Mepha baut aus
Generikaherstellerin Mepha behauptet 2010 Marktstellung
publiziert: Dienstag, 1. Feb 2011 / 12:51 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Feb 2011 / 17:50 Uhr
Firmensitz der Mepha in Aesch.
Firmensitz der Mepha in Aesch.

Aesch BL - Das Baselbieter Pharmaunternehmen Mepha hat 2010 seine Stellung als führender Schweizer Generika-Hersteller im Privatmarkt verteidigt. Allerdings ging der Marktanteil leicht zurück. Durch die Übernahme durch den US-Konzern Cephalon sieht sich die Firma für die Zukunft gestärkt.

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Mepha erzielte im vergangenen Jahr in der Schweiz einen Umsatz von 174,5 Mio. Franken. Der neue Chef Andreas Bosshard begründete den Rückgang um 1,5 Prozent am Dienstag am Firmensitz in Aesch BL mit freiwilligen und staatlich verordneten Preissenkungen. Mengenmässig habe Mepha dagegen um 5,6 Prozent zulegen können, sagte er vor den Medien.

Angaben über den Gesamtumsatz, der sich 2009 noch auf 408 Mio. Fr. belaufen hatte, sind von Mepha nicht erhältlich. Denn seit April 2010 gehört der Generika-Hersteller zum börsenkotierten US-Konzern Cephalon, der sein Jahresergebnis erst nächste Woche bekannt gibt. Ausser in der Schweiz verkauft Mepha seine Produkte namentlich auch in Portugal und im Baltikum sowie im Nahen und Mittleren Osten.

Marktanteil auf 36 Prozent gesunken

Auf Nachahmermedikamente entfielen in der Schweiz 2010 insgesamt 12,4 Prozent der von Apotheken, Drogerien und selbstdispensierenden Ärzten verkauften Heilmittel. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als 2009. Umsatzmässig legte der Schweizer Generikamarkt um 3,4 Prozent auf 434,9 Mio. Fr. zu.

Mit einem Anteil von 36 Prozent konnte Mepha im Privatmarkt, der den Spitalmarkt ausklammert, den Spitzenplatz verteidigen. Mit einem Verlust von 1,8 Prozentpunkten verringerte sich allerdings der Vorsprung auf Sandoz als Nummer 2. Die Novartis-Tochter brachte es nach Mepha-Angaben auf einen Marktanteil von 33,7 Prozent vor Spirig mit 11,2 Prozent.

Nach Angaben des Mepha-Chefs leisteten Generika letztes Jahr im Schweizer Gesundheitswesen einen Sparbeitrag von insgesamt rund einer Milliarde Franken. Bosshard warnte dabei vor übertriebenen staatlich verordneten Preissenkungen. Solche würden das bewährte Schweizer Generika-Modell gefährden und zu Billigstmedizin durch die Hintertür führen.

2010 umfasste das Mepha-Sortiment 130 Produkte. Im laufenden Jahr will das Unternehmen 22 neue Medikamente anbieten, darunter auch ein Generikum für den Novartis-Kassenschlager Diovan, der heuer seinen Patentschutz verliert. Der Blutdrucksenker brachte 2010 weltweit 6 Mrd. Dollar ein und war das umsatzstärkste Medikament der Schweiz.

(fest/sda)

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