Gleichstellung
Gleiche Löhne für Mann und Frau gefordert
publiziert: Freitag, 3. Jun 2011 / 15:48 Uhr
90 Prozent der Pflegearbeit wird von Frauen verrichtet, doch die Chefs sind häufig Männer. (Symbolbild)
90 Prozent der Pflegearbeit wird von Frauen verrichtet, doch die Chefs sind häufig Männer. (Symbolbild)

Bern - 20 Jahre nach dem grossen nationalen Frauenstreiktag dürfte sich das Bild wiederholen: Am 14. Juni erwarten die 45 beteiligten Organisationen erneut rund 100'000 Frauen und Männer, die in der ganzen Schweiz für die Gleichstellung auf die Strasse gehen.

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Die traditionellen Frauenstreik-Farben Lila, Fuchsia und Pink haben sich genauso wenig geändert wie die zentralen Forderungen der Gleichstellungs-Bewegung: «Wir wollen eine tatsächliche Lohngerechtigkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben», sagte Christina Werder, Zentralsekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), am Freitag vor den Medien in Bern.

Dass die Anliegen auch 30 Jahre nach der Verankerung der Gleichstellung in der Bundesverfassung keine alte Leier sind, zeigt das Beispiel der Pflegeberufe: 90 Prozent der Pflegearbeit wird von Frauen verrichtet, wie Yvonne Ribi vom Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) festhielt.

Weniger Geld für gleiche Leistung

Von den 10 Prozent Männern ist die Mehrheit - 80 Prozent - in Führungspositionen tätig. Die Lohndiskriminierung dieses typischen Frauenberufes sei gravierend, kritisierte Ribi: «Im Vergleich zu ähnlich anspruchsvollen Männerberufen verdienen die Pflegefachpersonen deutlich weniger.»

Verdiene etwa eine Pflegerin 600 Franken weniger im Monat als ein Handwerker mit ähnlich anspruchsvollem Beruf, so summiere sich die Lohneinbusse nach zehn Jahren auf 78'000 Franken, rechnete Ribi vor.

Immer noch Lohnklagen nötig

Der SBK müsse in vielen Kantonen das Recht auf gerechte Löhne einklagen. «Das Gleichstellungsgesetz existiert zwar seit 1996 auf dem Papier, die Umsetzung in der Praxis funktioniert jedoch alles andere als reibungslos», sagte Ribi.

«Das Gleichstellungsgesetz muss endlich umgesetzt werden!», forderte Christine Michel, Co-Präsidentin der SGB-Frauen. Auch der Bund müsse Verantwortung übernehmen und die Einhaltung der Lohngleichheit kontrollieren. Noch immer verdienten Frauen im Durchschnitt für die gleiche Arbeit 20 Prozent weniger als Männer.

Wie aktuell die Forderung nach gleichen Löhnen sei, zeige auch die grosse Beteiligung am diesjährigen Frauenstreiktag, sind die Organisatoren überzeugt: Über 45 Organisationen und Netzwerke rufen zur Teilnahme am Frauenaktions- und Streiktag auf. Landesweit sind am 14. Juni hunderte Aktivitäten geplant, sowohl auf Strassen und Plätzen als auch in Betrieben.

 

(fkl/sda)

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In der Stadt Zürich findet eine Atomisierung der Gesellschaft statt. Immer mehr Menschen, gerade alleinstehende ältere Frauen, müssen ihr angestammtes Quartier oder die Stadt verlassen, wo sie seit Jahren lebten, weil ihnen ihre Wohnung gekündigt wird. Sie verlieren ihre Bekannten in der Nachbarschaft. Auch Zürcher Baugenossenschaften tragen dazu bei, dass Frauen und Männer über sechzig und Familien mit kleinem Portemonnaie in der Stadt Zürich kaum mehr eine Wohnung finden, dass sie „entwurzelt werden“. Wenn jetzt dann die Genossenschaft ABZ am Zürichberg an der Toblerstrasse ihre schönen Häuser abbricht, in denen unsere Bekannten wohnen, werden die Mietzinse der neuen Wohnungen vielleicht doppelt so hoch werden, auch wenn die ABZ als Landbesitzer den Grundstückpreis fast gratis einsetzen kann. Aber nicht nur die Genossenschaft ABZ, sondern auch die ASIG, die Baufreunde, der Sunnige Hof, der Brunnenhof, der Röntgenhof, die GEWOBAG, der Sonnengarten, die Linth-Escher, die Kleeweid usw. brechen laufend viele ältere Siedlungen ab, oft noch im Tipp Toppen Zustand. In Biel zum Beispiel würde die Bieler Wohnbaugenossenschaft BIWOG solche Siedlungen nie und nimmer abbrechen, wie in Zürich, wie in Zureich.

Als ich vor 50 Jahren nach Zürich kam herrschte in Zürich auch Wohnungsnot. Arbeitskollegen von mir wohnten schon in Effretikon. Damals war ich beeindruckt von den vielen grossen, teuren amerikanischen Autos, den Amisschlitten, die über die Bellevuebrücke rollten.- In Zürich, in Zureich stank es nach Geld, mehr als in Biel und Grenchen wo ich vorher gearbeitet hatte. Während in Biel die Leute in Trolleybus miteinander redeten, wurde im Zürcher Trams geschwiegen. Von der Züri-Schnurre war nichts zu hören, von der wir in der Provinz gehört hatten.

Oft wehren sich in Genossenschaften Frauen gegen Abbrüche. Aber sie haben meist keine Chance gegen den männerdominierten Baufilz. Eine Bekannte von mir wollte sich noch kürzlich gegen Abbrüche ihrer Baugenossenschaft wehren. Aber inzwischen wurden diese Häuser an der Wehntalerstrasse in Oerlikon schon alle dem Erdboden gleichgemacht. Diese Siedlung die nun ersetzt wird, wurde etwa um 1950 gebaut. Sie wurde schon einmal renoviert, es wurden neue Fenster eingebaut und eine Aussenisolation angebracht.
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