Merkel und Sarkozy gelassen - Juncker empört
Harsche Kritik an Drohung der Ratingagenturen
publiziert: Dienstag, 6. Dez 2011 / 08:52 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 6. Dez 2011 / 12:01 Uhr
Jean-Claude Juncker hält die Einschätzung von Standard & Poor's für überzogen und ungerecht.
Jean-Claude Juncker hält die Einschätzung von Standard & Poor's für überzogen und ungerecht.

Köln - Die Drohung der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die Kreditwürdigkeit praktisch aller Euro-Länder herabzustufen, ist in Europa auf demonstrative Gelassenheit, aber auch auf scharfe Kritik gestossen.

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Wenige Tage vor dem EU-Gipfel versah S&P in einem beispiellosen Schritt 15 Euro-Staaten mit einem negativen Ausblick. Das könnte binnen drei Monaten eine Herabstufung nach sich ziehen. Selbst Deutschland oder Frankreich laufen Gefahr, ihre Spitzennote zu verlieren. Die Folge könnten höhere Zinsen für neue Schulden sein.

Angesichts der ernsthaften Reformanstrengungen in vielen Euro-Staaten wirke die Drohung «wie ein Keulenschlag», sagte der Chef der Eurogruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, am Dienstag im Deutschlandfunk. Das Vorgehen der Agentur sei «masslos überzogen und auch ungerecht».

«Beunruhigt bin ich nicht, erstaunt schon», fügte Juncker hinzu. Dass die Agentur kurz vor dem EU-Gipfel aus heiterem Himmel Abstufungen ankündige, könne kein Zufall sein.

Demonstrative Gelassenheit

Die Regierungschefs in Berlin und Paris demonstrierten Gelassenheit: Sie nähmen die Ankündigung zur Kenntnis, erklärten Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy.

Ihre Vorschläge zur Reform der Währungsunion würden die haushalts- und wirtschaftspolitische Koordinierung der Eurozone stärken und so Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum fördern. «Wir werden am Donnerstag und Freitag die Entscheidungen treffen, die wir für die Euro-Zone für wichtig und unabdingbar halten», sagte Merkel.

Unverständnis

Mehrere Regierungsvertreter reagierten aber mit harscher Kritik: «Die EU-Kommission sollte das Monopol der Rating-Agentur zerschlagen», sagte etwa der stellvertretende Vorsitzende der regierenden deutschen Union, Michael Meister, der Nachrichtenagentur Reuters.

CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs warf der US-Agentur «politisches Kalkül» vor. Er habe das Gefühl, die USA wollten von ihren eigenen Problemen ablenken, die grösser seien als die europäischen, sagte Fuchs der Tageszeitung «Die Welt» (Dienstagausgabe). «Die Neuverschuldung der USA ist höher als die der gesamten Euro-Zone zusammen», sagte Fuchs weiter.

(bert/sda)

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Der grosse Reset ist ja vielleicht schon unterwegs. Eskaliert der Konflikt Israel-Iran weiter, kommt es zu einem Neuanfang. Aber ohne homo sapiens.
Da rennen Sie bei mir offene Türen ein.
Das eine kleine Macht-Elite die Massen lenkt und die Politik manipuliert weiss ich schon lange.

Dabei ist es mir auch gleich, ob dies jetzt The Skulls, Yale Absolventen oder Bilderberger sind.

So uninformiert und dumm ist die breite Bevölkerung im Einzelnen eben auch nicht.

Nur kann man sich kaum noch wehren.

Um die Mächtigen der Hochfinanz zu Fall zu bringen, müsste man ja global Sozialistische oder Sozialdemokratische Parteien an die Macht wählen. Schön, dann wäre das Problem gelöst.
Nur würden diese Kräfte dann anderes einführen, dass auf andere Art die Menschen zu Sklaven macht.

Es hilft nichts. Nur ein Reset des gesamten Finanzmarktsystems würde die Chance bringen etwas neues aufzubauen.
Dieser Reset wird ja eh herbeigeführt von den Akteuren in dieser Krise, davon bin ich überzeugt.
Dinge in Ordnung bringen
JB, lesen Sie doch mal meinen Beitrag über das "Hegelsche Prinzip" - vielleicht kann es Ihnen weiterhelfen, die Dinge in einem anderen Licht zu sehen.

Ratingagenturen, Banken, EU-Komissionen, "Merkozy" und EZB sind nichts anderes als globale Schachfiguren in einem abgekarteten miesen Spiel der gottlosen und okkulten "Welt-Elite". Auch die scheinbare "Uneinigkeit" oder "Unkompatibilität" ist selbstverständlich gewollt - die Massen fallen jedenfalls darauf herein.
....die Dinge in Ordnung zu bringen...
sei Europa gerade daran, sagt Juncker.
Aha.

Das ist ja lachhaft.

Die Ratingagenturen, Banken, EU-Kommission und Merkozy und EZB sind nicht kompatibel miteinander in dieser Krise und das merkt man deutlich.

Deshalb wird sowohl der Euro wie auch einzelne Staaten bachab gehen in schon sehr naher Zukunft.

Und noch was, Alles, aber auch alles, was immer kategorisch verneint und dementiert wurde ist trotzdem eingetroffen.

Gerade "in" im Dementieren und Verneinen sind die Eurobonds auch schon geschönt Stability Bonds genannt.

Auch diese werden dann trotzdem irgendwann noch angekündigt als den zig-sten Befreiungsschlag aus der Krise.
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