi bedeutet ein freies Finanzsystem für alle“  Wird in den Medien über Technologie und Finanzen gesprochen, denken die meisten Menschen sofort an Kryptowährungen. Auch ... mehr lesen
Wie erreicht man den potentiellen Konsumenten?
Publinews Wenn es um die Werbung geht, dann stehen Unternehmen immer wieder vor der Frage, welche Varianten es ausserhalb des Internets gibt. Auch wenn die Online-Werbung ... mehr lesen
Gewöhnung an Hörgeräte
Publinews Gewöhnung an Hörgeräte  Hast du dir vor kurzem ein neues Hörgerät zugelegt und bist quasi Neuling in diesem Bereich? Dann lernst du hier, wie du mit der ganzen Situation am besten umgehst. mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
26.10.2021
26.10.2021
26.10.2021
26.10.2021
NOUSDEUX Logo
26.10.2021
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 4°C 12°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 5°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 4°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 4°C 12°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 5°C 12°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebelfelder
Genf 5°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 6°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten