Starker Franken und Schuldenkrise drücken das Ergebnis
Gewinneinbruch bei der Credit Suisse
publiziert: Donnerstag, 28. Jul 2011 / 07:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Jul 2011 / 08:47 Uhr
Credit Suisse Tower in Zürich Oerlikon: Schwieriges zweites Quartal.
Credit Suisse Tower in Zürich Oerlikon: Schwieriges zweites Quartal.

Zürich - Die Credit Suisse verfehlt die Erwartungen der Analysten. Als Sparprogramm will die CS weltweit rund 2000 Stellen abbauen, auch in der Schweiz.

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Bei der Credit Suisse (CS) ist der Reingewinn angesichts schwieriger Geschäfte im Umfeld der Schuldenkrise und der Frankenstärke im zweiten Quartal um die Hälfte eingebrochen. Die Grossbank will weltweit rund 2000 Stellen streichen, davon etwa 500 in der Schweiz.

Die CS gab am Donnerstag einen Reingewinn von 768 Mio. Fr. für das zweite Quartal 2011 bekannt. In zweiten Quartal 2010 hatte die Credit Suisse 1,6 Mrd. Fr. Gewinn erzielt, obwohl schon damals ein eher flaues Geschäft in der Investmentbank das Geschäft prägte. Im Vorquartal betrug der Gewinn der Bank 1,14 Mrd. Franken.

Mit den Zweitquartalsergebnis liegt die CS deutlich unterhalb der Prognosen vieler Analysten. In einer Umfrage der Finanznachrichtenagentur AWP hatten die Experten bis zu 1,3 Mrd. Fr. Gewinn vorausgesagt. "Die Resultate sind unbefriedigend", sagte CS-Finanzchef David Mathers während einer Telefonkonferenz.

Milliarden-Einsparung

Mit ihrem Sparprogramm, das am stärksten die Investmentbank trifft, will die Bank im nächsten Jahr die Kosten um 1 Mrd. Fr. senken. Der Stellenabbau und andere Massnahmen dürften die CS dieses Jahr noch 400 Mio. bis 450 Mio. Fr. kosten. 142 Mio. Fr. davon belasten bereits die Rechnung des zweiten Quartals.

Derzeit zählt die CS etwa 50'700 Stellen. Den letzten grossen Stellenabbau hat die Bank Ende 2008 bekannt gegeben, als 5300 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fielen. Durch gleichzeitigen Ausbau wichtiger Konzernbereiche war der Stellenbestand der CS über die vergangenen Jahre immer in etwa gleich hoch.

Die CS beschäftigt seit Jahren konstant etwa zwei Fünftel ihrer Mitarbeiter in der Schweiz. Laut CS-Sprecher Marc Dosch will die Bank bei der nun angekündigten Stellenstreichung in der Schweiz keine Entlassungen verfügen. Für Mitarbeiter, die nicht innerhalb der CS eine neue Stelle finden würden, gebe es ein internes Programm zur Stellensuche und zur Weiterbildung.

Schwieriges Umfeld

Schon Konkurrentin UBS, aber auch US-Grossbanken hatten von einem schwierigen zweiten Quartal berichtet. Für das Investmentbanking ist die anhaltende Unsicherheit der Märkte, getrieben durch die hohe Verschuldung einiger europäischer Länder sowie der USA, keine gute Voraussetzung für florierende Geschäfte. In der CS-Investmentbank ging der Vorsteuergewinn um 71 Prozent zurück.

 

 

(fkl/sda)

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Wo ist denn da Liberalismus? Jegliche Gesetze, die in den letzten 10 Jahren rund um die Banken gemacht wurden, führten zu einer Verkleinerung der Marktteilnehmer. Freie Marktwirtschaft und Liberalismus würde ein Unterdrücken von Monopolen und Monopol-artigen Strukturen verbieten. Aber diese Welt spricht sich ab und wird dominiert durch wenige Big-Players.
Aber v.a. wäre es ja einfach, dort gegenzuwirken. Aber eben nicht populär, da es das Portemonnaie jedes einzelnen treffen wird (weil wir profitieren in der Schweiz natürlich alle von unserem starken Finanzplatz).
Insuläres Parasitensystem
Das ist die Hochfinanz eben geworden.

Nur wenn es schiefläuft, dann werden die Verluste sozialisiert, will heissen, aufs Volk abgeschoben.

Das ist das Resultat von zu weit getriebenem Liberalismus.
Hilft doch gar nichts
Restrukturierungen gehören zum Leben, auch in Banken. Und bei Banken greift diese Initiative überhaupt nicht, weil die HAuptaktionäre der Banken sind andere Banken und Versicherungen, also ein geschlossener Kreis, der sich gegenseitig die Salärs zuschiebt. Was erwartet man denn bitte?
Und dann?
Also selbstverständlich muss man JA stimmen für diese Minder-Ini. Alles andere wäre nur ein weiterer Freipass für diese Leute.
Allerdings, wer glaubt, dass ein Dougan oder andere dieser Art dann keinen Weg finden trotzdem jedes Jahr, unabhängig vom Geschäftsresultat 10% Lohnerhöhungen zu bewilligen, der täuscht.

"den der Markt verlangt dies ja" Original Zitat.

Deshalb muss der Markt geändert werden, das geht nur über Regulierungen und Aufstellen von normalen marktwirtschaftlichen Regeln für die Bankenwelt, den diese agiert fern ab jeglichen vernünftigen marktwirtschaftlichen Regeln.
Abzockerinitiative vors Volk!
Hey Brady, you are fired! Statt dessen darf er das billigste tun, was ein "Manager" in derartigen Situationen immer tut, er entlässt Leute: http://www.cash.ch/news/topnews/dougan_streicht_nach_gewinneinbruch_20.... Hauptsache, die Boni für die Abzocker sind gesichert! Bringt endlich die Abzocker-Initiative vors Volk!
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