Grünes Licht für Skype-Übernahme
publiziert: Freitag, 7. Okt 2011 / 19:12 Uhr
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Microsoft kann Skype definitiv übernehmen.
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Brüssel - Microsoft darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission den Internettelefon-Dienst Skype übernehmen. Die europäischen Wettbewerbshüter genehmigten am Freitag den milliardenschweren Kauf ohne Auflagen.

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Die Übernahme werde den Wettbewerb in Europa nicht behindern, da es ausreichend Konkurrenten - zum Beispiel Google - gebe, teilte die EU-Behörde in Brüssel nach einer Prüfung des Falls mit. Der Windows-Konzern hatte für den populären Anbieter von Telefon- und Videogesprächen im Internet rund 8,5 Mrd. Dollar gezahlt.

Grösster Zukauf

Die Übernahme ist der grösste Zukauf in Microsofts Firmengeschichte. Und der Preis liegt drastisch höher als die Summen, die bisherige Käufer für Skype auf den Tisch gelegt hatten. Der Telefondienst ist für Microsoft der Schlüssel, um mit den erfolgreichen Rivalen Apple und Google konkurrieren zu können.

Der IT-Gigant Microsoft, dessen grösstes Geschäft nach wie vor das Betriebssystem Windows und die Office-Büroprogramme sind, versucht schon seit Jahren, mit Milliarden-Investitionen neue Geschäftsbereiche zu erschliessen.

Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos über das Internet telefonieren, auch mit Videoübertragung. Geld verdient das Unternehmen vor allem mit günstigen Anrufen in das herkömmliche Telefonnetz. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 660 Millionen registrierte Nutzer weltweit.

Skype mit Schulden

Microsoft hatte zuletzt nur noch 170 Mio. aktive Kunden genannt. Skype hatte im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von von über 800 Mio. Dollar einen Verlust von 7 Mio. Dollar gemacht. Auf Skype lasten Schulden.

Der IT-Gigant Microsoft stand jahrelang im Fokus der Brüsseler Kartellwächter: In mehreren Verfahren ging es um die dominierende Stellung des Windows-Betriebssystems. Die EU-Kommission verhängte gegen Microsoft mehrfach hohe Bussgelder. Im Frühjahr hatte Microsoft seinerseits über die Benachteiligung seiner Suchmaschine Bing durch den Marktführer Google bei der EU geklagt.

(bg/sda)

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