Grüne planen Widerstand mit Deutschen
publiziert: Samstag, 9. Jun 2007 / 17:21 Uhr

Basel - Die grünen Parteien der Schweiz, Deutschlands und in Brüssel drohen der Atomindustrie mit grenzüberschreitendem Widerstand. Die Grünen wollen verhindern, dass die Atomkraftnutzung verlängert oder gar ausgebaut wird.

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Die Abkehr von der Atomkraft lohne sich auch wirtschaftlich, so die Grünen.
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Die Stromlücke sei eine Erfindung, teilte die Grüne Partei der Schweiz mit. Gleichentags hatten in Basel grüne Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus Bern, Berlin, Brüssel, Stuttgart und Basel über die Atomenergie im Zeitalter der Klimaerwärmung diskutiert.

In der Schweiz will die Elektrizitätswirtschaft aus Sicht der Grünen den Weg ebnen, um neue Atomkraftwerke zu bauen. In Deutschland suche sie «trickreich nach Möglichkeiten, den ausgehandelten und beschlossenen Atomausstieg zu hintergehen». Mit der Behauptung, man betreibe Klimapolitik, führe sie die Bevölkerung an der Nase herum.

Teure Risikoenergie

Für die Grünen bleibt die Atomkraft eine teure Risikoenergie. Sie fordern daher eine energiepolitische Wende - hin zur konsequenten Nutzung erneuerbarer Energien sowie zum effizienten und sparsamen Umgang mit Energie. Dieser Weg lohne sich auch wirtschaftlich.

In Deutschland feiere die erneuerbare Energie Urständ. Rund 170 000 Arbeitsplätze habe die Wirtschaft neu geschaffen, rechnen die Grünen vor. Der Atomsektor beschäftige dagegen nur 35 000 Personen.

(ht/sda)

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