Google will Handy zur Geldbörse machen
publiziert: Samstag, 8. Sep 2007 / 15:23 Uhr

Mountain View/Hamburg - Die Strategien des Suchmaschinen-Giganten Google für den Marktstart eines eigenen Mobiltelefons nehmen immer konkretere Züge an. Und dabei geht es dem Konzern in Mountain View nicht nur um Telefondienste.

Fahrkarten können schon jetzt bequem über das Handy gekauft werden.
Fahrkarten können schon jetzt bequem über das Handy gekauft werden.
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Google will das Handy zur Geldbörse machen und damit mobile Bezahlverfahren (M-Payment) vorantreiben. Das Bezahlverfahren Gpay hat man sich beim US-Patentamt bereits schützen lassen. Das Marktforschungsunternehmen ABI Research prognostiziert bis 2012 indes Umsatzmöglichkeiten von rund acht Milliarden US-Dollar mit mobilen Zahlungsverfahren. 2006 wurden demnach zehn Millionen Dollar umgesetzt.

Bahn- und Parktickets kann man in verschiedenen Pilotprojekten in Europa bereits seit einigen Jahren via Handy bezahlen, Kinokarten und Zigaretten am Automaten seit kurzem ebenfalls. Englische Handy-Anbieter wollen mit einem neuen einheitlichen Standard namens PayForIt dem Bezahlen per Handy endgültig zum Durchbruch verhelfen.

Der jeweilige Rechnungsbetrag wird mit der nächsten Handy-Rechnung abgerechnet. «In wenigen Jahren werden auch wir beim Einkauf im Supermarkt unser Handy über ein Lesegerät ziehen, und der Betrag wird automatisch per Telefonrechnung abgebucht», spekuliert «Die Welt» angesichts der rasanten Entwicklung vor allem im asiatischen Raum.

Keine Kleingeldsorgen mehr

Als Pionier gilt Japan. Hier hat der Mobilfunknetzbetreiber NTT Docomo seine Handys mit der erforderlichen Near Field Communication Technik (NFC) ausgerüstet und, um die Akzeptanz zu steigern, Kassensysteme im Handel subventioniert. Dabei wird das Handy drahtlos mit dem Computer verbunden und die Zahlung abgewickelt.

In Deutschland testen elf Nahverkehrsregionen derzeit gemeinsam das Pilotprojekt HandyTicket. Hier wählt und bestellt der Kunde bequem per Handy den Fahrschein. Ohne Wartezeiten, Kleingeldsorgen und Papierschein kann er sofort in Bus oder Bahn einsteigen. Einem weiteren Versuch, M-Payment zu etablieren, macht man demnächst bei der Deutschen Bahn, und zwar unter dem Titel Touch & Travel, wofür aber noch Testpersonen gesucht werden.

Die Tester werden mit einem mit RFID-Chip (Radio Frequency Identification) ausgerüsteten Handy ausgestattet, mit dem sie sich jeweils vor Fahrtbeginn bei einem Touchpoint an und nach ihrer Fahrt wieder abmelden. Der Abschied vom Kleingeld findet jedoch noch nicht überall Beifall, vor allem, weil es in Deutschland einerseits ausgereifte andere Bezahlsysteme gibt, andererseits einheitliche Standards für die Bezahlung per Handy fehlen.

Wo ist der Zusatznutzen?

Ausserdem: «Ein neues System muss einen Zusatznutzen bieten, und den sehe ich nicht», sagt Arno Wilfert von Pricewaterhouse Coopers. Schliesslich sei der Investitionsaufwand zur Einrichtung von Annahmestellen erheblich.

Die weite Verbreitung von mobilen Bezahlsystemen hängt allerdings stark von den Angeboten der Netzbetreiber ab und der Unabhängigkeit von Plattformen für Service und Abrechnung. «Neue mobile Bezahlwege setzen sich erst dann durch, wenn sie einen hohen Komfort in der Nutzung für den Endkunden mit günstigen Konditionen für Anbieter verknüpfen, sagt Omar Khorshed, Vorstandschef der acoreus AG.

Der Düsseldorfer Billing-Experte sieht künftig ein Nebeneinander klassischer und neuer Modelle. Dabei müssten sowohl die klassische Zahlung über Kreditkarte, Überweisung und Lastschrift, als auch die innovativen Zahlungsmöglichkeiten erfolgreich miteinander verknüpft werden.

Kein weltweit einheitlicher Trend

»Fahrkartenkauf über eine registrierte Mobilrufnummer ist bereits heute in vielen Städten möglich. Zukünftig könnte das Mobiltelefon eigenständig über Bluetooth den Zugang zur Parkgarage öffnen«, meint Khorshed.

Branchenkenner erwarten ohnehin eine Diversifizierung von Zahlungssystemen, einen weltweit einheitlichen Trend erkennen beispielsweise die Gartner-Analysten nicht. Laut einer aktuellen Studie ist es etwa stark von der jeweiligen Landeskultur abhängig, welche Art des digitalen Geldes sich durchsetzen wird.

»Während in den nordeuropäischen Ländern Mobile-Payment-Lösungen, etwa über das Handy, sehr gerne genutzt werden, ist speziell in Deutschland die Abneigung dagegen sehr gross«, berichtet die Computerzeitung. Allerdings scheint Deutschland aufzuholen: Hierzulande erkennt Gartner eine wachsende Akzeptanz für die kontaktlose Geldkarte auf RFID-Basis und für biometrische Zahlungsmittel.

(tri/pte)

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