«Guardian»: Milliarden-Boni für Wall-Street-Banker
publiziert: Samstag, 18. Okt 2008 / 17:30 Uhr

London - Trotz des Finanzchaos an der Wall Street streichen die Banker nach einem Zeitungsbericht noch immer milliardenschwere Boni ein. Allein die Bezüge der Mitarbeiter der sechs grössten Banken summierten sich für die bisherige Arbeit in diesem Jahr auf über 70 Mrd. Dollar.

Die ausbezahlten Boni entsprechen etwa zehn Prozent des Volumens vom US-Rettungspaket.
Die ausbezahlten Boni entsprechen etwa zehn Prozent des Volumens vom US-Rettungspaket.
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Davon entfällt ein Grossteil auf Boni, wie die britische Zeitung «The Guardian» berichtete. Das entspricht etwa zehn Prozent des Volumens vom Rettungspaket der US-Regierung.

An der Wall Street stünden die Zahlungen in keinem Verhältnis zu dem Wertverlust, den die Aktien der Banken seit Jahresbeginn verzeichnen mussten, schrieb der «Guardian» weiter.

Die Papiere der Citigroup und von Goldman Sachs fielen um über 45 Prozent. Die Titel von Merrill Lynch und Morgan Stanley gingen sogar um über 60 Prozent in den Keller.

Unverhältnismässige Bezüge

Die bisherigen Gesamtbezüge der Morgan-Stanley-Mitarbeiter von fast 10,7 Mrd. Dollar seien zwischenzeitlich sogar höher als der Börsenwert des Unternehmens gewesen.

Bei den Citigroup-Mitarbeitern summierten sich die Bezüge inklusive Boni in den ersten neun Monaten dieses Jahres nach Recherchen des «Guardian» auf 25,9 Mrd. Dollar. Die Bank hatte eine Geldspritze aus dem Rettungspaket der Regierung in annähernd derselben Höhe erhalten.

Die Bezüge der Goldman-Sachs-Mitarbeiter addierten sich den Recherchen zufolge bislang auf 11,4 Mrd. Dollar. Bei Morgan Stanley lag die Summe bei 10,7 Mrd. Dollar, bei JP Morgan waren es 6,5 Mrd. Dollar und bei Merrill Lynch 11,7 Mrd. Dollar, wie der «Guardian» weiter berichtet.

(bert/sda)

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