McAfee-Studie: Kunden erwarten Schutzmassnahmen von Netzbetreibern
Handynutzer fürchten Sicherheitslücken
publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2008 / 07:49 Uhr

Fast drei Viertel der Handybesitzer zweifeln an der Sicherheit von Mobildiensten wie Multimedia-Downloads, Überweisungen oder elektronischen Tickets: So lautet das Fazit des McAfee Mobile Security Reports 2008. Die Studie wurde auf der weltgrössten Mobilfunkmesse, dem Mobile World Congress in Barcelona, vorgestellt.

86 Prozent der Handynutzer sehen sich Risiken wie überhöhten Abrechnungen, Datenverlust oder Datendiebstahl ausgesetzt.
86 Prozent der Handynutzer sehen sich Risiken wie überhöhten Abrechnungen, Datenverlust oder Datendiebstahl ausgesetzt.
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Im Rahmen einer Online-Erhebung wurden insgesamt 2000 Verbraucher aus Grossbritannien, Japan und den USA nach ihren Erfahrungen, Erkenntnissen und Sorgen rund um etablierte und neue Mobilfunkdienste befragt. Die Antworten stammen zu gleichen Teilen aus den drei Ländern.

Wichtigste Ergebnisse

86 Prozent der Handynutzer sehen sich konkreten Risiken wie überhöhten Abrechnungen, Datenverlust oder Datendiebstahl ausgesetzt. Ein gutes Drittel (34 %) hält die Sicherheit mobiler Kommunikationsgeräte und Dienste generell für unzureichend. Vier Fünftel (79 %) benutzen wissentlich ungeschützte Geräte. Weitere 15 Prozent wissen nicht, wie sicher ihre Handys sind. 59 Prozent der Kunden erwarten, dass die Netzbetreiber für die Sicherheit der Geräte und Services sorgen.

Skepsis gegenüber neuen Diensten

Geniessen Standardleistungen wie Telefonie und SMS nach wie vor ein relativ hohes Vertrauen, so stehen 55 Prozent der Befragten dem Zahlungsverkehr und Bankgeschäften per Handy skeptisch gegenüber. Mehr als 40 Prozent halten den Empfang von Multimediadaten sowie digitale Eintrittskarten, Park-, Flug- oder Fahrscheinen für riskant. Unter den mobilen Internetsurfern liegt das Risikobewusstsein um 80 Prozent höher als bei denen, die noch nie per Handy im Web unterwegs waren. Gegen mindestens einen der genannten neuen Dienste hegen gut 72 Prozent der Nutzer Vorbehalte. Die Bedenken sind umso weiter verbreitet, je stärker der Markt gesättigt ist.

Tatsächliche Schadenhäufigkeit

Mobilfunknetze werden zwar noch nicht so oft und so massiv angegriffen wie vernetzte Computer, doch nimmt sowohl die Zahl als auch die Raffinesse solcher Attacken zu. Mehr als jeder zehnte Befragte (14 %) hatte entweder selbst schon einen Virus auf dem Mobilgerät oder kennt jemanden, dem dies passiert ist. Einschlägige Erfahrungen scheinen das Vertrauen in die Technik nachhaltig zu erschüttern: 80 Prozent der Betroffenen fürchten, auch Freunde oder Kollegen könnten Opfer eines Handyviruses werden. Der SMS-Missbrauch eskaliert ebenfalls. Deutlich mehr als ein Drittel der Nutzer (38,6 %) gab an, im Durchschnitt mindestens einmal pro Monat unerwünschte Kurznachrichten zu erhalten. Besonders akut ist das Problem in Japan. Über ein Viertel der Mobilfunker (26,1 %) wird dort täglich mit SMS-Spam belästigt.

Wer sorgt für Sicherheit?

Trotz steigendem Risikobewusstsein verwenden 79 Prozent der Umfrageteilnehmer wissentlich Mobilgeräte, die ungeschützt sind. Weitere 15 Prozent benutzen Handys, deren Sicherheitsniveau sie nicht kennen. Knapp 60 Prozent der Verbraucher gehen davon aus, dass sich die Netzbetreiber um den Schutz der Geräte und Services kümmern. Beinahe ebenso viele (56 %) finden, solche Sicherheitsmechanismen sollten ohne Aufpreis im Lieferumfang enthalten sein.

«Die Netzbetreiber müssen sich mit Sicherheitslücken in der Mobiltelefonie sowie der Vertrauenswürdigkeit ihrer Dienste auseinandersetzen», mahnt Victor Kouznetsov, Spartenleiter Mobile Security bei McAfee. «Das gilt insbesondere auf gesättigten Märkten. Wie die Studie zeigt, beschwört jede neue Funktion neue Ängste herauf, was wiederum die Akzeptanz innovativer Dienste mit hohem Erlöspotenzial schmälern kann. Kundenbindung ist eine Frage der Überzeugung. Nur wer dem Verbraucher zuhört, kann Services entwickeln, die ihn intuitiv ansprechen, denen er vertraut und für die er zu zahlen bereit ist.»

(lw)

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