HSBC-Suisse: Datenklau-Krise überstanden
publiziert: Montag, 28. Mrz 2011 / 19:01 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Mrz 2011 / 08:10 Uhr
Das Jahr 2010 war sehr schwierig für die Privatbank HSBC.
Das Jahr 2010 war sehr schwierig für die Privatbank HSBC.

Genf/Zürich - Für die Privatbank HSBC Suisse ist die Datenklau-Affäre um den Informatiker Hervé Falciani ein abgeschlossenes Kapitel. In Teilen Europas verlor das Genfer Institut im vergangenen Jahr aber immer noch Kundengelder.

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Die 8,5 Mrd. Fr. Netto-Neugeld im vergangenen Jahr stammen mehrheitlich aus Asien. In Europa zogen Kunden der Schweizer Tochter des britischen Finanzriesen HSBC unter dem Strich 1,6 Mrd. Fr. an Kundengelder ab, wie am Montag bekannt gegeben wurde.

Vor einem Jahr musste die Vermögensverwalterin bekannt geben, dass rund 15'000 Kunden von einem Datenklau durch den ehemaligen HSBC-Informatiker Hervé Falciani in den Jahren 2006 und 2007 betroffen waren. Viele französische Kunden waren tangiert, nachdem die Behörden in Frankreich Ende 2009 bei Falciani gestohlene Daten beschlagnahmt hatten.

Frankenhoch belastet

Für HSBC-Suisse-Chef Alexandre Zeller ist es ein Zeichen «aussergewöhnlichen» Kundenvertrauens, dass nicht mehr Geld verlustig ging, wie er im Gespräch mit den Medien in Zürich sagte. Dennoch sei 2010 ein sehr schwieriges Jahr für die Bank gewesen.

Während die Eidg. Finanzaufsichtsbehörde Finma in den Datensystemen der Privatbank Mängel festgestellte, erhöhte das Institut die Datensicherheit. Laut Zeller hat die Bank dafür rund 100 Mio. Fr. in die Hand genommen.

In ihrem Geschäft litt HSBC Suisse 2010 klar unter dem gegenüber Dollar und Euro starken Franken. Mit 186 Mrd. Fr. Kundengeld gehört die Bank zu den grössten Vermögensverwaltern in der Schweiz, aber die Bestände sind verglichen mit 2009 um 2 Prozent zurückgegangen.

Die Wechselkurse hatten einen negativen Effekt von 17,6 Mrd. Fr. auf die in Franken bilanzierten verwalteten Gelder. Am Markt gewannen sie indessen um 6 Mrd. Fr. an Wert.

Weniger Gewinn

Ein Grossteil der Kunden der Schweizer HSBC-Tochter sind in Dollar oder Euro investiert. Die Genfer sind unter anderem spezialisiert auf schwerreiche Kunden. Ausser in Europa will der Vermögensverwalter vor allem in den aufstrebenden Länder Asiens und Lateinamerikas Kunden gewinnen.

Die Wechselkurse sorgten auch für höhere Kosten und drückten zusammen mit den tiefen Zinsen auf die Profitabilität. Unter dem Strich fuhr HSBC Suisse einen Gewinn von 496 Mio. Fr. ein. Das Ergebnis liegt 29 Prozent tiefer als 2009.

(bg/sda)

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