Google Flu Trends - Kann Google Grippewellen vorhersagen?
publiziert: Mittwoch, 25. Mrz 2015 / 08:57 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Apr 2015 / 17:03 Uhr

Der Google Grippe-Trend (Google Flu Trends) ist ein Vorhersagetool des Google-Konzerns. Auf der Seite «Flu Trends» präsentiert das Unternehmen kostenlos Karten und Kurven, die den statistischen Verlauf der Grippewelle zeigen sollen.

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Gedacht ist der Service für Gesundheitsbehörden und Ärzte, aber auch für interessierte und besorgte Bürger könnte er von Vorteil sein. 2008 startete Google Grippe-Trends in den Vereinigten Staaten, mittlerweile hat Google sein Angebot ausgebaut und stellt Daten für 29 Staaten zur Verfügung.

 Symtome googeln ist beliebt

Google ist ein beliebtes Suchinstrument zur Erkennung von Krankheiten. Während einige Patienten direkt zu einem Hausmittel greifen oder den Arzt aufsuchen, googeln andere ihre Symptome im Internet. Für den Google Grippe-Trend sammelt Google Daten aus Sucheingaben der Nutzer, im Anschluss schätzt der Algorithmus in Echtzeit die Häufigkeit der Grippeerkrankungen. Erkennt Google, dass es sich bei der Suche des Nutzers möglicherweise um eine Grippeerkrankung handeln könnte, wertet das Unternehmen die Daten anonym aus und liefert schliesslich ein Schaubild der gegenwärtigen und vergangenen Grippephasen. Ziel sei es unter anderem, zu erkennen, wie weit sich das Grippe-Virus im Land bereits ausgebreitet hat.

Schaubilder und Karten veranschaulichen die Ausbreitung der Krankheit

Die Grippehäufigkeit wird zudem farblich dargestellt und reicht von minimal (hellgrün) bis sehr hoch (dunkelrot). Insbesondere in bevölkerungsstarken Ländern separiert Google in unterschiedliche Gebiete, in einigen Ländern liefert Google derzeit lediglich einen Datensatz für das gesamte Staatsgebiet. Google möchte mit seinem Service keine offiziellen Daten der Gesundheitsbehörden ersetzen, sondern eine Ergänzung liefern, lautet es in der Erklärung des Projekts. Ein Vorteil von Google Flu Trends läge in der schnellen Übermittlung und Darstellung der Daten. Während Gesundheitsbehörden erst nach Meldungen von Ärzten nachträglich ein Diagramm über den Grippeverlauf anfertigen können, liefere Google quasi in Echtzeit, so die Aussage des Unternehmens.

Medizinische Institute sind skeptisch

Das Robert-Koch-Institut, welches selbst Karten zur Grippeausbreitung zur Verfügung stellt, bezweifelt den Mehrwert für die Patienten, weil Schwere, Verlauf und Impfstatus nicht berücksichtigt werden können. Unter Ärzten wird Google Flu Trends kontrovers diskutiert, einige erkennen einen Mehrwert für den Patienten und sehen die Möglichkeit, mit einem Ansturm auf die Arztpraxen besser umgehen zu können, andere bezweifeln die Vorhersagekraft der Google-Statistik. Generell raten die Ärzte dazu, sich im Herbst impfen zu lassen, um einen bestmöglichen Schutz vor der Grippe zu erhalten.

Wie gut sind die Daten? Fallbeispiel Schweiz

Dass das Projekt noch nicht vollends ausgereift ist, lässt sich gut an den zur Verfügung gestellten Daten für die Schweiz erkennen. In der Schweiz sind derzeit erst wenige Kantone erfasst. Der Grippe-Trend kann vermutlich nur erstellt werden, wenn aus dem Land genügend Anfragen, die auf eine Grippe hindeuten, erfolgt sind. Wo das noch nicht der Fall zu sein scheint, bleibt die Karte offensichtlich grau.

Dass die Grippe auch in Kantonen wie Zug, Uri, Luzern, Schwyz und anderen grassiert, stehe jedoch ausser Frage, so ein Gesundheitsexperte der Online Klinik euroClinix auf Nachfrage. Die Anzahl der Behandlungen und Anfragen aus allen Regionen des Landes zeigen ein anderes Bild als das, was Google Flu Trends aktuell für die Schweiz zur Verfügung stelle. Auch die Karte des Bundesamts für Gesundheit in der Schweiz zeigt ein gänzlich anderes Bild. Die Auswertung von 200 Praxen, welche die Anzahl von Patienten mit Grippe oder grippeähnlichen Erkrankungen wöchentlich an das Bundesamt übermitteln, gibt ein scheinbar aussagekräftigeres und flächendeckenderes Bild.

Die Virusaktivität ist derzeit, wie im Nachbarland Deutschland, sehr hoch, wobei die Zahlen leicht zurückgehen. In den meisten Kantonen wurden Ende Februar die höchsten Fallzahlen registriert, Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden.

Datenschutz wird gross geschrieben

Neben der Grippe wird bei Google auch das Denguefieber bereits erfasst und ausgewertet. Weitere Krankheiten sollen folgen und nach Möglichkeit mit offiziellen Daten abgeglichen werden. Google beachte bei seiner Analyse die Aspekte des Datenschutzes, so der Konzern. Google Grippe-Trends könne keinen einzelnen Nutzer identifizieren, vielmehr würden die Statistiken aus Millionen Suchanfragen gebildet. Beobachtungen liessen sich erst nach einer Vielzahl von Suchanfragen ableiten, heisst es.

(nb/IFJ)

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