SGB fordert generelle Lohnherhöhung
Gewerkschaftsbund fordert 1,5 bis 2,5 Prozent höhere Löhne für alle
publiziert: Montag, 3. Sep 2012 / 15:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 3. Sep 2012 / 16:12 Uhr
Einzig die Rückkehr zu generellen Erhöhungen könne diese Fehlentwicklung der letzten Jahre korrigieren, wird SGB-Präsident Paul Rechsteiner zitiert.
Einzig die Rückkehr zu generellen Erhöhungen könne diese Fehlentwicklung der letzten Jahre korrigieren, wird SGB-Präsident Paul Rechsteiner zitiert.

Bern - Abkühlende Konjunktur und Euro-Krise zum Trotz: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) geht davon aus, dass sich die Schweizer Wirtschaft höhere Löhne leisten kann. Für die Lohnrunde 2013 fordert er deshalb 1,5 bis 2,5 Prozent mehr Lohn. Vor allem die Arbeitnehmenden mit den tiefsten Einkommen sollen profitieren.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Lohnerhöhungen der letzten Jahre seien «recht bescheiden» ausgefallen, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor den Medien in Bern. Allerdings nicht für alle: Unter dem Strich hätten Angestellte mit hohen Löhnen stärker profitiert. Dies habe zu einer «immer schieferen Einkommensverteilung» geführt.

Die Ursache dieser Entwicklung sieht Rechsteiner in der «Individualisierung der Lohnpolitik». Die Lohnerhöhungen sollten künftig für die ganze Branche ausgehandelt werden - nur so könne die «Fehlentwicklung der letzten Jahre» korrigiert werden.

Tiefer Lohn trotz Lehre

Den grössten Nachholbedarf sieht der SGB bei den tiefen und mittleren Löhnen. Die Lohnzunahmen seien oft von der Teuerung wieder weggefressen worden, sagte Rechsteiner.

Als besonders bedenklich bezeichnete SGB-Chefökonom Daniel Lampart die Lage für Arbeitnehmende mit abgeschlossener Lehre. Zwischen 2002 und 2010 seien deren Löhne real durchschnittlich um 0,5 Prozent zurückgegangen. Zudem würden mehr als 140'000 Beschäftigte mit Lehre weniger als 4000 Franken im Monat verdienen.

Dies reiche oft nicht zum Überleben, so Lampart, vor allem in Haushalten mit Kindern. Auch sende die aktuelle Situation ein «sehr schlechtes Zeichen» aus. Denn von den erwarteten Einkommen hänge der Entscheid ab, ob jemand überhaupt eine Lehre mache.

Mindestlöhne anheben

Die Gewerkschaften möchten der Stagnation bei den tiefsten Einkommen mit einer Anhebung der Mindestlöhne entgegenwirken. Der Lohnsockel solle um 100 Franken pro Monat angehoben werden, für die Druckindustrie sogar um 200 Franken.

Mit seiner Forderung nach 1,5 bis 2,5 Prozent mehr Lohn setzt der SGB die Messlatte sogar etwas tiefer als im vergangenen Jahr. 2011 lag die geforderte Bandbreite zwischen 2,0 und 3,0 Prozent.

Die Verhandlungsvorgaben bezeichnet SGB-Präsident Rechsteiner als «massvoll» und «wirtschaftlich gerechtfertigt». Denn der Gewerkschaftsbund geht davon aus, dass in den Unternehmen das Geld für höhere Löhne vorhanden ist.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Die Finanzkrise bremst die Lohnentwicklung weltweit. Der globale Anstieg der monatlichen Bruttolöhne lag nach ... mehr lesen
Die Krise hat massive Folgen für die Löhne.
Die monatlichen Renten sollen um 10 Prozent oder rund 200 Franken steigen, fordert Paul Rechsteiner. (Archivbild)
Bern - Der Vorstand des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) will die AHV stärken und zu diesem Zweck eine ... mehr lesen 7
Lausanne - Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) lehnt generelle Lohnerhöhungen ebenso ab wie ... mehr lesen
Dort, wo Lohnerhöhungen möglich seien, müssten sie auch gewährt werden.
Lohnsituation im Gartenbau laut SGB besorgniserregend.
Bern - Lohndumping ist in der ... mehr lesen
Zürich - Der Verband Angestellte Schweiz will sich nach dem Austritt aus dem Gewerkschaftsverband ... mehr lesen
Dem Verband Angestellte Schweiz bereitet das Lohndumping Sorgen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Jeder Zehnte kriegt weniger als 4000 Franken.
Neuenburg - Rund zehn Prozent der Angestellten in der Schweiz haben 2010 für ein ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Die Thalys-Züge bleiben heute in den Bahnhöfen ...
Hochgeschwindigkeitsverkehr komplett eingestellt  Brüssel - Ein Streik hat in Belgien den zweiten Tag in Folge den Zugverkehr erheblich behindert. Nach Angaben der Bahngesellschaft SNCB fielen im südlichen Teil des Landes am Dienstagmorgen alle Verbindungen aus, im Norden waren 60 Prozent betroffen. mehr lesen 
Arbeitsplätze bleiben in der Schweiz  Schaffhausen - Trotz des Frankenschocks will der Industriekonzern Georg Fischer keine Stellen aus der Schweiz ins Ausland verlagern. «Die ... mehr lesen
Der Industriekonzern Georg Fischer wird weiterhin Forschung, Entwicklung und Produktion in der Schweiz tätigen.
Die Bevölkerung kann an teils Orten wieder tanken.
Krise noch nicht überstanden  Paris - Die französische Regierung bemüht sich um eine Lösung der Benzinkrise. Dazu diente am Samstag auch ein Treffen mit Vertretern des Öl- ... mehr lesen  
Beide Seiten wollen hart bleiben  Paris - Trotz anhaltender Gewerkschaftsproteste will Frankreichs Präsident François Hollande ... mehr lesen
Trotz der Proteste möchte Hollande hart bleiben. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 20
Das Crowdfunding hat um 73 Prozent zugelegt.
Startup News Crowdfunding in der Schweiz markant gewachsen Luzern - Auf tiefem Niveau ist der Markt für Schwarmfinanzierung (sog. Crowdfunding) in der Schweiz erneut stark gewachsen. Diese Art der Geldbeschaffung ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Publinews
                 
Erfolg durch zielgerichtete Planung.
Publinews CRM  In einer Zeit übersättigter Märkte ist nicht mehr die Suche nach einem Produkt oder Lieferanten der Flaschenhals, sondern das Aufspüren von Bedarf und neuen ... mehr lesen
Wir erfinden das Drucken neu - damit Ihr Unternehmen wie ein grosses beeindruckt
Publinews Ein Unternehmen muss nicht gross sein, um Grosses zu leisten. Es benötigt lediglich die richtigen Ressourcen. Und dazu gehört auch ... mehr lesen
Auf das Flair der bunten und aufregenden Casino-Welt verzichten und stattdessen im Internet Glücksspiele zocken? Online-Casinos bergen sowohl Gefahren als auch Möglichkeiten für den Spieler.
Publinews Im Oktober 2015 verabschiedete der Bundesrat das neue Geldspielegesetz: Seither dürfen Schweizer Casinos auch im Netz ... mehr lesen
Kaffee gehört für viele Arbeitnehmer fest zum Büroalltag dazu
Publinews Eine gute Tasse Kaffee gehört für viele Menschen fest zum Alltag. Während manche den Muntermacher hauptsächlich morgens nach dem Aufstehen brauchen, trinken ... mehr lesen
Online-Dating wird immer beliebter - heute setzen schon viel mehr Menschen bei der Partnersuche auf das Internet als noch einige Jahre zuvor. Die Tendenz geht zudem zum mobilen Online-Dating.
Publinews Online-Dating erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies ist angesichts von ca. 1,5 Millionen Singles in der Schweiz auch kein Wunder. Dabei sind für den ... mehr lesen
Ohne Social Media geht es nicht
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine ... mehr lesen
Ist das gewünschte Grundstück tatsächlich für das eigene Bauprojekt geeignet? Worauf sollten Käufer dabei achten?
Publinews Laut Statistik Schweiz waren im Jahr 2000 fast drei Viertel der in der Eidgenossenschaft existierenden 3,57 Millionen Wohnungen in der Hand von ... mehr lesen
Warte nicht länger, sondern mach dich auf den spannenden Weg zu deinem eigenen Film.
Publinews Kamera läuft!  Smartphones machen es möglich: wir haben unsere kleine Video-Kamera immer dabei und filmen laufend, was uns bewegt, was lustig, skurril oder sehenswert ist. ... mehr lesen
Gilt ein MBA auch heute noch als Karriereboost? Diese Frage lässt sich grundsätzlich bejahen.
Publinews Wer seine berufliche Karriere als Ingenieur oder in einem technischen Beruf startet, muss nicht stets in dieser Position verharren. Gerade Ingenieure und ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
KING GLOBAL Logo
29.09.2016
29.09.2016
29.09.2016
GlobalGas Logo
28.09.2016
28.09.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 12°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 12°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 9°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Luzern 10°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Lugano 16°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten