Für 10 Franken gibt's 8 Euro
Griechenlands Krise - neues Euro-Rekordtief
publiziert: Montag, 23. Mai 2011 / 17:50 Uhr
Griechenland und die Eurozone: Uneinigkeiten bahnen sich an.
Griechenland und die Eurozone: Uneinigkeiten bahnen sich an.

Zürich - Der Kurs des Euro zum Franken hat neue Rekordtiefstände erreicht. Die Schuldenkrise riss die europäische Einheitswährung weiter in die Tiefe, der Franken wurde einmal mehr als sicherer Hafen angesteuert.

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Am Montagnachmittag stand der Euro knapp unter 1,24 Franken. Kurz vor Mittag hatte der Kurs mit 1,2323 Fr. ein neues Allzeittief erreicht. Zum Dollar sank der Euro erstmals seit März wieder unter die Marke von 1,40 Dollar.

Hauptgrund für die Kursverluste ist die europäische Schuldenkrise. Für Abwärtsdruck sorgten Herabstufungen von Ratingagenturen. So hatte die US-Agentur Fitch am Freitag die Kreditwürdigkeit Griechenlands stark um drei Noten gesenkt. Zudem hatte Standard & Poor's (S&P) am Wochenende die Kreditwürdigkeit Italiens infrage gestellt, indem sie den Ausblick für das Rating auf negativ senkte.

S&P hatte vor kurzem allerdings auch den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der USA gesenkt. Die Konkurrenz - Fitch und Moody's - zeigte sich unbeeindruckt und kündigte an, ihren Ausblick für Italien nicht zu senken. Italien ist nach Deutschland und Frankreich die drittgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone und leidet schon lange unter einer schwacher Konjunktur.

Als Belastung für den Euro verwiesen Devisenexperten auch auf Befürchtungen, Spanien werde nach der Schlappe für die Regierungspartei von Ministerpräsident Zapatero bei den Kommunalwahlen am Wochenende das Reformtempo etwas zurücknehmen.

Weitere Umschichtungen

Anleger seien wegen der Schuldenkrise verunsichert und schichteten in andere Währungen wie Dollar, Yen und Franken um, hiess es. "Die Anleger sehen die ultimative Gefahr, dass die Euro-Zone auseinanderbricht", erklärte Unicredit-Analyst Kornelius Purps die harsche Reaktion.

An den Rentenmärkten flüchteten die Anleger in deutsche Bundesanleihen, was letztlich für die Regierungen in Rom, Madrid und Athen bedeutet, dass sie den Anlegern noch höhere Risikoaufschläge als bisher zahlen müssen.

Der Dollar stand zum Franken derweil stabil leicht über 88 Rappen. Beim Euro halten es Experten für denkbar, dass sich der Kurs noch näher an die Marke von 1,20 Fr. bewegen könnte.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank rechnen für die nächste Zeit mit einem Rückgang des Euro-Wechselkurses auf 1,2260 Franken. Wenn sie recht behalten, wird der Kurs im Vergleich zu Anfang April demnächst um 10 Rappen gefallen sein.

(fest/sda)

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Griechenland
Griechenland wird die Schulden niemals zurückzahlen können. Dies bedeutet, dass die Banken bluten werden; damit auch die Lebensversicherungen....... Auch die CH ist keine Insel.

Hier noch ein Filmtipp: http://www.youtube.com/watch?v=FzrBurlJUNk
Die Henne oder das Ei
Tja, die Frage wer wieviel Schuld hat - die Banken - die Regierungen(Politik) ist etwa so als wenn man die Huhn-Ei Frage stellt.

Ohne Politik wäre das perverse Treiben der Hochfinanz nicht möglich gewesen. Ohne die Banken wäre das kranke Verhalten der Regierungen auch nicht möglich gewesen.

Das in 80% Verantwortung bei der Politik zu quantifizieren finde ich fragwürdig.
Wenn überhaupt müsste man von 50/50 ausgehen.

Tatsache bleibt, das während so ziemlich alle leiden, genau die Banken alle wieder mit den selben fragwürdigen Methoden Milliarden Gewinne machen, Milliarden Entlöhnungen sprechen und einen nächsten Zusammenbruchs des perversen Systems bewusst in Kauf nehmen, da man dann ja wieder auf die Rettung zählen darf, denn eine Alternative kennen die Regierungen offenbar ja nicht.

Die Schweiz ist sehr gut weggekommen, die Krise war hier ja für viele kaum wenn überhaupt spürbar. Das haben wir unserer Jahrzehntelangen ausgewogenen Politik zu verdanken und der Rettung der UBS. Diese Rettung allerdings könnte uns noch extrem zu schaffen machen, denn diese UBS läuft wieder mit Volldampf in die selbe Richtung wie vorher, geradeaus in die nächste Katastrophe.
Too Big To Fail? Nein. Too Big Too Dangerous. Wir sind tatsächlich von dieser Bank abhängig auf Gedeih und Verderb. Also haben wir alles richtig gemacht??
Danke 'Midas'!
Für Beiträge wie diesen habe ich Sie in bester Erinnerung!!!
Teure Ideologie
Ich bleibe dabei, die Politik hat diese Misere zu 80 % ausgelöst. Die Bankenkrise war dann noch das Lüftchen dass die termitenzerfressenen Häuser zusammenstürzen liess. Korrektur: Es waren auch nicht unsere Systeme, sondern wie immer kam der Dreck aus den USA. Wirtschaftlich verläuft die Achse des Bösen zwischen NY und LA. Vielleicht braucht Europa noch 10 Jahre bis sie das schnallen. Würden wir das Öl und Gold vom Dollar entkoppeln, wären die USA zahlungsunfähig und wir hätten den 3. Weltkrieg.

Griechenland war schon davor ein Saftladen, welcher die Maastrichter Kriterien nicht erfüllte, über die Verhältnisse lebte und wo die Bevölkerung glaubte keine Steuern zu zahlen wäre eine Olympia Disziplin. Auffällig dass es in den meisten Krisenländer eine starke Verknüpfung der Politik mit Korruption gibt.

Um das Bild noch zu verbessern kommen jetzt dann überall noch bessere Kandidaten dazu. Rumänien, Bulgarien, Restbalkan. Für billige Arbeiter und Aushöhlung der Sozialsysteme. Aber ich bin mir sicher, Rumänien legt gleich viel Wert auf die Maastricht Kriterien wie Griechenland! Zur Zeit gibt es nur ein Land in Europa dass diese Kriterien erfüllt. Das ist dummerweise die Schweiz. Wahrscheinlich genau darum, weil sie nicht dabei ist.

Jetzt sorgt die Politik für die nächste Misere. Griechenland und andere Staaten kommen ohne Schuldenerlass nicht aus dem Dreck. Vor langer Zeit schrieb ich in diesem Forum man müsse früher oder später die Zähler auf Null stellen. Das hat aber einen Domino-Effekt. Streicht man Griechenland die Schulden, will das Spanien, Portugal, Irland und nicht lange und Berlusconi wird schreien.

Wenn ein Privater eine Hypo bei Bank A zu 5 % nicht bezahlen kann weil er nicht genügend Einkommen hat, hilft es nicht wenn Bank B ihm auf einen Sparplan und bei gleichem Einkommen eine neue Hypo zu 10 % vergibt, um die alte zu bezahlen. Das gleiche System wie bei den Ami-Haushalten mit ihren privaten "16-Kreditkarten-Spiele". Was im richtigen Leben oft Kinder verstehen, will die Politik nicht wahrhaben.

Ich weiss Sie mögen das nicht gerne hören JB, aber es gab Länder die haben diese Krise meisterlich bewältigt. Das beste Land in dieser Disziplin war die die Schweiz. Für einmal hat sie alles richtig gemacht.

Der Euro-Raum kann ohne harmonisiertes Wirtschafts- und Steuersystem nicht funktionieren. Deutschland darf jetzt wieder 30 Milliarden an die Griechen zahlen. So lange Deutschland Exportmeister mit 1000 Milliarden bleibt, ist dies auch billiger und besser. Wenn das aber mal kippt oder die Deutschen einfach genug haben, wankt der Turm. Diese Steuern, Soli-Zuschlag, Sozialstaat und die Bezahlung an Drittstaaten hält auf die Dauer auch Deutschland nicht aus. Der Mittelstand verarmt.

Alles weil die Politik eine Ideologie verfolgt, nicht aber die Fakten dafür schafft.
Schrecken ohne Ende
Der Protektionismus der Banken, die diese ganze Misere zum grössten Teil mitverschuldet haben muss endlich gestoppt werden.

Ein Ende mit Schrecken mit kurzfristigen schmerzhaften Folgen wäre viel besser als das was jetzt abgeht.
Das unendliche Hinauszögern der Katastrophe die definitiv kommen wird. Bis dahin sind natürlich alle Verantwortlichen der Hochfinanz mit Ihren Milliarden Vergütungen verschwunden und die momentanen Regierungschef in gut gepolsterter Pension.

Bald (2012, 2013?) wird es einen sehr lauten grossen Knall geben und der EURO wie auch die EU werden hier fahrlässig aufs Spiel gesetzt.

Und wer sich hier (in der Schweiz) nicht betroffen fühlt, weil wir nicht den EURO haben und nicht in der EU sind, irrt gewaltig.
Denn die Krise die nach dem Zusammenbruch kommen wird, wird die von den Staaten gepolsterten Krise von 2008/2009 schwerst in den Schatten stellen und auch die Schweiz sehr hart treffen.
Nur werden wir alle dann nicht wieder innerhalb eines Jahres auf den Beinen stehen.
Denn die Staaten die dieses Mal noch die Kraft hatten die diversen Banken und Finanzinstitute zu "retten" werden dann selber den Rettungsring brauchen, den niemand mehr parat haben wird.
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  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
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  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
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