Hildebrand verteidigt Euro-Einkäufe der SNB
publiziert: Samstag, 21. Aug 2010 / 11:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Aug 2010 / 11:36 Uhr
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Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand. (Archivbild)
Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand. (Archivbild)

Bern - Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand stellt sich hinter die massiven Euro-Käufe der Nationalbank im Frühjahr: Ohne die aggressive Intervention gegen eine starke Frankenaufwertung hätten «womöglich 8 Prozent Arbeitslosigkeit» und Deflation gedroht.

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe nun zwar eine «aufgeblähte Bilanz mit entsprechenden Bewertungsrisiken», sagte Hildebrand in einem Interview, das am Samstag im «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» erschien. Dennoch sei für ihn klar, «dass wir uns für den besseren Weg entschieden haben».

Diese Überzeugung leitet Hildebrand aus den aktuellen Aussichten für das laufende Jahr ab: Immerhin sei für die Schweiz ein Wirtschaftswachstum von rund 2 Prozent zu erwarten, die Arbeitslosigkeit sinke und die Preisstabilität stehe nicht in Gefahr.

Hätte die SNB hohe Arbeitslosigkeit und Deflation zugelassen, «wäre das nicht gesetzeskonform gewesen», sagte Hildebrand weiter. Deshalb ziehe er es vor, der Öffentlichkeit zu erklären, weshalb in der SNB-Bilanz nun Risiken steckten.

Manövrierraum trotz Bilanzrisiken

Auf die Frage, ob die Nationalbank angesichts dieser Risiken noch manövrierfähig sei, sagte Hildebrand: «Auf jeden Fall!» Nicht direkt eingehen wollte Hildebrand aber darauf, ob eine Intervention im gleichen Ausmass nochmals möglich sei. «Letztlich ist der Spielraum durch unser gesetzliches Mandat begrenzt», sagte er.

Im April und Mai hatte die Nationalbank in grossem Masse Euro eingekauft, damit der Franken gegenüber dem Euro nicht zu stark wird. Trotz der Intervention verlor der Euro im ersten Semester aber gegenüber dem Franken 10,7 Prozent an Wert.

Als Folge der Intervention stiegen die Devisenreserven der SNB deutlich an. Im Juli wies die Nationalbank bei sinkender Tendenz noch Devisenreserven von 219,3 Mrd. Franken aus, Ende 2009 waren es erst rund 95 Mrd. Franken gewesen.

(bert/sda)

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EURO-Käufe
Vor 65 Jahren haben wir den US$ mit CH 4.30 umgerechnet. Auch damals ging ein Wehklagen durch die Wirtschaft, wenn er auch nur ein paar Rappen schwächer wurde. Auch damals wurden für seine Stützung massenweiss US$ eingekauft. Wirkung Null. Verlust zu Lasten Aller, ausgebucht. Das kann Herr Hildebrand aus eigener Erfahrung ja nicht wissen. Die Manipulationen der SNB waren also schon damals nutzlos. Heutiger Umrechnungssatz zeitweise im CH-Rappenbereich! Jetzt das gleiche Spielchen mit dem EURO. Und wie der Kurs in 65 Jahren ist, wird der SNB-Boss kaum erleben. Aber ein gutes Salär ist im gewiss!
Lieber JasonBond, bei einem Dummschwätzer bleibt Ihnen ...
... aber eigentlich nichts anderes übrig, als auch dessen Fähigkeiten in Frage zu stellen ... Bei Bankern bleibt uns nichts anderes übrig, als vorsichtigerweise nichts Wahres zu erwarten! Diese Gesellschaft hat ihren Ruf derart ruiniert und hat sich zudem keinen Millimeter verändert, dass eine generelle Disqualifizierung besser ist, als noch auf fachliche Qalitäten zu hoffen - Spieler bleiben halt einfach SPIELER ...
Deflation
Das Schreckgespengst Deflation wurde in den letzten 2-3 Jahren immer wieder genannt.

So weit würde es gar nie kommen, eine Spirale der immer billiger werdenden Produkte funktioniert in der Hochpreisinsel gar nicht.
Auch sind wir Schweizer weltmeisterlich im Geld ausgeben trotz aller Krisen.

Ich zweifle Hildebrands Fähigkeiten nicht an. Aber auch er ist zum Dummschwätzer mutiert.
wirtschaft
ich bitte sie, ziehen sie nicht grundlos über alle leute her, die ihrer meinung nach falsche aussagen verbreiten.
dieser mann ist professionell und was er macht und sagt ist gewisslich nicht einfach zu verstehen. schon gar nicht wenn man nicht allzuviel von wirtschaft versteht.
ich möchte die banker und ihre bonuse nicht in schutz nehmen, aber das mit der stabilität vom franken zum euro ist für die schweiz schon wichtig.
die schweiz benimmt sich zwar immer als wäre sie komplett unabhängig von der EU, was aber leider nicht im geringsten stimmt.

wissen sie eigentlich was eine deflation ist und welche volkswirtschaftlichen konsequenzen sie auslösen wird?
da kann dann die SP definitiv aufhören soziale politik zu vertreten weil nämlich ganz schnell das geld fehlen wird...

liebe gruess
manuel
Ja, lieber JasonBond, so wie sich dieser Hildebrand ausdrückt, ...
... so scheint er sich wohl quasi wie auf der Brücke der Titanic zu fühlen und glaubt selbst immer noch nicht daran, dass DIESES Schiff, das er meint zu steuern, AUCH sinkbar ist - wie alles, was der Mensch schaffen kann ....

Wir haben es halt wirklich und leider nicht selten mit Volldeppen zu tun, die trotz jahrelanger scheinbarer Ausbildung eben auch SEHR vergesslich geworden sind - nicht zuletzt, weil Geld grundsätzlich selbstsicher macht - besonders das fremde Geld!

Ich bin sicher, dass dieser Hildebrand mit SEINEM Geld viel vorsichtiger umgeht!
Banker Volldepp Realitätsverlust
Tja, Hildebrand hat sich leider jetzt auch als typischer Banker Vollidiot entpuppt.

8 Prozent Arbeitslosigkeit und Deflation wenn die SNB nicht die EURO angehäuft hätte???? Ist dieser Mann noch glaubwürdig. Ich fasse solche irrsinnigen Aussagen gar nicht.
Das ist wieder reine "ich bin Unfehlbar" Verteidigung die wieder an die typische Banken-dem Volk Angst machen-Politik erinnert.

Schade, und ich dachte, Hildebrand sei besser als all die anderen.
23.08.2010
Heite ist der Eurokurs total eingebrochen.

Womit rechtfertigen Sie jetzt die Eurokäufe Herr Hildebrand?

Eigentlich gehören Sie vor ein Gericht, da Sie Volksvermögen vernichtet haben!
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